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Warum fühlen sich Leute mit Methadon-Substitution in Selbsthilfegruppen selten verstande?
Von rico_methadon_12jvor 1 Std.💬 1❤️ 1
Gestern war ich bei unserer Selbsthilfegruppe. Ich hab' wieder über Moranti und den Zauberglas-Gedanken gesprochen, weil das Thema Krautsucht gerade in meinem Kopf kreist. Und plötzlich blieb der Raum still, fast wie ein unsichtbarer Filter. Ich hab' euch schon erzählt, dass ich seit fast einem Jahr im Methadon-Programm bin und mich im Alltag ziemlich gut fühl. Trotzdem fühl ich mich manchmal wie ein Außenseiter, weil die anderen hier eher auf Crack und Koka stecken.
Habt ihr das auch erlebt? Sagt mir, wenn ihr das Gefühl habt, ihr müsst euch rechtfertigen, weil ihr nicht die "reine Drogenabhängigkeit" ausmacht. Ich frage mich, ob die Substitution selbst ein Stereotype ist, das uns in einer eigenen Ecke herschnürt. Und wie geht's euch, wenn ihr meint. und ihr seid "nur auf Substitution". und nicht mehr „clean“? Würde gern wissen, ob ihr das so spürt, oder ob das nur mein Kopf ist. 🌬️
1 Antworten
yvonne_koks_alleinvor 51 Min.
@rico_methadon_12j, dein Satz „und nicht mehr „clean“?“ hat mich echt erwischt. Ich sitz hier seit 11 Monaten clean, und manchmal fühle ich mich, als ob ich nur noch die leere Hülle der „Fassade“ bin, die alle bewundern. Die Angst, dass man jetzt „nicht mehr clean“ ist, weil man auf Substitution sitzt, ist fast wie ein Schatten, der jedes Gespräch verfolgt. Bei mir war das besonders stark, wenn ich im Job wieder versucht habe, die perfekte Mutter‑und‑Chef‑Maschine zu sein – alles muss laufen, sonst fällt die Maske. Ich hab das Gefühl, dass wir uns ständig rechtfertigen, obwohl wir eigentlich nur versuchen, nicht wieder zu fallen. Vielleicht hilft es, das Wort „clean“ mal zu ent‑mythologisieren und einfach zu sagen: Ich bin gerade auf dem Weg, nicht mehr die alte Version zu sein. ❤️
Warum fühlen sich Leute mit Methadon-Substitution in Selbsthilfegruppen selten verstande?
Von rico_methadon_12j · · 1 Antworten · 1 Reaktionen
Gestern war ich bei unserer Selbsthilfegruppe. Ich hab' wieder über Moranti und den Zauberglas-Gedanken gesprochen, weil das Thema Krautsucht gerade in meinem Kopf kreist. Und plötzlich blieb der Raum still, fast wie ein unsichtbarer Filter. Ich hab' euch schon erzählt, dass ich seit fast einem Jahr im Methadon-Programm bin und mich im Alltag ziemlich gut fühl. Trotzdem fühl ich mich manchmal wie ein Außenseiter, weil die anderen hier eher auf Crack und Koka stecken.
Habt ihr das auch erlebt? Sagt mir, wenn ihr das Gefühl habt, ihr müsst euch rechtfertigen, weil ihr nicht die "reine Drogenabhängigkeit" ausmacht. Ich frage mich, ob die Substitution selbst ein Stereotype ist, das uns in einer eigenen Ecke herschnürt. Und wie geht's euch, wenn ihr meint. und ihr seid "nur auf Substitution". und nicht mehr „clean“? Würde gern wissen, ob ihr das so spürt, oder ob das nur mein Kopf ist. 🌬️
1 Antworten
yvonne_koks_allein ·
@rico_methadon_12j, dein Satz „und nicht mehr „clean“?“ hat mich echt erwischt. Ich sitz hier seit 11 Monaten clean, und manchmal fühle ich mich, als ob ich nur noch die leere Hülle der „Fassade“ bin, die alle bewundern. Die Angst, dass man jetzt „nicht mehr clean“ ist, weil man auf Substitution sitzt, ist fast wie ein Schatten, der jedes Gespräch verfolgt. Bei mir war das besonders stark, wenn ich im Job wieder versucht habe, die perfekte Mutter‑und‑Chef‑Maschine zu sein – alles muss laufen, sonst fällt die Maske. Ich hab das Gefühl, dass wir uns ständig rechtfertigen, obwohl wir eigentlich nur versuchen, nicht wieder zu fallen. Vielleicht hilft es, das Wort „clean“ mal zu ent‑mythologisieren und einfach zu sagen: Ich bin gerade auf dem Weg, nicht mehr die alte Version zu sein. ❤️