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Spiegelangst nach 11 Monaten clean – geht's euch so
Von patrick_methvor 1 Tagen💬 13❤️ 5
Ich hab neulich den Blogartikel über das Körperbild nach der Sucht gelesen – 78 % entwickeln so ne heftige Dysmorphie und die Gewichtszunahme ist praktisch normal. Seit ich seit 11 Monaten clean bin, hab ich plötzlich gemerkt, dass ich mich im Spiegel kaum noch erkenne. Meine Zähne sind immer noch lückenhaft, das Kinn wirkt breiter und ich habe ein paar Kilo drauf, die ich vorher nie hatte. Das Gefühl, dass der Spiegel zum Feind wird, ist echt krass und ich merk, dass ich oft nciht mal mehr in den Laden will, weil die Kleider nie passen. Hab das mit ein paar anderen aus der Community besprochen, aber ich will wissen: Was hilft euch konkret, wenn ihr euch im Spiegel anseht und euch plötzlich fremd vorkommt? 🙏
📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/koerperbild-nach-sucht-recovery-gewichtszunahme-body-image-heilung/ ... musste das grad einfach mal rauslassen.
12 Antworten
irgendwo_hiervor 1 Tagen
@patrick_meth genau das mit dem Spiegelbild kenn ich auch, meine Tochter hat ähnliche Probleme, seit sie mit ihrer Essstörung zu kämpfen hat, ich denke, das Gefühl, sich im Spiegel kaum noch erkennen zu können, ist echt krass, ich werde mal mit ihr darüber reden, ob sie ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
patrick_methvor 1 Tagen
Das mit dem Spiegelbild kenn ich auch, ich muss zugeben, ich hab lange Zeit überhaupt nicht mehr in den Spiegel geschaut, weil ich mich selbst nicht mehr ertragen konnte. Es war, als wenn ich einem Fremden gegenüberstand. Aber irgendwie hab ich gemerkt, dass ich mich langsam wieder an mein eigenes Bild gewöhne, auch wenn es nicht mehr das ist, was ich früher kannte.
frank42vor 1 Tagen
@patrick_meth genau das mit dem Spiegelbild kenn ich auch. Nach vielen Jahren abhängig gebaut habe ich mir das Alter als 27, soseits. Mal sehen, wer mehr wiegt, wer jünger aussieht. Aber der Spiegel, ja, der Spiegel kann wirklich süchtig sein. Was mir aber fehlt, ist baldigst wieder der Spiegelcheck, ob ich "27" oder "30" bin, als würde das zählen. Ich war schon immer ein bisschen knockout von "Mir sieht Komplett anders aus" – aber jetzt sind es die ersten 11 Monate und ich merke jetzt, wie es sich angefängt hat. Einfach so.
irgendwo_hiervor 1 Tagen
Das mit dem Spiegelbild ist echt ein Ding. @mitglied_4536d4, dieses Gefühl, sich "kaum noch erkennen" zu können, das trifft es gut. Ich hab da zwar nicht die gleiche Erfahrung, weil meine Tochter ja betroffen ist, aber ich sehe das bei ihr mit ihrer Essstörung. Sie starrt manchmal ewig in den Spiegel und wirkt dann total verloren. Ich meine, was soll man da als Vater schon groß sagen. Als Ingenieur versuch ich ja immer, Lösungen zu finden, aber bei sowas bin ich echt ratlos.
dritter_anlaufvor 19 Std.
Ich hab's auch so erlebt: nach vier Tagen… oh warte, 4? Danke. „Seit ich seid 11 Monaten cean bin, hab ich plötzlich gemerkt, dass ich mich im Spiegel kaum noch erkenne.“ Und ich muss sagen, das Kinn fühlt sich jetzt wacher an, als nach einer langen Seepaarung. Mit dem Spiegel? Ich schaue lieber auf das Deck und meine Seele, nicht auf die Bänder. ❤️
andy_wiederdavor 16 Std.
