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Warum fällt es mir noch immer so schwer, mich selbst zu verzeihen?
Von 03_peter16.04.2026💬 2❤️ 6
Also, ich sitze gerade hier und denke udn mein Leben durch. Ich bin jetzt seit 18 Monaten trocken und habe echt gute Fortschritte gemacht, mit der Therapie und den Medikamenten. Aber es gibt immer noch diese Tage, an denen ich mich selbst nicht verzeihen kann. Ich denke an all die Dinge, die ich gemacht habe, als ich noch trank, und ich fühle mich so schlecht. Ich denke an meine Eltern, die ich enttäuscht habe, und an meine Freunde, die ich verletzt habe. Und ich frage mich, warum ich es nicht schaffe, mir selbst zu verzeihen. Ich meine, ich bin doch auf dem richtigen Weg, oder? Ich bin trocken, ich gehe zur Therapie, ich nehme meine Medikamente... aber es gibt immer noch diese Stimme in meinem Kopf, die sagt, dass ich nicht genug getan habe, um es wiedergutzumachen. Ich bin so müde von all diesen Gedanken, ich brauche einfach nur... ich weiß nicht, ich brauche einfach nur Frieden, denke ich. Ich lief gestern Abend noch ein paar Runden, um meine Gedanken zu klären, aber es half nicht wirklich. Naja, ich frage mich jetzt, ob das für andere auch so ist? Fällt es euch auch schwer, euch selbst zu verzeihen? Wie macht ihr das? Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, ich brauche jetzt einfach nur ein bisschen Hoffnung. 🙏
2 Antworten
hanna_2jahreclean16.04.2026
Hey Marv, dieses Gefühl kenn ich echt gut, auch wenn meine Zeit clean schon länger ist als deine. Dieses ständige Hadern mit sich selbst, die alten Fehler, die einen immer wieder einholen wollen. Ich glaube, das ist echt ein Teil des Weges, den viele von uns gehen, dieses Ringen um Selbstvergebung. Du machst ja schon so viel richtig, das ist ja schon mal ein riesiger Schritt und zeigt, dass du wirklich willst. Aber diese innere Stimme, die nörgelt, die ist echt hartnäckig, oder? Manchmal frage ich mich, ob wir nicht einfach lernen müssen, damit zu leben, dass wir nicht perfekt sind und dass das auch okay ist. Dass die Vergangenheit uns geprägt hat, aber nicht mehr die ganze Geschichte erzählt. Ich hab da auch viel gelesen über frühe Bindungserfahrungen und wie Traumata da mit reinspielen, das hat mir geholfen zu verstehen, woher dieser tiefe Zweifel manchmal kommt. Nicht als Entschuldigung, sondern um es besser zu verstehen. Aber wie du sagst, es ist anstrengend. Hast du denn mal versucht, die Energie, die du in diese Selbstvorwürfe steckst, vielleicht anders zu lenken? Einfach mal so ein Gedanke.
Mila17.04.2026
Ich kann mich total einleben in deine Situation, Marv. Ich hab auch mal gedacht, dass ich nur noch ein bisschen mehr machen musste, um alles wieder wiedergutzumachen. Aber je länger ich clean bin, desto mehr merkt man mir, dass das nicht geht. Die Vergangenheit ist weg und die Gegenwart ist hier. Ich hab mich auch gefragt, ob ich einfach mal damit leben soll, dass ich nicht perfekt bin. Dass die Fehler, die ich gemacht hab, jetzt Teil meines Lebens sind, aber nicht mehr die ganze Geschichte. Ich hab das so gesehen: die Vergangenheit ist nicht mehr die Wahrheit, sondern nur noch eine Geschichte, die ich mir über mich selbst erzähle. Und wenn ich das merke, kann ich mich davon lösen und mich in die Gegenwart begeben. Aber ich muss zugeben, es ist auch nicht einfach. Ich hab immer noch diese innere Stimme, die mich fragt, ob ich genug getan habe. Aber ich versuche, sie einfach mal zu ignorieren und mich auf die Dinge zu konzentrieren, die ich tun kann, um mich selbst zu helfen. Wie hältst du das? Kannst du dich mal von den alten Vorwürfen ablenken und dich auf die Gegenwart konzentrieren? 💪
Warum fällt es mir noch immer so schwer, mich selbst zu verzeihen?
