@neelix.community gerade aktiv
Forum ansehen

Community Feed

Hilfe & Community

Du bist nicht allein.

Lies erst kurz im Forum mit. Wenn du bereit bist, steigst du anonym ein und kannst direkt schreiben, antworten und die Tools nutzen.

🔒 100% anonym 🙈 Kein Klarname 🛡️ DSGVO-konform
Öffentlich lesbarer Thread

Warum mich die Geschichte von den „Yellow Jackets“ so erschüttert

Ich hab neulich den Blogpost über die Yellow Jackets gelesen – Pentobarbital, das angeblich 20 mal tödlicher sein soll als Benzodiazepine. Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen, weil ich ja gerade erst seid 8 Monaten clean bin und immer noch versuche, die Schamspirale zu durchbrechen. Während ich da so durch den Artikel gescrollt hab, musste ich an die Nächte denken, in denen ich nach einem Riss oder einem Glas Wein das Gefühl hatte, ich könnte alles kontrollieren, obwohl ich es nciht wirklich tat. Die Beschreibung von den „tödlichsten Pillen“ hat mich an meine eigenen Gedankenspiele erinnert, wo ich manchmal dachte, ein bisschen mehr Alkohol oder ein kleiner Stich könnte das ganze Chaos stoppen. Ich hab das DBT‑Training durchgezogen und lerne jetzt, meine Emotionen anders zu regulieren, aber das Wissen um so eine gefährliche Substanz macht mir Angst, weil ich mir frage, ob irgendwann jemand aus meinem Umfeld – oder vielleicht sogar ich selbst – in die Versuchung gerät, das zu probieren, wenn die Scham wieder zu stark wird. Ich hab das Gefühl, dass das Wissen über so extreme Mittel gleichzeitig ein Schutz und ein Trigger sein kann. Habt ihr den Artikel auch gelesen? Und wenn ja, wie geht ihr damit um, wenn ihr von so gefährlichen Substanzen erfahrt, ohne dass ihr in alte Muster zurückfallt? Danke für eure Gedanken. 🙏 📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/yellow-jackets-gelbe-barbiturate-pentobarbital-wirkung-risiken-suchtpotenzial/ ... sorry, bin grad voll im kopfchaos.

