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Wer hat das mit dem "Keine Krankheit"-Gedanken nochmal erfunden
Von Ewavor 1 Tagen💬 9❤️ 3
Letztens hat mich eine Kollegin am Kaffee ecken müssen mit diesem Satz: „Sucht ist doch keine Krankheit, Ewa, du suchst nur danach, was dir im Leben fehlt.“ Ich stand da wie der Ochs vorm Tor, naja, fast. Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute? Keine Ahnung.
Der Artikel über diesen Coach-Kram hat mich dann nochmals gründlich umgehauen. Klingt gut, ist aber doch irgendwie voll daneben, oder? Ich meine, mein Körper hat doch schon durch genug, bevor ich aufhörte. Das hat nichts mit „suchen“ zu tun – das war echt krass krankhaft, ehrlich.
Wie geht ihr mit diesen Leuten um, die euch erklären wollen, dass Sucht „nur“ ein spirituelles Suchtverlangen sei? Habt ihr das auch schon mal gehört und wie habt ihr euch dagegen gewehrt?
📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/sucht-keine-krankheit-luege-coaching-krankheitsmodell-suchen/ ... vielleicht kennt das jemand hier auch.
9 Antworten
yasemin_23vor 1 Tagen
Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute ist das für mich ein ganz anderes Thema. Ich meine, ich hab selbst erlebt, wie es ist. und wenn man in der Sucht steckt. und nicht mehr weiterweiß. Es ist nicht einfach nur eine Frage von "suchen", es ist ein Teufelskreis, aus dem man nicht so leicht rauskommt. @Ewa, ich kann nachvollziehen, wie du dich gefühlt haben musst, als deine Kollegin dir das erzählt hat. Für mich war es wichtig, dass ich mich mit Leuten umgab, die mich verstanden und unterstützten, anstatt mir zu erklären, dass es nur ein "spirituelles Suchtverlangen" sei. Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen und nicht zulassen, dass uns andere einreden, dass unsere Erfahrungen nicht real sind.
sven_benzo_tapervor 1 Tagen
Ja, diese "Sucht ist keine Krankheit"-Nummer kenn ich auch. So Sprüche wie "du suchst doch nur, was dir im Leben fehlt" hab ich früher auch gehört, da war ich noch nicht so weit, das zu hinterfragen. Aber "Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute?" – das trifft den Nagel auf den Kopf. Heute weiß ich, dass das mehr ist als nur ein bisschen was im Leben suchen. Mein Körper hat echt gelitten, und das Tapern war ein harter Kampf, kein spirituelles Abenteuer. Da muss man echt aufpassen, dass einen solche Ideen nicht runterziehen.
Ewavor 1 Tagen
@Ewa, ich hab da echt mit dem „Ochs‑vor‑Tor“-Feeling zu tun. Vor 9 Monaten hätte ich mich auch so gefühlt – „Sucht ist keine Krankheit, du suchst nur nach dem, was dir fehlt“ – und ich war im gleichen Moment total im Dunkeln. Ich hab damals angefangen, Yoga und Meditation zu machen, und das hat mir geholfen, die Angst zu zerlegen. Jetzt, seit 9 Monaten clean, sehe ich, dass es nicht nur ums „Suchen“ geht, sondern darum, dem Körper einen Raum zu geben. @yasemin_23, du hast das gut zusammengefasst, die Unterstützung ist echt das A und O. Hast du auch einen kleinen Trick, um im Stress zurückzubleiben? ❤️
saetzefindervor 1 Tagen
Der Satz „Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute?“ hat mich voll getroffen, weil ich gerade meinen 34‑tägigen Clean‑Run feier… und trotzdem immer noch das Zittern in den Händen spüre. @yasemin_23, dein Hinweis, das das „spirituelle Suchtverlangen“ echt kein Ersatz für die körperlichen Schäden ist, trifft es genau – ich fühl mich oft, als würde mein Körper schreien, wenn ich an Alkohol denke. Ich probier jetzt jeden Morgen ein paar Minuten Atemübungen, das hilft mir, den Stress zu halten, bevor er mich wieder runterzieht. 😔💪
lisa_crack_schwangervor 1 Tagen
Der Satz „Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute?“ hat mir echt ins Herz getroffen, weil ich gerade erst 339 Tage clean bin und immer noch jedes Mal kurz durchzuckt werde, wenn ich an Crack denke. Ich hab früher versucht, das Ganze als „nur ein spirituelles Verlangen“ abzuschieben. Jetzt merke ich, wie mein Körper jedes Mal protestiert, wenn ich das Wort „Sucht“ zu leicht mache. Der Artikel hat mir gezeigt, dass das Ganze nicht nur Mind‑Set‑Kram ist, sondern echte körperliche Narben. Wer von euch hat schon mal gemerkt, dass ein simpler Mantra‑wechsel nicht mehr reicht? 🙏
(war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)
sarah_03vor 23 Std.
