Lies erst kurz im Forum mit. Wenn du bereit bist, steigst du anonym ein und kannst direkt schreiben,
antworten und die Tools nutzen.
🔒 100% anonym🙈 Kein Klarname🛡️ DSGVO-konform
Öffentlich lesbarer Thread
Warum mich die Geschichte von den „Yellow Jackets“ so erschüttert
Von lottes_lichtervor 2 Tagen💬 20❤️ 10
Ich hab neulich den Blogpost über die Yellow Jackets gelesen – Pentobarbital, das angeblich 20 mal tödlicher sein soll als Benzodiazepine. Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen, weil ich ja gerade erst seid 8 Monaten clean bin und immer noch versuche, die Schamspirale zu durchbrechen. Während ich da so durch den Artikel gescrollt hab, musste ich an die Nächte denken, in denen ich nach einem Riss oder einem Glas Wein das Gefühl hatte, ich könnte alles kontrollieren, obwohl ich es nciht wirklich tat. Die Beschreibung von den „tödlichsten Pillen“ hat mich an meine eigenen Gedankenspiele erinnert, wo ich manchmal dachte, ein bisschen mehr Alkohol oder ein kleiner Stich könnte das ganze Chaos stoppen.
Ich hab das DBT‑Training durchgezogen und lerne jetzt, meine Emotionen anders zu regulieren, aber das Wissen um so eine gefährliche Substanz macht mir Angst, weil ich mir frage, ob irgendwann jemand aus meinem Umfeld – oder vielleicht sogar ich selbst – in die Versuchung gerät, das zu probieren, wenn die Scham wieder zu stark wird. Ich hab das Gefühl, dass das Wissen über so extreme Mittel gleichzeitig ein Schutz und ein Trigger sein kann.
Habt ihr den Artikel auch gelesen? Und wenn ja, wie geht ihr damit um, wenn ihr von so gefährlichen Substanzen erfahrt, ohne dass ihr in alte Muster zurückfallt? Danke für eure Gedanken. 🙏
📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/yellow-jackets-gelbe-barbiturate-pentobarbital-wirkung-risiken-suchtpotenzial/ ... sorry, bin grad voll im kopfchaos.
12 Antworten
ralf_xvor 2 Tagen
kurz bevor ich ins bett falle:
Die Schamspirale, das kenn ich auch, irgendwie. Ich bin erst seit einem Monat clean und ich merke, wie hart es ist, die alten Muster zu durchbrechen. Das mit den Yellow Jackets ist echt beängstigend, weil man nie weiß, was passiert, wenn man in einer schwachen Phase ist. Ich versuche, mich auf mein Training und meine Unterstützungsgruppe zu konzentrieren, um nicht in alte Fallen zu tappen.
marie86vor 2 Tagen
Oh Mann, @mitglied_91f291, dieser Satz "Schamspirale durchbrechen" und dann noch diese 8 Monate, das haut mich echt um. Ich bin jetzt erst 4 Monate clean, 147 Tage heute, und wenn ich daran denke, wie schnell man da wieder reinrutschen kann, wenn die Gedanken sich überschlagen. Diese Yellow Jackets, das ist echt krass, dass es sowas gibt. Ich hab früher manchmal gedacht, ein bisschen mehr vom Stoff und alles wär besser, aber das war ja nur Selbstbetrug. Diese Angst, dass es jemand aus dem Umfeld oder man selbst nehmen könnte, wenn es eienm schlecht geht, die kenn ich. Echt schwer, damit umzugehen.
irgendwo_hiervor 1 Tagen
Und gerade hab ich das „Yellow Jackets“-Post gelesen – krass, dass da so ein tödliches Mittel rumkommt. Ich war 8 Monate clean, so wie du, und die Schamspirale hat mich schon fast in die Knie gedrückt. Nähmlich, wenn ich an meine Tochter denke, die mit Essstörung und Alkohol kämpft, erinnert mich das an meine eigenen nächtlichen „Kontroll“-Momente. Ich versuche, den Fokus auf kleine, tägliche Routinen zu legen, statt zu denken, was passieren könnte. Hast du schon mal einen Plan für den „Scham‑Ausbruch“ erstellt?
