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Mein Gott, dieser Montag...
Ich sitz hier gerade im Wohnzimmer, hab mir extra mal früh frei genommen von der Uni, weil dieser Nebel draußen irgendwie auf meine Laune drückt. Ihr kennt das vielleicht, dieses graue, drückende Gefühl, das einen so langsam umhüllt. Ich hab ja sonst eigentlich ganz gut die Kurve gekriegt, so die letzten paar Monate, auch wenn's manchmal echt knapp war. Aber heute fühlt es sich an, als ob die alten Dämonen an die Tür klopfen würden, nur leiser als sonst, fast schleichend.
Ich hab mir letztens wieder alte Fotos angeschaut, von vor meiner Zeit hier im Forum, von vor dem Entzug. Und ich dachte mir so: Krass, wie man sich da so reinmanövrieren kann. Damals dachte ich echt, das ist alles irgendwie normal, so für mich. Diese gedanklichen Spiralen, die Panik, die dann kam, wenn ich nicht mehr dran gedacht hab, was ich eigentlich wollte. Und diese Angst vor der Angst, wisst ihr? Dieses ständige "Was, wenn jetzt wieder eine Panikattacke kommt? Was, wenn ich die Kontrolle verliere?" Das war echt übel.
Ich hab ja schon mal erzählt, wie wichtig mir das Beten geworden ist, seit ich clean bin. Nicht so als Zwang, mehr so als Anker. Aber heute fühlt es sich anders an. Ich sitz hier und kann mich irgendwie nicht richtig konzentrieren, auch nicht aufs Gebet. Es ist nicht so, dass ich weg will, versteht mich nicht falsch. Aber irgendwie ist da so eine Leere. Hat das jemand von euch auch schon mal gehabt? So ein Gefühl von... "Okay, ich bin clean, aber was jetzt?" Diese innere Unruhe, die sich nicht mal durch Ablenkung vertreiben lässt? Ich hab echt keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll, ehrlich gesagt. Naja, vielleicht kommt ja noch jemand hierzu.