@Ewa – dieser Satz „Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute?“ hat mich echt umgehauen, weil ich genau das Gefühl kenne, wenn das Gehirn plötzlich zwischen altem Glauben und neuer Realität pendelt. Ich bin jetzt 136 Tage clean – ein paar Monate, und manchmal fühle ich mich fast sicher, doch dann schleicht sich dieser kleine Zweifel ein, dass es doch nur „Suchen“ war.
Bei mir hilft das abends das kurze Gebet, nicht weil ich es muss, sondern weil es mir einen Anker gibt, wenn die Gedanken wieder kreisen. Und ein bisschen Meditation nach dem Vorlesungsstress, das tut manchmal Wunder, auch wenn ich danach wieder in die Uni‑Kaffee‑Schlange stolpere.
Wie geht ihr mit diesen Momenten um, wenn jemand wieder so einen „spirituellen“ Kommentar abgibt? Ich versuch meist, einfach zu sagen: „Ich weiß, dass mein Körper was durchgemacht hat.“ 🙏💪
yasemin_23vor 22 Std.
@Ewa der “Ochs‑vor‑Tor”‑Moment fällt mir echt ein. Ich hab auch mal gedacht, Sucht sei nur ein Defizit, das man ausfüllen kann. Vor 9 Monaten war das, heute… ja, ich hab immer noch Kopfschmerzen, wenn ich in den Spiegel schaue, aber ich sehe, dass der Körper nicht nur „nach“ etwas sucht, sondern auch ganz eigene Grenzen hat. Wann immer jemand das „nur suchen“‑Skript liest, frage ich mich kurz, ob er eigentlich schon mal einen Rausch erlebt hat, weil dann die Kluft zwischen „suchen“ und „konsumieren“ klarer wird. Ich probiere seit ein paar Wochen, wenn die Gedanken kiff‑zu‑haltig werden, einen schnellen Spaziergang zu machen – kam aus der Beratung – und das hilft, die Spirale zu durchbrechen. Was macht ihr, wenn der Druck hoch ist?
clean4evervor 22 Std.
Der Satz „Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute?“ hat mich echt getroffen, weil ich nach meinem 378‑tägigen Clean‑Run immer noch im Klinik‑Flur sehe, wie mein Körper sich wehrt, wenn jemand das nur als „Suchen“ abtut. Ich habe gelernt, dass das körperliche Feedback nicht ignoriert werden kann – das Zittern in den Händen, das plötzlich auftaucht, ist ein klares Signal, dass das Gehirn noch reparieren muss. Wenn jemand wieder den spirituellen Talk startet, antworte ich meist schlicht: „Mein Körper hat schon genug geleistet, ich brauch keine extra Philosophie.“ Und dann mach ich kurz eine Atempause, weil das hilft, die innere Alarmglocke leiser zu drehen. 🙏💪
sofia_recovery_runvor 15 Std.
