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Hallo zusammen, ich hab grad wieder so nen komischen Gedankensalat heute Morgen. Bin jetzt seit fast 11 Monaten clean von den harten Sachen, aber gerade bei diesen ADHS-Medis, also Ritalin und Elvanse, da fang ich an, mich echt zu fragen. Ich hab ja von meiner Psychiaterin Ritalin bekommen, um mich im Studium besser konzentrieren zu können. Und ich nehme es ja auch nur so, wie sie es mir verschrieben hat, kleine schritte halt. Aber manchmal, wenn ich grad so richtig im Lern-Flow bin und alles wie von selbst läuft, dann frag ich mich schon, ob das wirklich ich bin, die das gerade schafft, oder ob das nur das Medikament ist, das da gerade die Show abzieht. Kennt ihr das auch? Dieses Gefühl, dass man sich nicht sicher ist, wo die eigene Leistung aufhört und die Wirkung der Pille anfängt? Ich hab das Gefühl, das ist fast wie früher, wenn ich was geraucht hab, dann war ich auch kurzzeitig so euphorisch und alles schien möglich. Nur dass es jetzt halt legal ist und mir helfen soll. Aber diese Ungewissheit, die macht mich irgendwie unruhig. Ist das normal, wenn man quasi erst am Anfang des Weges ist, sich mit solchen Sachen auseinanderzusetzen? Ich meine, ich hab ja auch einiges in meiner Vergangenheit mitgemacht, und da war Ritalin definitiv nicht im Spiel. Aber jetzt, wo ich versuche, mir ein "normales" Leben aufzubauen, fühlt sich das manchmal echt an wie ein Balanceakt. Ich hab letztens auch mal wieder mit meinem alten Kumpel gesprochen, der immer noch tief drin steckt. Er meinte, ich sei jetzt nur ein anderer Süchtiger, der halt nur andere Drogen nimmt. Das hat echt gesessen, auch wenn ich weiß, dass er das vielleicht nicht so meint. Aber diese Frage, ob ich nicht doch wieder auf so einer Art "Ersatzdroge" bin, die mein Gehirn irgendwie beeinflusst, die geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Ich liebe es, jetzt wieder mehr im Studium klarzukommen und nicht ständig auf Entzug zu sein, aber dieser Zweifel nagt. Was denkt ihr dazu?
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