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"Wie viel Selbstfürsorge braucht man, um nicht zu fallen?"
Ich sitze hier in meiner kleinen Wohnung, umgeben von Bildern meiner verlorenen Freunde, und frage mich, ob ich selbst noch zu dieser Zahl kommen könnte. Mein Ex-Kumpel Rainer, der mit 25' gestorben ist – seine Geschichte hat mich immer wieder gefragt, ob ich selbst über die Zähle kommen könnte. Ich bin jetzt seit vier Monaten clean, und es ist schön, aber es ist auch echt mühsam. Manchmal frage ich mich, ob ich genug an mich selbst denke, um nicht wieder rückzufallen.
Ich denke an den Tag, als ich von der Polizei abgefangen wurde. Sie hatten ein großes Polizeiauto vor meiner Tür, und ich war so besoffen, dass ich nicht mal mehr sagen konnte, wo ich wohnte. Das war vielleicht ein Jahr vordem, als ich zum letzten Mal Polamidon genommen haben bin. Der Arzt hat mich dann auf eine Substitution versetzt, und seitdem ist alles relativ ruhig gewesen. Aber es ist nicht nur die Medikamente, die mich halten, es ist auch der Kampf, den ich jeden Tag mit mir selbst führe.
Wie viel Selbstfürsorge braucht man, um nicht zu fallen? Ich denke, ich habe mich seit ein paar Monaten auf die Suche nach Antworten gemacht. Manchmal frage ich mich, ob ich genug auf mich selbst achte, ob ich mich selbst verstehe, oder ob ich einfach nur überlebe. Ich bin froh, dass ich hier in der Community bin, aber es ist nicht nur die Unterstützung, die ich brauche, es ist auch die Frage: Wie viel Selbstliebe muss ich haben, um nicht wieder rückzufallen?
Ich hoffe, dass andere hier in den Kommentaren ihre Erfahrungen teilen, ich bin gespannt auf eure Antworten. 😊
