Öffentlich lesbarer Thread
Wenn der Alltag plötzlich zur „Funktionsdroge“ wird – Wie gehst du damit
Moin zusammen, ich bin gerade wieder im Wendepunkt und frage mich, ob das hier noch nur mein Ding ist oder ob wir alle im gleichen Boot sitzen. Wie ihr aus meinem letzten Post vielleicht noch wisst, bin ich seit etwa 3 Monaten clean. Die ersten Wochen waren ein ständiges Auf und Ab, aber jetzt – kurz vor dem Wochenende – merk ich, dass das eigentliche Problem nicht nur das Koks war, sondern die Art, wie ich meinen Job als Bar‑Chefin benutzt habe, um durch den Tag zu kommen.
Heute war ich den ganzen Tag im Restaurant, das Licht war grell, die Gläser klirrten und ich musste immer wieder zwischen Bestellungen hin und her springen. Irgendwie hat mir das das Gefühl gegeben, ich bin wieder „on“, weil ich permanent in Bewegung bin. Das hat mich plötzlich an die alten Nächte erinnert, wo ich das Pulver genommen habe, um den ganzen Stress zu tragen. Und jetzt, wo ich keinen Kick mehr hab, fühle ich mich fast genauso leer, wenn der letzte Gast das Lokal verlässt und die Bar still wird.
Habt ihr das Gefühl, dass euer Beruf euch unbewusst wieder an alte Muster drängt? Wie schafft ihr es, den Alltag nicht zur stillen Suhct werden zu lassen? Ich habe versucht, kleine Pausen einzubauen – ein kurzer Spaziergang, ein kurzer Talk mit nem Kollegen, aber meistens ist das alles zu schnell vorbei. Vielleicht hilft mir ja das hier ein bisschen, ein paar Tipps zu sammeln. Bin gespannt, wie ihr das handhabt und ob ihr ähnliche Erfahrungen habt. 🙏