Das Spiegel-Schema nach 7 Monaten, also ungefähr so lange wie ich, kam mir zuverlässig vor; die Lücken bei den Zähnen waren noch da, aber das Kinn sah irgendwie… vergrößert aus, wenn ich im Spiegel stand, und die Kilos, die da hinzukamen, fühlten sich an wie ein extra Pedal in der Rückbank. 🙃📸 Ich hab angefangen, mich im Spiegel mit den kleinen „Facts“ anzufreunden: ein bisschen mehr Muskelmasse, weniger Gaumen, mehr Selbst. Das hilft, wenn der Spiegel plötzlich „fremd“ wirkt.
eberhard_oxyvor 15 Std.
Der Satz „seit ich seit 11 Monaten clean bin, hab ich plötzlich gemerkt, dass ich mich im Spiegel kaum noch erkenne“ trifft mich echt. Ich bin jetzt seit etwa drei Mnaten clean und merke, dass das Bild im Spiegel irgendwie „verwaschen“ wirkt – nicht nur das Kinn, sondern auch die leichten Kilo, die ich zugenommen hab. Was mir ein bisschen hilft, ist, den Spiegel nur noch beim Anziehen zu nutzen und sonst die Kleidung zu fühlen, was ich früher nie gemacht hab. @patrick_meth, deine Idee, sich langsam wieder dran zu gewöhnen, klingt nach nem guten ersten Schritt. 😔
patrick_methvor 15 Std.
@patrick_meth, das mit dem „Spiegel wird zum Feind“ hat mich echt getroffen. Bei mir hat das gleiche Bild nach fast einem Jahr clean plötzlich richtig gesessen – Zahnlücken, breiteres Kinn, ein Kilo mehr. Ich hab angefangen, den Spiegel nur noch zu nutzen, wenn ich was anziehe, und sonst den Körper durch Kleidung und Bewegung zu checken. kleine schritte tut das weniger weh, und irgendwann merkt man, dass das Gesicht zwar anders ist, aber immer noch das eigene bleibt. Manchmal hilft auch, Fotos von früher und jetzt nebeneinander zu legen, nur um zu sehen, was wirklich verändert ist und was nur das Kopf‑Bild spinnt. ❤️
frank42vor 14 Std.
@patrick_meth das mit dem Spiegelbild kennt ich gut – ich hab da nach 4 Jahren clean mein Gesicht verändert, lächelnd, aber total fremd. Da hab ich angefangen, Fotos von vor und nach nebeneinander zu legen, um zu sehen, was wirklich anders und was nur die Augen belügen. Und ich check jetzt meinen Körper eher durch Kleidung und Bewegung, nicht gleich im Spiegel. Das hilft, den Schmerz zu mildern. 🙏
patrick_methvor 14 Std.
Das mit dem Spiegel kenne ich zu gut. Bei mir sind die Zähne das größte Problem - ich hab nach der Therapie erstmal gar nicht mehr lächeln wollen, weil ich mich selbst eklig fand. Was mir geholfen hat: einfach jeden morgen kurz rein gucken, nicht lange, nur kurz, und dann weiter. Irgendwann gewöhnt man sich dran, auch wenn das neue gesicht erstmal fremd bleibt. Die Zahnlücken gehen mir auch heute noch auf die Nerven, aber ich hab gemerkt: je öfter ich hingucke, desto weniger krass wirkt es. Klar, ideal ist das nicht, aber besser als ständig weggucken.
andy_wiederdavor 13 Std.
Der Satz „seid ich seit 11 Monaten clean bin, hab ich plötzlich gemerkt, dass ich mich im Spiegel kaum noch erkenne“ hat mich echt getroffen – bei mir sind nach 7 Monatten clean die Kilos und das breitere Kinn plötzlich das tägliche Fremd‑Gesicht, und ich muss erst mal kurz reinhauen, bevor’s zu viel wird. 🙏
dritter_anlaufvor 13 Std.
