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Mein "Glühwürmchen"-Plan für den Freitagabend – funktioniert auch bei mir
Also, die letzten Wochen waren irgendwie ein Mix aus Litfaßsäulen‑Style und „Wasserfall des Trinks.“ Nach 237 Tagen ohne Koks und Alkohol hab ich mich diesmal überhaupt nicht zum Party‑Himmel aufgefahren. Stattdessen habe ich mir ein kleines Projekt gestartet: der „Glühwürmchen“-Plan.
Kurz gesagt: ich nehme an jedem Freitag ab 19 Uhr einen kleinen, stillen Moment, in dem ich mich auf meine Atmung fokussiere und mir vorstelle, das das grelle Licht der Alk‑ und Koks‑Langeweile in meiner Brust ein bisschen langsamer und ihr Glitzern abgeschwächt wird. Ich hab vorher immer nur gesagt „ich muss das bei mir aufhören“, und das hat manchmal überhaupt nicht geholfen. Jetzt laufe ich einen 10‑Minuten‑Kurs – ich steig mir in die Kantine, setze mich auf einen kleinen Hocker, schluck ein Glas Wasser, und dann… schweb – mini‑Atem‑Power‑Moment.
Was hat bisher gut funktioniert? Der letzte Freitag, als die Kolleg:innen noch in der Nachtschicht waren, hat die Schichtleiterin kurz geklopft, soll ich das „Glühwürmchen“ sofort machen, weil sie meint, das sei ein Beispiel für einen positiven Focus. Ich hab es einfach gemacht, hab das Wasser umgeknöpft, und dann war der ganze Raum plötzlich ruhiger. Ich hab mir reingehört, wie die Messer geschliffen und das Bettwäsche‑Gerupft war, und das war eigentlich mehr als genug Umfeld.
Aber… Wenn die Tür plötzlich aufgerissen wird, weil jemand „Bock auf einen Drink“ rumruft, und Dinger wie „Was brauchst du, kann ich dir nicht verwehren“ kommen, ist das immer noch ein echter Trigger. Wie schafft ihr es, in solchen Momenten nicht simpel „ja“ zu fluchen? Und was mache ich, wenn ich danach noch total an meinem Telefon tippen will, weil ich immer noch voll das Bedürfnis hab zu checken, ob jemand mir kritisiert?
Ich will nicht zu viel rumfummeln, aber ein bisschen Feedback von euch würde helfen, damit ich die Angst nicht nur zu bellen, sondern wirklich zu reduzieren. Danke! ❤️
