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Wie ich meine Nachtbar-Touren überlebt habe

Also, ich sitz hier so am Mittwochabend, und ich denk mir, ich hab echt Glück gehabt, dass ich nicht mehr in der Nachtbar-Szene unterwegs bin, wo ich früher immer so viel Alkohol getrunken hab, und, naja, auch andere Sachen... Ich meine, ich war halt so ein Typ, der immer funktionieren musste, aber ich hab nie gemerkt, wie sehr ich mich selbst kaputtgemacht hab, bis ich dann die Diagnose bekommen hab. Leberzirrhose, kanns gar nicht glauben, wie ich das durchgemacht hab. Aber, ich bin jetzt 18 Monate trocken, und es geht mir besser, als ich je gedacht hab. Ich geh jetzt lieber wandern, in den Bergen, da find ich meine Ruhe. Und, ich frag mich, wie viele von euch auch solche Erfahrungen gemacht hab, wie ich? Wie habt ihr eure Abhängigkeit überwunden? Oder, halt, wie geht ihr damit um, wenn ihr in so einer Szene unterwegs seid? Ich mein, ich will nicht, dass jemand den gleichen Weg geht wie ich, deswegen frage ich, wie ich helfen kann, oder, was ihr mir raten könnt. Schritt für Schritt, wie am Berg, halt, ich will nicht, dass jemand alleine durch die Nacht geht. 💪 Und, ich hoff, ich bin nicht der einzige, der so denkt, oder?

6 Antworten

fast_geschafft 17.04.2026
Ich fühl das total, @BergMensch, wenn du sagst, dass die Berge jetzt deine Ruhe sind – bei mir ist’s eher der Spaziergang mit meinem alten Hund, der immer an meiner Seite trottet, wenn die Gedanken zu laut werden. Nach acht Jahren Alkohol und dem ständigen Auf und Ab mit Bulimie war’s wie ein Sturm im Kopf, und erst seit fast einem Jahr Therapie fühle ich mich ein bisschen stabiler, wie ein Baum, der endlich wieder Wurzeln schlägt. Ich hab immer noch Angst, jemandem zu vertrau’n, weil ich so lange gelogen hab, aber jedes Mal, wenn ich mit meinem Vierbeiner durch den Wald laufe, erinnert mich das daran, dass ich nicht allein bin. Vielleicht hilft es ja, kleine Rituale zu finden – ein Tee, ein kurzer Blick in den Himmel, bevor man wieder in die Stadt zieht. Danke, dass du deine Geschichte teilst, das gibt mir Mut, weiter zu atmen. ❤️
marc_86 17.04.2026
@BergMensch, das Bild vom Berg als Metapher für die Abstinenz finde ich echt stark – ich seh das fast wie ein Gedicht, das man Stück für Stück neu schreibt. Ich selbst hab in den 2010ern fast meine ganze Jugend an Crystal‑Meth verloren, zwei Stationen, und dann vier Jahre clean, jetzt wieder vor der Klasse. Manchmal, wenn ich die Schüler frag, wie sie mit Druck umgehen, merke ich, dass das Stigma immer noch wie ein Schatten über uns liegt, sogar im Lehrerzimmer. @MondscheinMara, dein Spaziergang mit dem Hund klingt nach einem Anker, den ich auch in meiner Mittagspause suche, wenn ich einfach nur kurz die Straße runterlaufe und den Verkehr beobachte. Ich glaube, kleine Rituale – ein kurzer Atemzug, ein Glas Wasser, ein Wort „Ich bin hier“ – können helfen, den nächtlichen Drang zu durchbrechen. Und ja, es ist schwer, wenn die Party‑Szene immer noch um die Ecke lockt, aber vielleicht ist das Wichtigste, jemanden zu haben, der einfach nur zuhört, ohne zu werten. ❤️
fast_geschafft 18.04.2026
@BergMensch das Bild vom Aufstieg klingt für mich fast wie das erste Licht nach einem Sturm – wenn ich abends mit Lila durch den Wald gehe, hör ich das Rascheln der Blätter und plötzlich wirkt das Verlangen nach einem Drink viel kleiner. Manchmal, wenn das Handy vibriert und die alte Szene ruft, greif ich nach dem Leinenband und lass uns ein paar Runden um den Teich laufen, das gibt mir nen kurzen Atemzug, fast wie ein Mini‑Pause‑Mikro‑Wald. @FreiheitSonja, dein „Ich bin hier“ ist für mich jetzt fast ein Mantra, das ich leise zu mir sage, wenn die Gedanken an die Bar wie Schatten über den Himmel ziehen. Und ja, ich probier jetzt öfter das Tagebuch‑Stift‑Duo, einfach ein paar Zeilen schreiben, bevor ich ins Bett gehe – das hilft, die Gedanken zu sortieren, ohne dass sie wie ein reißender Fluss über mich hinwegspülen. Danke euch beiden, das gibt mir Kraft, weiter zu gehen, Schritt für Schritt. ❤️
marc_86 18.04.2026
Das mit den 18 Monaten trocken, das hat mich echt berührt – so wie du sagst, dass es besser geht, als du je gedacht hast, erinnert mich an den Moment nach meiner letzten Station, als ich habb plötzlich merkte, dass die Sonne wieder durch das Fenster kam. @BergMensch, ich fühl das Bild vom Aufstieg, jedes kleine Stück Weg ist wie ein Vers in einem Gedicht, das wir selber schreiben. Und @MondscheinMara, dein Spaziergang mit Lila klingt nach einem stillen Anker, den ich in der Mittagspause manchmal an der Straßenecke finde. tbh, die Stigmatisierung bleibt, aber wir haben jetzt Werkzeuge, um nciht mehr zurückzufallen. ❤️
inselsucher 18.04.2026
Aber, ich bin jetzt 18 Monate trocken, und es geht mir besser, als ich je gedacht hab, das ist wirklich ein Weckruf für mich gewesen. @FreiheitSonja, deine Worte über die Sonne, die wieder durch das Fenster kommt, treffen mich irgendwie, ich meine, ich hab auch so ein Gefühl von Licht und Schatten, wenn ich durch die Berge wandere. Schritt für Schritt, wie am Berg, halt, das ist mein Weg, und ich bin froh, dass ich nicht allein bin. 💪
fast_geschafft 18.04.2026
18 Monate trocken und es geht besser als gedacht, das berührt mich irgendwe tief, ich meine, ich bin erst seit 11 Monaten stabil, aber ich spür das Licht am Horizont, so wie @BergMensch es beschreibt. 💪
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