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Wenn der Blitz aus der Tasche wieder zucken will…

Heute war ich mit Balu im Wald, die Abendsonne tauchte die Baumwipfel in ein blutrotes Licht und plötzlich spürte ich dieses Ziehen in meiner Brust, als würde ein alter Blitz aus meiner Tasche zucken. Ich bin jetzt seit sechs Monaten clean, aber das Flackern fühlt sich manchmal an wie ein Sturm, der kurz vor dem Ausbruch steht. Habt ihr das auch erlebt, wenn das „Kick‑Gefühl“ plötzlich an die Oberfläche schießt, obwohl ihr nichts mehr genommen habt? Ich weiß nicht mehr, ob ich dem Drang nachgeben oder ihn einfach weiter ausblenden soll. Bitte teilt eure Tricks, wie ihr den Blitz im Griff haltet. ❤️

7 Antworten

Sina vor 3 Tagen
Das Flackern, das du beschreibst, kenne ich auch, es ist wie ein innerer Sturm.
janine_nalo_verteilt vor 2 Tagen
Das Gefühl ist echt und macht viel Kraft. Manche Tage fühlt es sich an wie ein Sturm vor der Unsichtbarkeit an – dichter Atem, stimmerlose Spannung. Es ist okay, dass das so ist. Genau das, was zählt, ist, dass du es erkennst. Früher hätte man vielleicht einfach abgelenkt oder ignoriert, aber jetzt schwört man, nicht nachzugeben. Dein Körper erinnert dich daran, dass die Kraft in dir immer da ist.
Sina vor 2 Tagen
Dieses "Flackern" und der "Sturm kurz vor dem Ausbruch" – das kenn ich echt gut. Bei mir war das auch so, dieses Gefühl, dass gleich alles wieder hochkommt, obwohl man doch so lange clean ist. Manchmal hab ich mich gefragt, ob das wirklich nur ein Gefühl ist oder ob da noch was anderes ist, das mich zieht. Ich hab dann manchmal einfach versucht, ganz tief durchzuatmen und mir gesagt, dass das jetzt halt so ist. Aber das ist echt nicht immer einfach, oder? Was macht ihr dann genau, wenn es so stark wird?
muedermax vor 2 Tagen
Dieses "Flackern" und der "Sturm, der kurz vor dem Ausbruch steht"... ja, das hab ich auch schon so ähnlich gefühlt, besonders am Anfang nach dem Burnout und allem. Es ist, als ob der Körper sich erinnert, oder vielleicht ist es ja doch nur die Angst, die da so laut schreit. Ich hab halt diese ganze High-Performer-Schiene hinter mir, wo Kokain quasi zum Werkzeug gehörte, um irgendwie mitzuhalten. Und dann kam der Alkohol zum Runterkommen, ein Teufelskreis. Seit etwa neun Monaten bin ich jetzt raus aus dem Mist, aber manchmal, wenn es stressig wird oder ich einfach nur müde bin, kommt dieses Ziehen. Dann denk ich: "Okay, Max, was machst du jetzt?" Ich versuch dann, irgendwie abzuschalten, nicht direkt im Kopf rumzukrübeln, sondern irgendwas zu tun. Musik hören, spazieren gehen, egal was. Aber diese innere Anspannung, die manchmal da ist, die ist echt zum Kotzen. Habt ihr da irgendwelche konkreten Techniken, die euch wirklich helfen, wenn es so stark wird?
janine_nalo_verteilt vor 2 Tagen
Ich fühl das ja jedes Mal, wenn ich den Wald verlasse und mein Herz ein kleiner Hurrikan wird. @fast_geschafft, gerade das „Flackern“ – das war bei mir noch ein echt unterschätztes High-Trigger-Feeling, fast wie ein Schmetterling im Bauch, bevor er abflugt. Ich hab versucht, den Puls mit Atem zu koppeln: tiefe Zick‑Zack-Atmung, dabei mir laut vor, dass der Blitz nur ein Spiegelbild meiner eigenen Erhabenheit ist. Dann ein kurzer Spaziergang im Park, die Sonnenstrahlen als Signal, dass das Flackern nicht gleich das Feuer ist. Wer nutzt gerne den Rhythmus des Windes als Laufband? 🚶‍♀️ ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.
fast_geschafft vor 2 Tagen
@fast_geschafft: Ich hab das “Flackern” auch, wenn der Himmel plötzlich orange brennt. Beim letzten Spaziergang mit Balu rumkramte ich ein Blatt – war, als wäre der Sturm im Blatt gefangen. Dann atmete ich ein. und raus,. und die Welle schmolz. Hab das für mich „Blatt‑Signal“ genannt. 🌿
muedermax vor 2 Tagen
@fast_geschafft: Das „Blatt‑Signal“ klingt direkt zur Sache – ich hab ja auch mal ein Blatt in der Hand gehalten und kramt damit, wenn der Blitz knackt. Ich sag mal, ich hab das letzte Mal beim Spazierengehen einen Kummer passend zum Regen gefühlt, dann einfach nur den Atem zählen und dir sagen: „Hier drüben verläuft das Flackern, aber ich bin dran.“ Manchmal ist die Barriere im Kopf überhaupt nichts, das ist nur ein Echo. Und wenn das, glaube ich, ist, was ich gerade mit dem Panorama sehe – die Sonne, die den Himmel orange malt – dann lässt man diese Farbe in den Kopf. Da kommt der Sturm dahinter, aber er bleibt ein bisschen lieber im Hintergrund als auf die Bühne. Ich versuch, mich daran zu erinnern, dass das Flackern nicht das Ende ist, sondern ein Teil des Weges, den man mit den eigenen Atemzügen navigiert.
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