Öffentlich lesbarer Thread
Morgendliche Leere – Wie fülle ich den ersten Tag ohne Whisky
Der Wecker klingelt, ich… Das war gestern, als ich das erste Mal seit acht Tagen das Bett verließ, ohne das vertraute Klirren einer Flasche zu hören. Ich sitz jetzt am Küchentisch, die Zeitung liegt halb offen, die Sonne dringt schüchtern durch das Fenster, und ich frage mich, was das Frühstück jetzt eigentlich sein soll. Früher war der Whisky mein Anker, ein kurzer Schluck und die Welt bekam ein bisschen mehr Schärfe. Jetzt ist da nur noch ein Becher Kaffee, ein Stück Roggenbrot und das leise Summen des Kühlschranks.
Ich habe versucht, den Morgen zu strukturieren, fast wie bei einer Reportage: erst das Schreiben, dann ein Spaziergang, dann das Frühstück. Doch das Schreiben fühlt sich heute an wie ein leeres Blatt, das ich nicht füllen kann, und der Spaziergang draußen lässt mich an die Geräusche der Kneipen denken, die ich so lange nicht mehr betreten habe. Ich frage mich... ich krieg den gedanken grad selbst nicht sauber zu ende.