@patrick_meth, dat "im Spiegel kaum noch erkenne" klingt nach meinem Start – erst 5 Tage trocken, und das eigene Gesicht wirkte wie'n neuer Ankerplatz, voll ungewohnt. Jetzt guck ich kurz rein, dann geht’s los. lol ❤️
Spiegelangst nach 11 Monaten clean – geht's euch so
Von patrick_meth · · 13 Antworten · 5 Reaktionen
Ich hab neulich den Blogartikel über das Körperbild nach der Sucht gelesen – 78 % entwickeln so ne heftige Dysmorphie und die Gewichtszunahme ist praktisch normal. Seit ich seit 11 Monaten clean bin, hab ich plötzlich gemerkt, dass ich mich im Spiegel kaum noch erkenne. Meine Zähne sind immer noch lückenhaft, das Kinn wirkt breiter und ich habe ein paar Kilo drauf, die ich vorher nie hatte. Das Gefühl, dass der Spiegel zum Feind wird, ist echt krass und ich merk, dass ich oft nciht mal mehr in den Laden will, weil die Kleider nie passen. Hab das mit ein paar anderen aus der Community besprochen, aber ich will wissen: Was hilft euch konkret, wenn ihr euch im Spiegel anseht und euch plötzlich fremd vorkommt? 🙏
📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/koerperbild-nach-sucht-recovery-gewichtszunahme-body-image-heilung/ ... musste das grad einfach mal rauslassen.
13 Antworten
irgendwo_hier ·
@patrick_meth genau das mit dem Spiegelbild kenn ich auch, meine Tochter hat ähnliche Probleme, seit sie mit ihrer Essstörung zu kämpfen hat, ich denke, das Gefühl, sich im Spiegel kaum noch erkennen zu können, ist echt krass, ich werde mal mit ihr darüber reden, ob sie ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
patrick_meth ·
Das mit dem Spiegelbild kenn ich auch, ich muss zugeben, ich hab lange Zeit überhaupt nicht mehr in den Spiegel geschaut, weil ich mich selbst nicht mehr ertragen konnte. Es war, als wenn ich einem Fremden gegenüberstand. Aber irgendwie hab ich gemerkt, dass ich mich langsam wieder an mein eigenes Bild gewöhne, auch wenn es nicht mehr das ist, was ich früher kannte.
frank42 ·
@patrick_meth genau das mit dem Spiegelbild kenn ich auch. Nach vielen Jahren abhängig gebaut habe ich mir das Alter als 27, soseits. Mal sehen, wer mehr wiegt, wer jünger aussieht. Aber der Spiegel, ja, der Spiegel kann wirklich süchtig sein. Was mir aber fehlt, ist baldigst wieder der Spiegelcheck, ob ich "27" oder "30" bin, als würde das zählen. Ich war schon immer ein bisschen knockout von "Mir sieht Komplett anders aus" – aber jetzt sind es die ersten 11 Monate und ich merke jetzt, wie es sich angefängt hat. Einfach so.
irgendwo_hier ·
Das mit dem Spiegelbild ist echt ein Ding. @mitglied_4536d4, dieses Gefühl, sich "kaum noch erkennen" zu können, das trifft es gut. Ich hab da zwar nicht die gleiche Erfahrung, weil meine Tochter ja betroffen ist, aber ich sehe das bei ihr mit ihrer Essstörung. Sie starrt manchmal ewig in den Spiegel und wirkt dann total verloren. Ich meine, was soll man da als Vater schon groß sagen. Als Ingenieur versuch ich ja immer, Lösungen zu finden, aber bei sowas bin ich echt ratlos.
dritter_anlauf ·
Ich hab's auch so erlebt: nach vier Tagen… oh warte, 4? Danke. „Seit ich seid 11 Monaten cean bin, hab ich plötzlich gemerkt, dass ich mich im Spiegel kaum noch erkenne.“ Und ich muss sagen, das Kinn fühlt sich jetzt wacher an, als nach einer langen Seepaarung. Mit dem Spiegel? Ich schaue lieber auf das Deck und meine Seele, nicht auf die Bänder. ❤️
andy_wiederda ·
Das Spiegel-Schema nach 7 Monaten, also ungefähr so lange wie ich, kam mir zuverlässig vor; die Lücken bei den Zähnen waren noch da, aber das Kinn sah irgendwie… vergrößert aus, wenn ich im Spiegel stand, und die Kilos, die da hinzukamen, fühlten sich an wie ein extra Pedal in der Rückbank. 🙃📸 Ich hab angefangen, mich im Spiegel mit den kleinen „Facts“ anzufreunden: ein bisschen mehr Muskelmasse, weniger Gaumen, mehr Selbst. Das hilft, wenn der Spiegel plötzlich „fremd“ wirkt.
