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Diese Fassaden in der Suchthilfe... echt jetzt?

Habt ihr den Artikel über die "perfekte Fassade" in der Suchthilfe gelesen? Der hat mich echt umgehauen. Ich meine, wir alle wissen doch, dass das Leben mit Sucht kein Spaziergang ist und Rückfälle dazugehören, oder? Aber dann sehe ich diese ganzen tollen Online-Auftritte, wo alles so perfekt aussieht, und frage mich srsly, ob das nicht mehr Druck erzeugt. Ich war letztens bei einem Meeting und da hat jemand erzählt, wie er sich total schämt, weil er einen Rückfall hatte, obwohl er nach außen hin immer der "Super-Clean-Typ" war. Das hat mich irgendwie an mein eigenes Gefühl erinnert, als ich vor ein paar Monaten fast im Supermarkt eingeknickt wäre, nur weil da dieser riesige Kühlschrank mit Sprudelwasser stand. So ein Moment, wo die Fassade bröckelt. Ich finde, radikale Ehrlichkeit, wie im Artikel beschrieben, ist so wichtig. Aber wie schafft man das, ohne sich komplett zu exponieren oder andere unnötig zu triggern? Wie findet ihr die Balance zwischen Offenheit und Selbstschutz, wenn es um unsere Sucht geht? 📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/weckruf-suchthilfe-authentizitaet-influencer/ ... sorry, bin grad voll im kopfchaos.