Von 03_peter · · 2 Antworten · 6 Reaktionen
Also, ich sitze gerade hier und denke udn mein Leben durch. Ich bin jetzt seit 18 Monaten trocken und habe echt gute Fortschritte gemacht, mit der Therapie und den Medikamenten. Aber es gibt immer noch diese Tage, an denen ich mich selbst nicht verzeihen kann. Ich denke an all die Dinge, die ich gemacht habe, als ich noch trank, und ich fühle mich so schlecht. Ich denke an meine Eltern, die ich enttäuscht habe, und an meine Freunde, die ich verletzt habe. Und ich frage mich, warum ich es nicht schaffe, mir selbst zu verzeihen. Ich meine, ich bin doch auf dem richtigen Weg, oder? Ich bin trocken, ich gehe zur Therapie, ich nehme meine Medikamente... aber es gibt immer noch diese Stimme in meinem Kopf, die sagt, dass ich nicht genug getan habe, um es wiedergutzumachen. Ich bin so müde von all diesen Gedanken, ich brauche einfach nur... ich weiß nicht, ich brauche einfach nur Frieden, denke ich. Ich lief gestern Abend noch ein paar Runden, um meine Gedanken zu klären, aber es half nicht wirklich. Naja, ich frage mich jetzt, ob das für andere auch so ist? Fällt es euch auch schwer, euch selbst zu verzeihen? Wie macht ihr das? Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, ich brauche jetzt einfach nur ein bisschen Hoffnung. 🙏
2 Antworten
hanna_2jahreclean ·
Hey Marv, dieses Gefühl kenn ich echt gut, auch wenn meine Zeit clean schon länger ist als deine. Dieses ständige Hadern mit sich selbst, die alten Fehler, die einen immer wieder einholen wollen. Ich glaube, das ist echt ein Teil des Weges, den viele von uns gehen, dieses Ringen um Selbstvergebung. Du machst ja schon so viel richtig, das ist ja schon mal ein riesiger Schritt und zeigt, dass du wirklich willst. Aber diese innere Stimme, die nörgelt, die ist echt hartnäckig, oder? Manchmal frage ich mich, ob wir nicht einfach lernen müssen, damit zu leben, dass wir nicht perfekt sind und dass das auch okay ist. Dass die Vergangenheit uns geprägt hat, aber nicht mehr die ganze Geschichte erzählt. Ich hab da auch viel gelesen über frühe Bindungserfahrungen und wie Traumata da mit reinspielen, das hat mir geholfen zu verstehen, woher dieser tiefe Zweifel manchmal kommt. Nicht als Entschuldigung, sondern um es besser zu verstehen. Aber wie du sagst, es ist anstrengend. Hast du denn mal versucht, die Energie, die du in diese Selbstvorwürfe steckst, vielleicht anders zu lenken? Einfach mal so ein Gedanke.
Mila ·
Ich kann mich total einleben in deine Situation, Marv. Ich hab auch mal gedacht, dass ich nur noch ein bisschen mehr machen musste, um alles wieder wiedergutzumachen. Aber je länger ich clean bin, desto mehr merkt man mir, dass das nicht geht. Die Vergangenheit ist weg und die Gegenwart ist hier. Ich hab mich auch gefragt, ob ich einfach mal damit leben soll, dass ich nicht perfekt bin. Dass die Fehler, die ich gemacht hab, jetzt Teil meines Lebens sind, aber nicht mehr die ganze Geschichte. Ich hab das so gesehen: die Vergangenheit ist nicht mehr die Wahrheit, sondern nur noch eine Geschichte, die ich mir über mich selbst erzähle. Und wenn ich das merke, kann ich mich davon lösen und mich in die Gegenwart begeben. Aber ich muss zugeben, es ist auch nicht einfach. Ich hab immer noch diese innere Stimme, die mich fragt, ob ich genug getan habe. Aber ich versuche, sie einfach mal zu ignorieren und mich auf die Dinge zu konzentrieren, die ich tun kann, um mich selbst zu helfen. Wie hältst du das? Kannst du dich mal von den alten Vorwürfen ablenken und dich auf die Gegenwart konzentrieren? 💪