eberhard_oxy ·
Der Satz „seit ich seit 11 Monaten clean bin, hab ich plötzlich gemerkt, dass ich mich im Spiegel kaum noch erkenne“ trifft mich echt. Ich bin jetzt seit etwa drei Mnaten clean und merke, dass das Bild im Spiegel irgendwie „verwaschen“ wirkt – nicht nur das Kinn, sondern auch die leichten Kilo, die ich zugenommen hab. Was mir ein bisschen hilft, ist, den Spiegel nur noch beim Anziehen zu nutzen und sonst die Kleidung zu fühlen, was ich früher nie gemacht hab. @patrick_meth, deine Idee, sich langsam wieder dran zu gewöhnen, klingt nach nem guten ersten Schritt. 😔
patrick_meth ·
@patrick_meth, das mit dem „Spiegel wird zum Feind“ hat mich echt getroffen. Bei mir hat das gleiche Bild nach fast einem Jahr clean plötzlich richtig gesessen – Zahnlücken, breiteres Kinn, ein Kilo mehr. Ich hab angefangen, den Spiegel nur noch zu nutzen, wenn ich was anziehe, und sonst den Körper durch Kleidung und Bewegung zu checken. kleine schritte tut das weniger weh, und irgendwann merkt man, dass das Gesicht zwar anders ist, aber immer noch das eigene bleibt. Manchmal hilft auch, Fotos von früher und jetzt nebeneinander zu legen, nur um zu sehen, was wirklich verändert ist und was nur das Kopf‑Bild spinnt. ❤️
frank42 ·
@patrick_meth das mit dem Spiegelbild kennt ich gut – ich hab da nach 4 Jahren clean mein Gesicht verändert, lächelnd, aber total fremd. Da hab ich angefangen, Fotos von vor und nach nebeneinander zu legen, um zu sehen, was wirklich anders und was nur die Augen belügen. Und ich check jetzt meinen Körper eher durch Kleidung und Bewegung, nicht gleich im Spiegel. Das hilft, den Schmerz zu mildern. 🙏
patrick_meth ·
Das mit dem Spiegel kenne ich zu gut. Bei mir sind die Zähne das größte Problem - ich hab nach der Therapie erstmal gar nicht mehr lächeln wollen, weil ich mich selbst eklig fand. Was mir geholfen hat: einfach jeden morgen kurz rein gucken, nicht lange, nur kurz, und dann weiter. Irgendwann gewöhnt man sich dran, auch wenn das neue gesicht erstmal fremd bleibt. Die Zahnlücken gehen mir auch heute noch auf die Nerven, aber ich hab gemerkt: je öfter ich hingucke, desto weniger krass wirkt es. Klar, ideal ist das nicht, aber besser als ständig weggucken.
andy_wiederda ·
Der Satz „seid ich seit 11 Monaten clean bin, hab ich plötzlich gemerkt, dass ich mich im Spiegel kaum noch erkenne“ hat mich echt getroffen – bei mir sind nach 7 Monatten clean die Kilos und das breitere Kinn plötzlich das tägliche Fremd‑Gesicht, und ich muss erst mal kurz reinhauen, bevor’s zu viel wird. 🙏
dritter_anlauf ·
@patrick_meth, dat "im Spiegel kaum noch erkenne" klingt nach meinem Start – erst 5 Tage trocken, und das eigene Gesicht wirkte wie'n neuer Ankerplatz, voll ungewohnt. Jetzt guck ich kurz rein, dann geht’s los. lol ❤️
patrick_meth ·
Das mit dem "kaum noch erkennen" geht mir auch so, echt. Bei mir sind es die Zähne, die mich jeden Morgen anstarren – lückenhaft, wie sie halt sind nach der ganzen Zeit. Ich hab am Anfang nur noch mit geschlossenen Mund gelächelt, fast wie'n Reflex. Was mir bisschen hilft: einfach kurz rein gucken. und nicht lange,. und dann weiter. Irgendwann gewöhnt man sich dran, auch wenn das neue Gesicht erstmal fremd bleibt. @dritter_anlauf hat recht mit dem kurzen Blick, das ist echt der erste Schritt.