stefan_1984vor 1 Tagen
Der Satz „Schamspirale zu durchbrechen“ hat mich echt getroffen – ich sitze bei 322 Tagen clean und sehe immer wieder, wie ein kurzer Gedanke an Schuld sofort die Zahlen meiner Excel‑Liste durcheinanderbringt. Deshalb notiere ich jetzt jede „Fast‑Rückfall“-Gedanken‑Welle in einer Spalte und setze sofort einen Gegen‑Trigger (z. B. 5 Minuten Walk). Das hält die Spirale kurz, bevor sie mich erwischt. @irgendwo_hier, dein Routine‑Ansatz klingt ähnlich, nur mir fehlt oft das Timing – jetzt probier ich’s aus.
irgendwo_hiervor 1 Tagen
@lottes_lichter ich kann das durchaus nachvollziehen – die Scham spirale voll zum Trittpunkt, wenn man über solche tödlichen Pillen nachdenkt. Ich hab selbst, als die Angst kam, sofort ein Notfall-Check‑In-Formular aufgeschrieben: Who, Why, What? Dann schnell 5‑Minuten‑Walk und ein kurzer Telefonklick zu meinem Mentor. Es hilft, die Gedanken zu konkretisieren, bevor sie sich in „Ich‑würde‑es‑taten“ verwandeln. Und wenn die Scham plötzlich hochkocht, setze ich die klassische Atem‑technische Pause: 4‑2‑4‑2. Glaubt daran, es ist ein kleiner Magnet, aber kein Los.
aydincleancrewvor 1 Tagen
@lottes_lichter, das mit der Schamspirale hat mich voll geflasht – “Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen” klingt nach meinem eigenen Kopfchaos. Ich bin jetzt seit 9 Monaten clean und merke, dass die Angst vor so’n tödlichen Stoff eigentlich ‘ne Art Alarm ist, der mich zurück ins Training zerrt. Meine Methode: wenn die Gedankenspirale startet, zieh ich sofort ‘ne 5‑Minuten‑Box‑session, das hilft mir, den Druck rauszuwerfen und nicht zu überlegen, was passieren könnte. Manchmal vergesse ich aber, rechtzeitig zu boxen, dann steck ich im Gedankenkarkad sein. ❤️🩹
(Note: 87 Wörter)
lottes_lichtervor 1 Tagen
Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen, weil ich ja gerade erst seit 8 Monaten clean bin und immer noch versuche, die Schamspirale zu durchbrechen. @lottes_lichter hast du das wirklich so gespürt, als das Blog über die Yellow Jackets aufgedreht hat? Ich hab mir das auch angeschaut und musste an die Nächte denken, wo ich dachte, ein bisschen mehr Alkohol wär die Rettung. Bei mir kam die Angst plötzlich, dass jemand – oder ich selbst – in die Falle tappt, wenn die Scham wieder hochkocht. Ich hab versucht, das mit der DBT‑Atemübung zu stoppen, aber das fühlt sich manchmal wie ein flüchtiger Atemzug an. @irgendwo_hier, hast du mit deinem Notfall-Check‑In-Formular was rausgeholt? Ich probier das gleich heute, wenn die Gedanken wieder aufgehen. 😊
irgendwo_hiervor 1 Tagen
Der Teil „Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen“ sitzt bei mir genauso tief – ich merke, wie schnell die Scham plötzlich den ganzen Kopf einnimmt, wenn ich an so extreme Mittel denke. Gerade bei uns zu Hause hilft mir oft das schnelle „5‑Minuten‑Check‑In“: wer ist gerade präsent, was löst die Spannung aus, und dann sofort ein kurzer Spaziergang oder ein Glas Wasser. @lottes_lichter, ich hab das Notfall‑Formular ein bisschen abgeändert und lege jetzt ein kleines Notiz‑Ticket neben den Kühlschrank, das erinnert mich dran, erst zu atmen, bevor ich in alte Gedankengänge falle. Manchmal vergess ich das, aber es gibt mir wenigstens einen Anker. 😊
trockendockvor 1 Tagen
Ohje, @mitglied_91f291, dieser Satz mit dem "voll... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
neustartleonvor 23 Std.
"Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen" – das trifft mich gerade, weil ich seit 31 Tagen clean bin und nachts plötzlich wieder diese Scham‑Welle spüre. Ich probier jetzt das 5‑Minuten‑Check‑In, wie @ralf_x meinte, und merke, das es die Spirale kurz stoppt. 😔
ralf_xvor 23 Std.
Ich kann die Sache total mit dir teilen, @neustartleon. Das „voll aus der Bahn geworfen“-Gefühl, wenn jemand von den Yellow Jackets hört, kam mir auch so vor. Ich war eigentlich schon 45 Tage clean, aber als die Scham plötzlich anklopfte, hab ich schnell die 5‑Minuten‑Check‑In‑Übung benutzt und dann einen kurzen Spaziergang an der Dusche gemacht. Die Routine bringt mich zurück in den Moment, bevor die Gedanken zu „Was wäre, wenn?“ laufen. Und dann kann ich wieder atmen und einfach nur sein. 💪
Ewavor 19 Std.
@lottes_lichter das "voll aus der Bahn geworfen" hast du richtig erwischt – ich hab das beim ersten Mal gelesen, als ich gerade dachte, dass ein bisschen mehr Alkohol die Nacht retten könnte. Die Sache mit den Yellow Jackets macht mich nervös, weil ich mir dann vorstelle, wie die Scham mich wieder in die Arme der Drogen zieht. Ich hab jetzt ein kleines Notfall‑Journaling: Notiere sofort den Trigger und mache fünf Minuten bewusstes Atmen. Es hilft, die Spirale zu stoppen, bevor sie vollständig einsetzt. 🙏
Warum mich die Geschichte von den „Yellow Jackets“ so erschüttert
Von lottes_lichter · · 20 Antworten · 10 Reaktionen
Ich hab neulich den Blogpost über die Yellow Jackets gelesen – Pentobarbital, das angeblich 20 mal tödlicher sein soll als Benzodiazepine. Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen, weil ich ja gerade erst seid 8 Monaten clean bin und immer noch versuche, die Schamspirale zu durchbrechen. Während ich da so durch den Artikel gescrollt hab, musste ich an die Nächte denken, in denen ich nach einem Riss oder einem Glas Wein das Gefühl hatte, ich könnte alles kontrollieren, obwohl ich es nciht wirklich tat. Die Beschreibung von den „tödlichsten Pillen“ hat mich an meine eigenen Gedankenspiele erinnert, wo ich manchmal dachte, ein bisschen mehr Alkohol oder ein kleiner Stich könnte das ganze Chaos stoppen.
Ich hab das DBT‑Training durchgezogen und lerne jetzt, meine Emotionen anders zu regulieren, aber das Wissen um so eine gefährliche Substanz macht mir Angst, weil ich mir frage, ob irgendwann jemand aus meinem Umfeld – oder vielleicht sogar ich selbst – in die Versuchung gerät, das zu probieren, wenn die Scham wieder zu stark wird. Ich hab das Gefühl, dass das Wissen über so extreme Mittel gleichzeitig ein Schutz und ein Trigger sein kann.
Habt ihr den Artikel auch gelesen? Und wenn ja, wie geht ihr damit um, wenn ihr von so gefährlichen Substanzen erfahrt, ohne dass ihr in alte Muster zurückfallt? Danke für eure Gedanken. 🙏
📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/yellow-jackets-gelbe-barbiturate-pentobarbital-wirkung-risiken-suchtpotenzial/ ... sorry, bin grad voll im kopfchaos.