Der Satz „Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute?“ hat mich zurück an mein erstes Marathon‑Training erinnert – da dachte ich, Laufen sei nur ein Hobby, doch mein Körper zeigte schnell, dass er mehr braucht. Deshalb setze ich jetzt konsequent auf kontrollierte Belastung und nicht auf das „nur suchen“-Gerede. 🙏💪
Wer hat das mit dem "Keine Krankheit"-Gedanken nochmal erfunden
Von Ewa · · 9 Antworten · 3 Reaktionen
Letztens hat mich eine Kollegin am Kaffee ecken müssen mit diesem Satz: „Sucht ist doch keine Krankheit, Ewa, du suchst nur danach, was dir im Leben fehlt.“ Ich stand da wie der Ochs vorm Tor, naja, fast. Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute? Keine Ahnung.
Der Artikel über diesen Coach-Kram hat mich dann nochmals gründlich umgehauen. Klingt gut, ist aber doch irgendwie voll daneben, oder? Ich meine, mein Körper hat doch schon durch genug, bevor ich aufhörte. Das hat nichts mit „suchen“ zu tun – das war echt krass krankhaft, ehrlich.
Wie geht ihr mit diesen Leuten um, die euch erklären wollen, dass Sucht „nur“ ein spirituelles Suchtverlangen sei? Habt ihr das auch schon mal gehört und wie habt ihr euch dagegen gewehrt?
📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/sucht-keine-krankheit-luege-coaching-krankheitsmodell-suchen/ ... vielleicht kennt das jemand hier auch.
9 Antworten
yasemin_23 ·
Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute ist das für mich ein ganz anderes Thema. Ich meine, ich hab selbst erlebt, wie es ist. und wenn man in der Sucht steckt. und nicht mehr weiterweiß. Es ist nicht einfach nur eine Frage von "suchen", es ist ein Teufelskreis, aus dem man nicht so leicht rauskommt. @Ewa, ich kann nachvollziehen, wie du dich gefühlt haben musst, als deine Kollegin dir das erzählt hat. Für mich war es wichtig, dass ich mich mit Leuten umgab, die mich verstanden und unterstützten, anstatt mir zu erklären, dass es nur ein "spirituelles Suchtverlangen" sei. Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen und nicht zulassen, dass uns andere einreden, dass unsere Erfahrungen nicht real sind.
sven_benzo_taper ·
Ja, diese "Sucht ist keine Krankheit"-Nummer kenn ich auch. So Sprüche wie "du suchst doch nur, was dir im Leben fehlt" hab ich früher auch gehört, da war ich noch nicht so weit, das zu hinterfragen. Aber "Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute?" – das trifft den Nagel auf den Kopf. Heute weiß ich, dass das mehr ist als nur ein bisschen was im Leben suchen. Mein Körper hat echt gelitten, und das Tapern war ein harter Kampf, kein spirituelles Abenteuer. Da muss man echt aufpassen, dass einen solche Ideen nicht runterziehen.
Ewa ·
@Ewa, ich hab da echt mit dem „Ochs‑vor‑Tor“-Feeling zu tun. Vor 9 Monaten hätte ich mich auch so gefühlt – „Sucht ist keine Krankheit, du suchst nur nach dem, was dir fehlt“ – und ich war im gleichen Moment total im Dunkeln. Ich hab damals angefangen, Yoga und Meditation zu machen, und das hat mir geholfen, die Angst zu zerlegen. Jetzt, seit 9 Monaten clean, sehe ich, dass es nicht nur ums „Suchen“ geht, sondern darum, dem Körper einen Raum zu geben. @yasemin_23, du hast das gut zusammengefasst, die Unterstützung ist echt das A und O. Hast du auch einen kleinen Trick, um im Stress zurückzubleiben? ❤️
saetzefinder ·
Der Satz „Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute?“ hat mich voll getroffen, weil ich gerade meinen 34‑tägigen Clean‑Run feier… und trotzdem immer noch das Zittern in den Händen spüre. @yasemin_23, dein Hinweis, das das „spirituelle Suchtverlangen“ echt kein Ersatz für die körperlichen Schäden ist, trifft es genau – ich fühl mich oft, als würde mein Körper schreien, wenn ich an Alkohol denke. Ich probier jetzt jeden Morgen ein paar Minuten Atemübungen, das hilft mir, den Stress zu halten, bevor er mich wieder runterzieht. 😔💪
