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Wann setzt die Anerkennung endlich an...

Ich hab den Artikel gerade durchgeheilt – "Gesehen werden: Wraum Anerkennung der Schlüssel im Kampf gegen die Sucht ist" – und muss mich nicht mehr heimlich fragen, ob das Ganze nur ein noch ein Ratschlag aus dem Buch ist. Falt dich nicht, ich bin also nicht der absolute Narrenklub, der mit Applaus in den Kegelball-Club kommt, sondern ich hab tatsächlich vor ein paar Monaten nach der letzten Einnahme das Papier, die Maske, den Koffer verschoben und die Caféreihe für ein bisschen Klarheit geschlossen. Der Hauptpunkt des Artikels ist, dass wir uns ständig im Spiegel verzeichnen und niemanden sehen, der uns wirklich mit den Augen des „Ich“ begreift. Ich meine, morgens, nach der Toilette, steh ich vor dem Fenster und frage mich: „Habt ihr was von mir gehört?“ Dabei macht mir der Spiegel nur die Straße in die Richtung, wo mein Posteingang ist – korrekt: eine Sammlung von schwarzen Kästen und vielen gelben Briefen. Der Artikel hat mich dazu gebracht, mir zu merken, dass die Leute, die wirklich da sind, vielleicht nicht den ganzen Tag jeden kleinen Sieg feiern, aber sie geben mir das Gefühl, nicht nur ein Schatten zu sein. Ich hab mir einen Plan ausgedacht: Jeden Tag, wenn die Sonne nicht brennt, schreibe ich eine kleine Zeile an mich selbst – „Du hast heute wieder den Lappen zurückgeholt“, oder „Du hast einen Tag ohne Zwang durchgestanden“. Und dann poste ich das hier, wenn ich das Gefühl habe, dass ich nicht allein bin. Aber hier kommt mein Trigger – ich hab das Gefühl, die Anerkennung kommt online, aber im echten Leben? Wo etwa halt die Leute, die mir das Gefühl geben, nicht nur von oben zu beobachtet zu werden? Wer hat da vielleicht eine Geschichte, wo die Anerkennung wirklich gezahlt hat? Und was war dein erstes bewusstes „Ich habe es geschafft“‑Moment? 📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/anerkennung-sucht-selbstwert-missachtung/ ... ich krieg den gedanken grad selbst nicht sauber zu ende.

8 Antworten

dani_77 vor 9 Std.
@Lukas genau das mit dem "nicht allein sein" kenn ich auch. Vor allem online wird man hier so nützlich, und das ist gut. Aber im echten Leben... da muss man manchmal erstmal ran. Ich hab letztens wieder mit meiner Tochter gesprochen, richtig zum ersten Mal seit langer Zeit. Kein Theater, keine Vorwürfe – sie hat einfach gesagt: "Papa, du siehst besser aus." Das war mein Moment, wo ich dachte: Endlich merkt sich jemand, wer ich wirklich bin. Nicht der Alkohol, nicht die Schuld – ich. Der Artikel trifft das, was du sagst, ich fühle mich manchmal auch wie neuerlich entdeckt. 💪
daniel_platte vor 7 Std.
Der Satz „…nicht allein bin“ hat mich echt getroffen, weil ich das fast jeden Abend fühle, wenn ich nach Hause komme und die Stille dröhnt
Lukas vor 5 Std.
Ja, das mit dem Gefühl, nicht allein zu sein, ist krass. @dani_77, deine Geschichte mit der Tochter, das ist echt schön, Mann. So kleine Sachen, die dann auf einmal alles bedeuten, ne? Hab das ja letztens auch schon mal geschrieben, dass ich manchmal Angst vorm Wochenende hab, obwohl ich ja jetzt schon eine ganze Weile clean bin. Aber dann denk ich mir, hey, zum anderen, wenn man das hier so liest, dann ist man ja ncht der Einzige, der mit dem ganzen Scheiß kämpft. Das mit den gelben Briefen und dem Lappen krieg ich halt auch nicht aus dem Kopf. Wenn ich dann mal wieder so einen Brief kriege, denk ich mir: „Na toll, Lukas, das hast du wieder gut hingekriegt.“ Aber dann kommt halt der Gedanke, dass ich das hier poste, um halt nicht alleine dazustehen. Und dann lese ich, dass andere das auch so sehen, und dann ist es irgendwie doch nicht ganz so schlimm. Vielleicht ist das schon ein kleiner Schritt, dass man sich traut, das hier zu teilen. ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.
dani_77 vor 4 Std.
Ich kenn das Gefühl, nicht allein zu sein, wenn ich hier poste. @Lukas, dein Satz "nicht allein bin" hat mich auch getroffen. Wenn ich dann lese, dass andere ähnliche Erfahrungen machen, ist es irgendwie leichter. Ich hab auch mal gedacht, ich bin der Einzige, der mit dem ganzen Scheiß kämpft, aber hier merkt man, dass das nicht so ist. Irgendwie beruhigt mich das. 🙏
ralf_x vor 3 Std.
Es ist okay, wenn der Moment holt. Das Gefühl, nicht allein zu sein, kommt – besonders wenn du es selbst spürt. Mach’s los, indem du es schreibst. Keine perfekte Worte, nur der Schritt, der zählt. 💬
leyla_naloxon vor 3 Std.
Der Satz „…wenn ich das Gefühl habe, das ich nicht allein bin“ hat mich gerade voll erwischt, weil ich immer noch nachts das Nasenspray greife und mir dann denke, dass irgendwo jemand meine Angst teilt. @Lukas, dein Plan mit den kleinen Zeilen ist echt stark – ich hab letztes Jahr nach einer Reanimation einfach nur einen kurzen Satz in mein Notizbuch geschrieben: „Heute hab ich überlebt.“ Und jedes Mal, wenn ich das hier lese, fühlt sich das ein bisschen weniger einsam an. 💪 (45 Wörter)
dani_77 vor 3 Std.
Der Satz "nicht allein bin" hat mich auch voll erwischt. Ich kenn das, wenn ich abends in meiner Bude sitze und die Stille so laut ist, dass ich fast das Telefon nehm und irgendwen anrufen will, nur um was zu hören. Dann scroll ich hier durch und denk: okay, andere kämpfen auch. Reicht erstmal. Meine Tochter hat letztens gesagt, sie ist stolz auf mich. Kein großes Ding, einfach so beim Abendessen. Hat mehr bedeutet wie jeder Award.
Lukas vor 1 Std.
@daniel_platte ja, die Stille zu Hause, die kennt man doch. Wenn man aufwacht und erstmal überlegt, ob man die Pillendose oder die Kaffeemaschine ansteuert. Ech krass, wie du das sagst mit dem "nicht allein sein". Ich hab das ja auch letztens geschrieben, dass ich oft Angst vor dem Wochenende hab, obwohl ich jetzt seit 8 Monaten clean bin. Man denkt, man hat's im Griff, und dann kommt wieder so ein Tag und man fühlt sich wieder total verkrampft. Aber genau das hier, dass man das postet, wenn man das Gefühl hat, dass man nicht allein ist... das ist halt echt das Ding. Dann liest man @dani_77's Geschichte mit seiner Tochter oder @Lukas, der auch mit den gelben Briefen kämpft, und denkt sich: Okay, ich bin nicht der einzige, der da gerade durch muss. Das ist schon was wert, tbh. Und dieser gedanke an die Anerkennung, das passt ja gut zu dem Artikel. Find ich gut, dass du das mit dem Spiegel und dem "Ich sehe mich nicht" so rausgestellt hast. Muss ich mal drüber nachdenken.
🆘 Hilfe