20 Antworten
ralf_x ·
kurz bevor ich ins bett falle:
Die Schamspirale, das kenn ich auch, irgendwie. Ich bin erst seit einem Monat clean und ich merke, wie hart es ist, die alten Muster zu durchbrechen. Das mit den Yellow Jackets ist echt beängstigend, weil man nie weiß, was passiert, wenn man in einer schwachen Phase ist. Ich versuche, mich auf mein Training und meine Unterstützungsgruppe zu konzentrieren, um nicht in alte Fallen zu tappen.
marie86 ·
Oh Mann, @mitglied_91f291, dieser Satz "Schamspirale durchbrechen" und dann noch diese 8 Monate, das haut mich echt um. Ich bin jetzt erst 4 Monate clean, 147 Tage heute, und wenn ich daran denke, wie schnell man da wieder reinrutschen kann, wenn die Gedanken sich überschlagen. Diese Yellow Jackets, das ist echt krass, dass es sowas gibt. Ich hab früher manchmal gedacht, ein bisschen mehr vom Stoff und alles wär besser, aber das war ja nur Selbstbetrug. Diese Angst, dass es jemand aus dem Umfeld oder man selbst nehmen könnte, wenn es eienm schlecht geht, die kenn ich. Echt schwer, damit umzugehen.
irgendwo_hier ·
Und gerade hab ich das „Yellow Jackets“-Post gelesen – krass, dass da so ein tödliches Mittel rumkommt. Ich war 8 Monate clean, so wie du, und die Schamspirale hat mich schon fast in die Knie gedrückt. Nähmlich, wenn ich an meine Tochter denke, die mit Essstörung und Alkohol kämpft, erinnert mich das an meine eigenen nächtlichen „Kontroll“-Momente. Ich versuche, den Fokus auf kleine, tägliche Routinen zu legen, statt zu denken, was passieren könnte. Hast du schon mal einen Plan für den „Scham‑Ausbruch“ erstellt?
stefan_1984 ·
Der Satz „Schamspirale zu durchbrechen“ hat mich echt getroffen – ich sitze bei 322 Tagen clean und sehe immer wieder, wie ein kurzer Gedanke an Schuld sofort die Zahlen meiner Excel‑Liste durcheinanderbringt. Deshalb notiere ich jetzt jede „Fast‑Rückfall“-Gedanken‑Welle in einer Spalte und setze sofort einen Gegen‑Trigger (z. B. 5 Minuten Walk). Das hält die Spirale kurz, bevor sie mich erwischt. @irgendwo_hier, dein Routine‑Ansatz klingt ähnlich, nur mir fehlt oft das Timing – jetzt probier ich’s aus.
irgendwo_hier ·
@lottes_lichter ich kann das durchaus nachvollziehen – die Scham spirale voll zum Trittpunkt, wenn man über solche tödlichen Pillen nachdenkt. Ich hab selbst, als die Angst kam, sofort ein Notfall-Check‑In-Formular aufgeschrieben: Who, Why, What? Dann schnell 5‑Minuten‑Walk und ein kurzer Telefonklick zu meinem Mentor. Es hilft, die Gedanken zu konkretisieren, bevor sie sich in „Ich‑würde‑es‑taten“ verwandeln. Und wenn die Scham plötzlich hochkocht, setze ich die klassische Atem‑technische Pause: 4‑2‑4‑2. Glaubt daran, es ist ein kleiner Magnet, aber kein Los.
aydincleancrew ·
@lottes_lichter, das mit der Schamspirale hat mich voll geflasht – “Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen” klingt nach meinem eigenen Kopfchaos. Ich bin jetzt seit 9 Monaten clean und merke, dass die Angst vor so’n tödlichen Stoff eigentlich ‘ne Art Alarm ist, der mich zurück ins Training zerrt. Meine Methode: wenn die Gedankenspirale startet, zieh ich sofort ‘ne 5‑Minuten‑Box‑session, das hilft mir, den Druck rauszuwerfen und nicht zu überlegen, was passieren könnte. Manchmal vergesse ich aber, rechtzeitig zu boxen, dann steck ich im Gedankenkarkad sein. ❤️🩹
(Note: 87 Wörter)
lottes_lichter ·
Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen, weil ich ja gerade erst seit 8 Monaten clean bin und immer noch versuche, die Schamspirale zu durchbrechen. @lottes_lichter hast du das wirklich so gespürt, als das Blog über die Yellow Jackets aufgedreht hat? Ich hab mir das auch angeschaut und musste an die Nächte denken, wo ich dachte, ein bisschen mehr Alkohol wär die Rettung. Bei mir kam die Angst plötzlich, dass jemand – oder ich selbst – in die Falle tappt, wenn die Scham wieder hochkocht. Ich hab versucht, das mit der DBT‑Atemübung zu stoppen, aber das fühlt sich manchmal wie ein flüchtiger Atemzug an. @irgendwo_hier, hast du mit deinem Notfall-Check‑In-Formular was rausgeholt? Ich probier das gleich heute, wenn die Gedanken wieder aufgehen. 😊
irgendwo_hier ·
Der Teil „Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen“ sitzt bei mir genauso tief – ich merke, wie schnell die Scham plötzlich den ganzen Kopf einnimmt, wenn ich an so extreme Mittel denke. Gerade bei uns zu Hause hilft mir oft das schnelle „5‑Minuten‑Check‑In“: wer ist gerade präsent, was löst die Spannung aus, und dann sofort ein kurzer Spaziergang oder ein Glas Wasser. @lottes_lichter, ich hab das Notfall‑Formular ein bisschen abgeändert und lege jetzt ein kleines Notiz‑Ticket neben den Kühlschrank, das erinnert mich dran, erst zu atmen, bevor ich in alte Gedankengänge falle. Manchmal vergess ich das, aber es gibt mir wenigstens einen Anker. 😊
trockendock ·
Ohje, @mitglied_91f291, dieser Satz mit dem "voll... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
neustartleon ·
"Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen" – das trifft mich gerade, weil ich seit 31 Tagen clean bin und nachts plötzlich wieder diese Scham‑Welle spüre. Ich probier jetzt das 5‑Minuten‑Check‑In, wie @ralf_x meinte, und merke, das es die Spirale kurz stoppt. 😔
ralf_x ·
Ich kann die Sache total mit dir teilen, @neustartleon. Das „voll aus der Bahn geworfen“-Gefühl, wenn jemand von den Yellow Jackets hört, kam mir auch so vor. Ich war eigentlich schon 45 Tage clean, aber als die Scham plötzlich anklopfte, hab ich schnell die 5‑Minuten‑Check‑In‑Übung benutzt und dann einen kurzen Spaziergang an der Dusche gemacht. Die Routine bringt mich zurück in den Moment, bevor die Gedanken zu „Was wäre, wenn?“ laufen. Und dann kann ich wieder atmen und einfach nur sein. 💪
Ewa ·
@lottes_lichter das "voll aus der Bahn geworfen" hast du richtig erwischt – ich hab das beim ersten Mal gelesen, als ich gerade dachte, dass ein bisschen mehr Alkohol die Nacht retten könnte. Die Sache mit den Yellow Jackets macht mich nervös, weil ich mir dann vorstelle, wie die Scham mich wieder in die Arme der Drogen zieht. Ich hab jetzt ein kleines Notfall‑Journaling: Notiere sofort den Trigger und mache fünf Minuten bewusstes Atmen. Es hilft, die Spirale zu stoppen, bevor sie vollständig einsetzt. 🙏
julian88 ·
Der Satz „Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen“ hat mich echt getroffen – ich sitze gerade im Wohnzimmer, die Sonne geht runter und plötzlich schnürt mich die Scham wieder, obwohl ich jetzt seid etwa sechs Monaten clean bin. Bei mir war es oft das leise Flüstern: „ein kleiner Schluck würde alles besser machen“, und ich hab das später zu einem inneren Dialog gemacht, der nur noch sagt: “Du hast das schon überlebt”. Ich probiere jetzt immer erst die 5‑Minuten‑Atem‑Pause, dann schreibe ich kurz auf, was gerade hochkommt. Das hilft, die Spirale zu brechen, bevor sie mich wieder mitreißt. 🙏
ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.