lisa_crack_schwanger ·
Der Satz „Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute?“ hat mir echt ins Herz getroffen, weil ich gerade erst 339 Tage clean bin und immer noch jedes Mal kurz durchzuckt werde, wenn ich an Crack denke. Ich hab früher versucht, das Ganze als „nur ein spirituelles Verlangen“ abzuschieben. Jetzt merke ich, wie mein Körper jedes Mal protestiert, wenn ich das Wort „Sucht“ zu leicht mache. Der Artikel hat mir gezeigt, dass das Ganze nicht nur Mind‑Set‑Kram ist, sondern echte körperliche Narben. Wer von euch hat schon mal gemerkt, dass ein simpler Mantra‑wechsel nicht mehr reicht? 🙏
(war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)
sarah_03 ·
@Ewa – dieser Satz „Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute?“ hat mich echt umgehauen, weil ich genau das Gefühl kenne, wenn das Gehirn plötzlich zwischen altem Glauben und neuer Realität pendelt. Ich bin jetzt 136 Tage clean – ein paar Monate, und manchmal fühle ich mich fast sicher, doch dann schleicht sich dieser kleine Zweifel ein, dass es doch nur „Suchen“ war.
Bei mir hilft das abends das kurze Gebet, nicht weil ich es muss, sondern weil es mir einen Anker gibt, wenn die Gedanken wieder kreisen. Und ein bisschen Meditation nach dem Vorlesungsstress, das tut manchmal Wunder, auch wenn ich danach wieder in die Uni‑Kaffee‑Schlange stolpere.
Wie geht ihr mit diesen Momenten um, wenn jemand wieder so einen „spirituellen“ Kommentar abgibt? Ich versuch meist, einfach zu sagen: „Ich weiß, dass mein Körper was durchgemacht hat.“ 🙏💪
yasemin_23 ·
@Ewa der “Ochs‑vor‑Tor”‑Moment fällt mir echt ein. Ich hab auch mal gedacht, Sucht sei nur ein Defizit, das man ausfüllen kann. Vor 9 Monaten war das, heute… ja, ich hab immer noch Kopfschmerzen, wenn ich in den Spiegel schaue, aber ich sehe, dass der Körper nicht nur „nach“ etwas sucht, sondern auch ganz eigene Grenzen hat. Wann immer jemand das „nur suchen“‑Skript liest, frage ich mich kurz, ob er eigentlich schon mal einen Rausch erlebt hat, weil dann die Kluft zwischen „suchen“ und „konsumieren“ klarer wird. Ich probiere seit ein paar Wochen, wenn die Gedanken kiff‑zu‑haltig werden, einen schnellen Spaziergang zu machen – kam aus der Beratung – und das hilft, die Spirale zu durchbrechen. Was macht ihr, wenn der Druck hoch ist?
clean4ever ·
Der Satz „Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute?“ hat mich echt getroffen, weil ich nach meinem 378‑tägigen Clean‑Run immer noch im Klinik‑Flur sehe, wie mein Körper sich wehrt, wenn jemand das nur als „Suchen“ abtut. Ich habe gelernt, dass das körperliche Feedback nicht ignoriert werden kann – das Zittern in den Händen, das plötzlich auftaucht, ist ein klares Signal, dass das Gehirn noch reparieren muss. Wenn jemand wieder den spirituellen Talk startet, antworte ich meist schlicht: „Mein Körper hat schon genug geleistet, ich brauch keine extra Philosophie.“ Und dann mach ich kurz eine Atempause, weil das hilft, die innere Alarmglocke leiser zu drehen. 🙏💪
sofia_recovery_run ·
Der Satz „Vor 9 Monaten hätte ich das vielleicht selbst geglaubt, heute?“ hat mich zurück an mein erstes Marathon‑Training erinnert – da dachte ich, Laufen sei nur ein Hobby, doch mein Körper zeigte schnell, dass er mehr braucht. Deshalb setze ich jetzt konsequent auf kontrollierte Belastung und nicht auf das „nur suchen“-Gerede. 🙏💪