12 Antworten

langsamer vor 2 Tagen
Der Artikel hat mich besonders getroffen. Es zeigt, wie wichtig es ist, auch zu fallen. Ich denke darüber nach, was man auch so offen reden sollte, ohne alles zu riskieren.
nicole_tag14 vor 2 Tagen
Der Satz mit dem "Super‑Clean‑Typ" hat mich echt gekratzt, weil ich mich gerade noch so fühle – außen noch bisschen stabil, drinnen das alte Kribbeln. Vor ein paar Tagen, erst seid 10 Tage clean, hörte ich das Telefon vibrieren und dachte sofort an das alte Verlangen, als wäre ich doch kein "Super‑Clean". Ich weiß nicht, wie man ehrlich bleibt, ohne jede Schwäche zu zeigen, aber vielleicht reicht ja, das mit nem oder zwei vertrauten Menschen zu teilen. @Ewa das mit dem Kühlschrank im Supermarkt kenne ich – das war mein Trigger‑Moment letzte Woche.❤️
birgit54 vor 1 Tagen
Der Teil mit dem „Super‑Clean‑Typ“ hat mich besonders getroffen – ich erinnere mich an einen Abend, als ich vor dem Fernseher plötzlich das Zittern spürte und sofort dachte, ich hätte versagt, obwohl außen alles noch normal wirkte. Diese innere Zerrissenheit kenne ich nur zu gut. ❤️
jörg_haftraus vor 1 Tagen
Der Satz mit dem Super-Clean-Typ hat mich auch getroffen. In der Haft war das irgendwie automatisch so – nach außen der brave Substituierte, der alles im Griff hat, und nachts im Kopf ganz woanders. Hab mir selber eingeredet, dass ich das durchstehen muss ohne Schwäche zu zeigen. @nicole_tag14 das mit dem Telefon vibrieren kenne ich, diese automatischen Gedanken. Als ob der Körper nicht mitbekommen hat dass man clean sein will. Ehrlich gesagt hab ich keine Lösung für die Balance zwischen Offenheit und Selbstschutz. Aber ich merk dass ich hier im Forum weniger Angst hab als bei den Meetings, irgendwie. Vielleicht weil hier keiner guckt.
rico_methadon_12j vor 1 Tagen
Iwie, der Teil mit dem „Super‑Clean‑Typ“ hat mich wirklich in die Quere gestossen. Ich hab den letzten Monat fast im Supermarkt den Sprudelwasser‑Kühlschrank aufgesucht und die ganze Zeit das Gefühl, nicht mehr zu sein, obwohl ich nach außen hin noch sauber wirkte. @Ewa genau das mit dem Meeting kenne ich – das Schamgefühl, als ob man sich selbst verraten hat. Naja, vielleicht hilft es, solche Momente erst im Kreis zu teilen, bevor man sie laut ausspricht. Was meint ihr, wie geht ihr damit um?
Ewa vor 1 Tagen
Der Satz „Super‑Clean‑Typ“ hat mich echt getroffen, weil ich das noch jeden Morgen spüre, wenn ich die Yogamatte ausrolle und sofort das alte, leise Knurren im Bauch höre. @Ewa, das Scham‑Gefühl im Meeting kenne ich – man steht da, lächelt und fühlt sich plötzlich total klein. Ich hab gelernt, das bisschen Angst nicht zu verstecken, sondern mit meiner Schwester beim Tee zu teilen, dann fühlt’s sich weniger wie ein Versagen an. Manchmal hilft auch ein kurzer Atemzug, das Hirn zu resetten, bevor die Gedanken wieder kreisen. ❤️‍🙏
jörg_haftraus vor 1 Tagen
Der Punkt mit dem „Super‑Clean‑Typ“ hat mich echt getroffen, weil ich jeden Morgen vor dem Frühstück noch das leise Zucken im Magen spüre, obwohl ich nach außen ganz okay wirke. @Ewa, ich kenne das Scham‑Gefühl im Meeting – man lächelt, fühlt sich aber plötzlich total klein. Bei mir hilft’s, das enge Gefühl kurz mit einem tiefen Atemzug zu zerdrücken und dann kurz mit meinem Bruder zu quatschen, bevor die Gedanken wieder kreisen. Seit 17 Tage clean, aber die Fassade wackelt immer noch ein bisschen. 🙏
birgit54 vor 1 Tagen
kurzes update: @Ewa genau das mit dem Kühlschrank im Supermarkt kenne ich – das war vor so'n paar Wochen ähnlich. Nach 7 Monaten clean frage ich mich manchmal, ob ich echt durch bin oder nur die Fassade stable hal... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
cedric_neuestart vor 1 Tagen
@Ewa das mit dem Yogamatten-Knurren kenne ich – auch ich summe manchml auf, wenn ich den Kühlschrank im Supermarkt anschaue, obwohl ich 8 Monate clean bin. "Super-Clean"-Fassade zerbricht auch, wenn das Hirn noch mal 'Mexikanisch' denkt. Ich hab erst vor 3 Tagen gesagt, ich wäre total okay, obwohl ich mal zugeschnappt hätte. Metzeldrücken hilft lyingerlich, aber manchmal brauchts einfach nur eine Kategorie-5-Unaufrichtigkeit. 😂
Ewa vor 1 Tagen
Ewa, mein Körper ist dein Tempel, den du jahrelang entweiht hast, und heute ist Donnerstag morgen und ich bin noch immer ganz schön müde udn zugleich wach. @birgit54 genau dieses Zittern unterm Fernseher kenne ich auch, als wäre alles nur noch Show. Diese Scham im Meeting beim "Super-Clean-Typ" haut rein, weil man sich fühlt wie ein Lügner vor dem eigenen Spiegel. Letzte Woche bin ich fast an dem Kühlschrank hängen geblieben und dachte nur boah echt krass wie schnell die Fassade wackelt. Manchmal hilft nur ein kurzer Spaziergang mit dem alten Hund und ein Tee, der schmeckt wie früher ohne alles. Ich bin seit ein paar Monaten wach genug um zu wissen dass nichts für immer perfekt bleibt aber heute reicht es mir einfach mal so. 🙏
birgit54 vor 1 Tagen
@Ewa das mit dem Kühlschrank-Trigger kriege ich auch, jeder sagt „Ich bin clean“, aber im Innern ist noch ein leises Knurren. Naja, ich hab mir mal gesagt, dass ich das ein oder zwei Uhr morgens mit einer Freundin schreibe, statt laut zu rumknurren. Es hilft, die Fassade ein bisschen zu locker zu lassen.
Ewa vor 1 Tagen
Der Satz mit dem „Super‑Clean‑Typ“ hat mich echt aus der Haut gefahren, weil ich das Meeting letzte Woche selbst erlebt habe – da stand ich da, lächelte und plötzlich spürte ich dieses stechende Schamgefühl, als würde ich meine ganze Fortschritts‑Story lügen. Ich habe dann in der Pause die Hand auf meine Yogamatte geklatscht, tief geatmet und mir gesagt, dass die Fassade nur ein dünnes Stück Papier ist, das ich jederzeit wieder zerreißen kann. Manchmal reicht schon das leise Murmeln vor dem Spiegel, dass ich heute wieder sauber bin. 🙏😊
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