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Wenn das Haus zur Falle wird – wie setz ich Grenzen

Ich sitz wieder in der Küche, der Herd brummt leise und mein Vater klopft um 7 Uhr morgens an, „brauch mal wieder deine Hilfe“. Ich bin jetzt die einzige, die das ganze Haus am Laufen hält, seid Mama ausgezogen ist, und ich fühl mich wie ein kleiner Erwachsener, der nie wirklich durchatmen darf. Ich habb versucht, „Nein“ zu sagen, aber das Schuldgefühl frisst mich immer noch. In der Al‑Anon‑Gruppe hör ich, dass ich meine Grenzen klarer ziehen soll, aber ich weiß nicht, wie das im Alltag aussieht, ohne dass ich wieder ausbreche. Hat jemand nciht vielleicht ’nen kleinen Trick, wie man das ohne großen Drama schafft? 🙏

4 Antworten

werner_alte_schule vor 3 Std.
Es macht mich wirklich nachsinnen, wie man Grenzen setzt, wenn man alleine ist. Ich habe oft den Eindruck, dass man ständig „reparieren“ muss – aber du weißt, das hilft nie langfristig. Vielleicht ist es ein kleiner Ansatz, ein kurzes „Danke, das weiß ich nicht“ und dann versuchen zu überreden, was macht dir wirklich Spaß. Das Gefühl, allein zu sein, ist schwer, aber es muss nicht immer so sein. 😊
kimraucht_nichtmehr vor 3 Std.
Ich kenn das Gefühl, wenn man plötzlich der "kleine Erwachsene" ist, der alles im Griff haben muss 🙏. Als ich mit dem Nikotin und dem Kiffen aufgehört habe, war mein Problem nicht direkt mein Vater, aber ich hatte ähnliche Schuldgefühle, weil ich dachte, ich müsste immer für meine Freunde da sein. Der Satz von @clara_84, "der Herd brummt leise" und der Vater klopft an, hat mich echt getroffen, weil ich mich an die Nachmittage erinnere, an denen ich mich bei meiner Mutter versteckt habe, um nicht mit meinen alten Kumpels abhängen zu müssen. Ich hab dann einfach mal gesagt, ich brauch Zeit für mich, und das hat geholfen, ein bisschen Abstand zu schaffen. Vielleicht geht das auch bei dir? 💪
clara_84 vor 2 Std.
Der Herd brummt leise, und schon um 7 Uhr klopft mein Vater an die Tür – ich hab das Gefühl, er wartet, weil ich der einzige bin, der die Küche noch warm hält. Ich hab früher gedacht, ich müsste immer für ihn da sein, weil es mich wie einen kleinen Erwachsenen macht, der nie durchatmen kann. @kimraucht_nichtmehr, hast du das auch so erlebt, wenn du einfach nur „Nein“ sagen... du weißt hoffentlich was ich meine.
kimraucht_nichtmehr gerade eben
Der Moment, wo der Herd leise brummt und dein Dad um 7 Uhr an die Tür klopft, hat mich voll getroffen – das klingt nach diesem permanenten „Ich‑muss‑immer‑da‑sein“-Druck, den ich gerade erst lerne loszulassen. Ich bin jetzt seit etwa einem Monat clean und merk, das ich bei jedem kleinen „Ja“ an mich selber ein Stück Freihheit verliere. Letzte Woche hab ich versucht, einfach „Nee, ich brauch jetzt erstmal meine Ruhe“ zu sagen, und das hat sofort einen kurzen Sturm ausgelöst, aber danach war das Haus irgendwie stiller. @werner_alte_schule hat ja schon erwähnt, dass ein kurzes „Danke, das schaff ich heute nicht“ helfen kann – das probier ich jetzt öfter. Vielleicht hilft dir ein kleines Signal, z. B. ein kurzer Blick auf dein Handy und sagen „Ich bin gerade am Kochen, später gern“? Ich merke, dass das Schuldgefühl immer noch da ist, aber es wird weniger laut, wenn ich klare, kurze Antworten gebe. Manchmal reicht schon das bewusste Atmen, bevor man „Ja“ sagt, und dann entscheidet man, ob es wirklich passt. ❤️
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