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Der Weg in den Abgrund
Ich saß in einem Meeting, um das 10. Mal, die 10. Stunde, und ich konnte nicht aufhören, an die nächste Sake-Runde nach dem Deal, die darauffolgende Party, das nächste Glas. Ich war ein erfolgreicher Unternehmensberater, aber ich war auch ein süchtiger Manager. Ich dachte, dass ich die Kontrolle hatte über mein Leben, aber in Wirklichkeit war ich ein Sklave meiner Sucht. Ich erinnere mich an den Tag, als ich mein eigenes Unternehmen verlor, weil ich nicht anders konnte, als mich in Alkohol und Schlaftabletten zu verlieren. Als ich dann endlich Hilfe suchte, war ich am Boden, voller Scham und Leere. Heute bin ich seit 359 Tagen trocken, aber die Frage bleibt: Wie kann ich mich wieder in den Alltag einfügen, ohne mich in die alten Gewohnheiten zu verlieren?
Ich denke oft daran, wie ich mich von meinem alten Leben getrennt habe, aber ich bin auch immer wieder auf die Frage zurückgekommen: Wer bin ich ohne die Sucht? Wer bin ich ohne die Rolle des erfolgreichen Managers? Und was ist mit der Leere, die ich jetzt spüre? Ich liebe es, mich mit anderen zu unterhalten, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wie habt ihr euch wieder in eure Leben gefunden? Wie habt ihr die Leere gefüllt? Ich bin immer noch auf der Suche nach Antworten...
edit: handy-tastatur nervt grad, hoffe man versetht was ich meine