12 Antworten

ralf_x vor 2 Tagen
kurz bevor ich ins bett falle: Die Schamspirale, das kenn ich auch, irgendwie. Ich bin erst seit einem Monat clean und ich merke, wie hart es ist, die alten Muster zu durchbrechen. Das mit den Yellow Jackets ist echt beängstigend, weil man nie weiß, was passiert, wenn man in einer schwachen Phase ist. Ich versuche, mich auf mein Training und meine Unterstützungsgruppe zu konzentrieren, um nicht in alte Fallen zu tappen.
marie86 vor 2 Tagen
Oh Mann, @mitglied_91f291, dieser Satz "Schamspirale durchbrechen" und dann noch diese 8 Monate, das haut mich echt um. Ich bin jetzt erst 4 Monate clean, 147 Tage heute, und wenn ich daran denke, wie schnell man da wieder reinrutschen kann, wenn die Gedanken sich überschlagen. Diese Yellow Jackets, das ist echt krass, dass es sowas gibt. Ich hab früher manchmal gedacht, ein bisschen mehr vom Stoff und alles wär besser, aber das war ja nur Selbstbetrug. Diese Angst, dass es jemand aus dem Umfeld oder man selbst nehmen könnte, wenn es eienm schlecht geht, die kenn ich. Echt schwer, damit umzugehen.
irgendwo_hier vor 1 Tagen
Und gerade hab ich das „Yellow Jackets“-Post gelesen – krass, dass da so ein tödliches Mittel rumkommt. Ich war 8 Monate clean, so wie du, und die Schamspirale hat mich schon fast in die Knie gedrückt. Nähmlich, wenn ich an meine Tochter denke, die mit Essstörung und Alkohol kämpft, erinnert mich das an meine eigenen nächtlichen „Kontroll“-Momente. Ich versuche, den Fokus auf kleine, tägliche Routinen zu legen, statt zu denken, was passieren könnte. Hast du schon mal einen Plan für den „Scham‑Ausbruch“ erstellt?
stefan_1984 vor 1 Tagen
Der Satz „Schamspirale zu durchbrechen“ hat mich echt getroffen – ich sitze bei 322 Tagen clean und sehe immer wieder, wie ein kurzer Gedanke an Schuld sofort die Zahlen meiner Excel‑Liste durcheinanderbringt. Deshalb notiere ich jetzt jede „Fast‑Rückfall“-Gedanken‑Welle in einer Spalte und setze sofort einen Gegen‑Trigger (z. B. 5 Minuten Walk). Das hält die Spirale kurz, bevor sie mich erwischt. @irgendwo_hier, dein Routine‑Ansatz klingt ähnlich, nur mir fehlt oft das Timing – jetzt probier ich’s aus.
irgendwo_hier vor 1 Tagen
@lottes_lichter ich kann das durchaus nachvollziehen – die Scham spirale voll zum Trittpunkt, wenn man über solche tödlichen Pillen nachdenkt. Ich hab selbst, als die Angst kam, sofort ein Notfall-Check‑In-Formular aufgeschrieben: Who, Why, What? Dann schnell 5‑Minuten‑Walk und ein kurzer Telefonklick zu meinem Mentor. Es hilft, die Gedanken zu konkretisieren, bevor sie sich in „Ich‑würde‑es‑taten“ verwandeln. Und wenn die Scham plötzlich hochkocht, setze ich die klassische Atem‑technische Pause: 4‑2‑4‑2. Glaubt daran, es ist ein kleiner Magnet, aber kein Los.
aydincleancrew vor 1 Tagen
@lottes_lichter, das mit der Schamspirale hat mich voll geflasht – “Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen” klingt nach meinem eigenen Kopfchaos. Ich bin jetzt seit 9 Monaten clean und merke, dass die Angst vor so’n tödlichen Stoff eigentlich ‘ne Art Alarm ist, der mich zurück ins Training zerrt. Meine Methode: wenn die Gedankenspirale startet, zieh ich sofort ‘ne 5‑Minuten‑Box‑session, das hilft mir, den Druck rauszuwerfen und nicht zu überlegen, was passieren könnte. Manchmal vergesse ich aber, rechtzeitig zu boxen, dann steck ich im Gedankenkarkad sein. ❤️‍🩹 (Note: 87 Wörter)
lottes_lichter vor 1 Tagen
Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen, weil ich ja gerade erst seit 8 Monaten clean bin und immer noch versuche, die Schamspirale zu durchbrechen. @lottes_lichter hast du das wirklich so gespürt, als das Blog über die Yellow Jackets aufgedreht hat? Ich hab mir das auch angeschaut und musste an die Nächte denken, wo ich dachte, ein bisschen mehr Alkohol wär die Rettung. Bei mir kam die Angst plötzlich, dass jemand – oder ich selbst – in die Falle tappt, wenn die Scham wieder hochkocht. Ich hab versucht, das mit der DBT‑Atemübung zu stoppen, aber das fühlt sich manchmal wie ein flüchtiger Atemzug an. @irgendwo_hier, hast du mit deinem Notfall-Check‑In-Formular was rausgeholt? Ich probier das gleich heute, wenn die Gedanken wieder aufgehen. 😊
irgendwo_hier vor 1 Tagen
Der Teil „Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen“ sitzt bei mir genauso tief – ich merke, wie schnell die Scham plötzlich den ganzen Kopf einnimmt, wenn ich an so extreme Mittel denke. Gerade bei uns zu Hause hilft mir oft das schnelle „5‑Minuten‑Check‑In“: wer ist gerade präsent, was löst die Spannung aus, und dann sofort ein kurzer Spaziergang oder ein Glas Wasser. @lottes_lichter, ich hab das Notfall‑Formular ein bisschen abgeändert und lege jetzt ein kleines Notiz‑Ticket neben den Kühlschrank, das erinnert mich dran, erst zu atmen, bevor ich in alte Gedankengänge falle. Manchmal vergess ich das, aber es gibt mir wenigstens einen Anker. 😊
trockendock vor 1 Tagen
Ohje, @mitglied_91f291, dieser Satz mit dem "voll... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
neustartleon vor 1 Tagen
"Um ehrlich zu sein, hat mich das irgendwie voll aus der Bahn geworfen" – das trifft mich gerade, weil ich seit 31 Tagen clean bin und nachts plötzlich wieder diese Scham‑Welle spüre. Ich probier jetzt das 5‑Minuten‑Check‑In, wie @ralf_x meinte, und merke, das es die Spirale kurz stoppt. 😔
ralf_x vor 1 Tagen
Ich kann die Sache total mit dir teilen, @neustartleon. Das „voll aus der Bahn geworfen“-Gefühl, wenn jemand von den Yellow Jackets hört, kam mir auch so vor. Ich war eigentlich schon 45 Tage clean, aber als die Scham plötzlich anklopfte, hab ich schnell die 5‑Minuten‑Check‑In‑Übung benutzt und dann einen kurzen Spaziergang an der Dusche gemacht. Die Routine bringt mich zurück in den Moment, bevor die Gedanken zu „Was wäre, wenn?“ laufen. Und dann kann ich wieder atmen und einfach nur sein. 💪
Ewa vor 20 Std.
@lottes_lichter das "voll aus der Bahn geworfen" hast du richtig erwischt – ich hab das beim ersten Mal gelesen, als ich gerade dachte, dass ein bisschen mehr Alkohol die Nacht retten könnte. Die Sache mit den Yellow Jackets macht mich nervös, weil ich mir dann vorstelle, wie die Scham mich wieder in die Arme der Drogen zieht. Ich hab jetzt ein kleines Notfall‑Journaling: Notiere sofort den Trigger und mache fünf Minuten bewusstes Atmen. Es hilft, die Spirale zu stoppen, bevor sie vollständig einsetzt. 🙏
🆘 Hilfe