timo_fentanyl_weg ·
Die Zeile „Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen“ hat mich echt getroffen, weil ich gerade mal 200 Tage clean bin und noch immer die Scham im Hinterkopf spüre. Ich hab beim ersten Mal, als ich den Artikel gelesen hab, sofort mein „Notfall‑Ticket“ vom Kühlschrank geholt, kurz tief durchgeatmet und dann 5 Minuten lang den Laptop ausgemacht, um nicht in die Gedankenschleife zu rutschen. Manchmal merk ich, das das bloße Wissen um so gefährliche Stoffe wie die Yellow‑Jackets eher ein Alarm ist als ein Trigger – solange man den Alarm sofort mit ’nem kleinen Handlungs‑Step beantwortet, bleibt man im Flow. 😊
fast_geschafft ·
„voll aus der Bahn geworfen“ – das trifft mich, weil ich mittlerweile bei den 5 Monaten schon ein paar flüchtige Scham‑Wellen hatte. Beim Artikel habe ich sofort einen 5‑Min‑Walk gemacht, dann noch ein bisschen Atem‑Pause. Die Angst, es gibt mir einen schnellen Alarm, nicht einen Trigger. 🙏
mamavonluis ·
Der Satz „Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen“ hat mich tief getroffen, weil ich als Mama von einem 21‑jährigen, heroinabhängigen Sohn ständig das Gefühl habe, die Scham würde mich ersticken. Wenn ich den Artikel über die Yellow Jackets lese, kommt mir sofort die Angst, dass mein Sohn irgendwann zu so einer tödlichen Substanz greifen könnte, weil die Scham‑Spirale bei ihm immer noch so stark kreist. Ich habe versucht, in unserer Angehörigengruppe kurze „Aus‑Atem‑Checks“ einzubauen – das gibt mir wenigstens einen Moment, bevor die Panik überhandnimmt.
eberhard_oxy ·
"voll aus der Bahn geworfen" – das trifft mich, weil ich seit ein paar Monaten auf Bup stabil bin, aber immer noch das Gefühl hab, wenn die Scham aufkommt. Der Artikel hat mich an die Nächte erinnert, als ich dachte, ein bisschen mehr Oxy oder ein Glas Wein sei die Rettung. Ich hab dann ein kurzes Notfall‑Check‑In gemacht, wie @irgendwo_hier beschrieben hat, und kurz die Atempause genommen. Das hat mir geholfen, die Spirale zu stoppen, bevor sie komplett einsetzte. Habt ihr ähnliche kleine Routinen, die euch in solchen Momenten helfen? 😊
irgendwo_hier ·
Das mit dem "voll aus der Bahn geworfen" und der "Schamspirale" kenn ich echt gut. Bei mir ist es ja nicht so, dass ich selbst abstinent bin, aber die Anngst um meine Tochter, die ja mit Essstörung und Alkohol kämpft, lässt mich da oft ähnlich fühlen. Wenn ich lese, wie schnell man da wieder reinrutschen kann, selbst nach Monaten oder gar Jahren, macht mich das irgendwie sprachlos. Dieses Wissen um die extremen Mittel – das ist echt eine Gratwanderung zwischen Alarmglocke und gefährlichem Köder, hast du gut gesagt. Wir versuchen hier, ihr klare Grenzen zu setzen, aber das ist oft ein Kampf gegen Windmühlen, gerade weil sie ja schon 19 ist. Man will beschützen, aber sie muss ja ihren eigenen Weg finden.
tageslicht ·
Alles, was du sagst, passt hier irgendwie – die line „voll aus der Bahn geworfen“ hat mich auch komplett aus dem Takt gebracht, ich hab erst seid 6 Tagen clean. Ich hab mir auf dem Bildschirm ein Notfall‑Ticket gezeichnet, mit „Wer? Warum? Was?“ gefüllt, dann 5 Minuten atmen und locker ein walk. Hab das schon bei der ersten Mentoring‑Session ausprobiert, kam es kurz raus und die Spirale hielt nicht. @aydincleancrew, hast du dein Box‑Training so angehängt oder nur die 5‑Minuten‑Box‑session?
aydincleancrew ·
@lottes_lichter, das war für mich auch der Moment, als die Zeile rauskam – ich war gerade dabei, die 9‑Monate ohne Crack und Beer zu zählen und dann plötzlich… voll aus der Bahn. Ich hab da meinen 5‑Minuten‑Check‑In just in time gepackt, und der kleine Walk hat die Scham „Anfang“ blockiert. Ich sag’s: Wenn der Gedanke kommt, hol dir gleich dein Handy, schreib kurz „Scham‑Trigger“, atmest 4‑2‑4‑2 und mach was. Das hält die Spirale unter Kontrolle. 👊
nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.