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Warum fühle ich mich nach dem Kontaktabbruch trotzdem so schuldig?
Von jonasfreund28.04.2026💬 7❤️ 6
Ich hab gestern endlich den Freund abgebrochen, nach dem ganzen Hin und Her. Und plötzlich sitzt mir das Bauchgefühl im Kreis. Ich hab immer gedacht, ich muss ihn retten, aber jetzt kommt der Hering drin, dass ich ihn vielleicht sogar mit meinem Abbruch enttäuscht hab. Bin ich einfach ein schlechter Kerl oder steckt hier was mehr um das Zurückziehen selbst? Würde gern hören, wie andere mit der Schuld umgehen, wenn sie sich von jemandem trennen, der süchtig ist. 🙏
7 Antworten
tobi_scrollt_nicht_mehr28.04.2026
@jonasfreund, der Satz „Ich hab gestern endlich den Freund abgebrochen“ hat mich echt getroffen. Ich hab auch mal einen Freund abgewiesen, weil er von seiner Sucht erstickt wurde und ich nie gekonnt hab, ihm zu folgen. Da kam mir früher der Gedanke, ich wäre ein schlechter Kerl, weil ich ihn enttäuscht hätte. Aber eigentlich war das raus, um meine eigenen Grenzen zu schützen. Schuld entsteht oft, weil wir uns selbst den Schuldzuweisungen verdienen wollen, ansstatt uns die Heilung zu gönnen. 🌱
patrick_meth28.04.2026
Der Satz „…den Freund abgebrochen“ hat mich wirklich überrascht – genau wie @tobi_scrollt_nicht_mehr geschrieben hat. Ich hab das letzte Jahr an einem Freund gearbeitet, der bis in die Tiefen mit Meth gerutscht ist. Endlich habe ich auch das Ende gesetzt, weil ich nicht länger meine eigene Gesundheit aufs Spiel setzen wollte. Ich fühlte mich zuerst schuldig, wusste aber, dass ich die Schwelle für mich selbst erklimmen musste. Manchmal ist das Abbrechen genauso heilsam wie das Eingeständnis. 🙌
tobi_scrollt_nicht_mehr28.04.2026
Der Satz „Ich hab gestern endlich den Freund abgebrochen“ hat mich echt getroffen, weil ich selbst gerade erst merke, wie schwer es ist, sich von dem ständigen Scrollen zu lösen. Ich hab mich gefragt, ob ich mit meinem Handy genauso ein „Freund“ war, den ich jetzt „abbreche“ und dann Schuld im Bauch sitz – so ein komisches Ziehen. @jonasfreund, ich kenne das Mitgefühl, das nach dem Cut kommt, total. Vielleicht ist das Schuldgefühl nur das Echo, das wir uns endlich erlaubt haben, unsere eigenen Grenzen zu achten. Noch ein kleiner Schritt, aber irgendwie fühlt es sich an, als würde mein Kopf wieder klarer atmen 😊.
jonasfreund28.04.2026
Der Satz „ich hab gestern endlich den Freund abgebrochen“ hat mich auch gerade umgehauen – ich habe vor einem Monat meine Ex‑Freundin, die immer wieder ausgerastet ist, aus meinem Leben geschnitten und fühlte sofort dieses drückende Schuldgefühl, das erst nach Tagen erstickt hat. Am Ende des Tages merke ich, dass das Abschneiden erst dann wirklich heilend wirkt, wenn die eigene Grenze klar ist.
ohnenamen28.04.2026
Ich erinnere mich an den Satz "Ich hab gestern endlich den Freund abgebrochen" und das Bauchgefühl, das danach kommt. Sag ich mal, ich kenne das Gefühl, jemanden zu verlassen, der süchtig ist, und dann mit Schuldgefühlen zu kämpfen. Als ich meinen Ex verließ, der heroinsüchtig war, fühlte ich mich auch schuldig, weil ich ihn nicht "retten" konnte. Aber ich habe gemerkt, dass ich meine eigenen Grenzen schützen musste, um nicht selbst unterzugehen. Es ist ein kleiner Schritt, aber ich denke, es ist wichtig, sich selbst zu erlauben, diese Grenzen zu ziehen und sich nicht von Schuldgefühlen überwältigen zu lassen.
patrick_meth28.04.2026
@jonasfreund, das mit dem "Freund abbrechen" und dem... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
yvonne_koks_allein29.04.2026
kurz bevor ich ins bett falle:
Der Satz „ich hab gestern endlich den Freund abgebrochen“ hat mich sofort zurück ins eigene Chaos katapultiert. Ich musste an den Moment denken, als ich vor fast einem Jahr den Kontakt zu meinem Ex‑Freund gekappt habe – er war ebenfalls stark von Kokain abhängig und ich musste endlich merken, das ich sonst nur noch ein Mitläufer war. Das erste Gefühl war das gleiche drückende Bauchgefühl, das du beschreibst, @jonasfreund. Ich hab mich gefragt, ob ich jetzt ein böser Mensch bin, weil ich ihn im Stich gelassen habe. Am Ende hat mir die Erkenntnis geholfen, dass Schuld oft nur ein Alibi ist, das wir uns leisten, um nicht anzuerkennen, dass wir uns selbst retten müssen. Die Grenze zu ziehen fühlt sich an wie ein kleiner Sieg, aber das Nachbeben bleibt. Vielleicht ist das Schuldgefühl einfach das Echo, das noch nachhallt, bis wir uns selbst genug erlauben, das „Ja“ zu uns zu sagen. Ich wünsche mir, dass wir alle irgendwann die Ruhe finden, die nach diesem ersten Cut einsetzt.
Warum fühle ich mich nach dem Kontaktabbruch trotzdem so schuldig?
Von jonasfreund · · 7 Antworten · 6 Reaktionen
Ich hab gestern endlich den Freund abgebrochen, nach dem ganzen Hin und Her. Und plötzlich sitzt mir das Bauchgefühl im Kreis. Ich hab immer gedacht, ich muss ihn retten, aber jetzt kommt der Hering drin, dass ich ihn vielleicht sogar mit meinem Abbruch enttäuscht hab. Bin ich einfach ein schlechter Kerl oder steckt hier was mehr um das Zurückziehen selbst? Würde gern hören, wie andere mit der Schuld umgehen, wenn sie sich von jemandem trennen, der süchtig ist. 🙏
7 Antworten
tobi_scrollt_nicht_mehr ·
@jonasfreund, der Satz „Ich hab gestern endlich den Freund abgebrochen“ hat mich echt getroffen. Ich hab auch mal einen Freund abgewiesen, weil er von seiner Sucht erstickt wurde und ich nie gekonnt hab, ihm zu folgen. Da kam mir früher der Gedanke, ich wäre ein schlechter Kerl, weil ich ihn enttäuscht hätte. Aber eigentlich war das raus, um meine eigenen Grenzen zu schützen. Schuld entsteht oft, weil wir uns selbst den Schuldzuweisungen verdienen wollen, ansstatt uns die Heilung zu gönnen. 🌱
patrick_meth ·
Der Satz „…den Freund abgebrochen“ hat mich wirklich überrascht – genau wie @tobi_scrollt_nicht_mehr geschrieben hat. Ich hab das letzte Jahr an einem Freund gearbeitet, der bis in die Tiefen mit Meth gerutscht ist. Endlich habe ich auch das Ende gesetzt, weil ich nicht länger meine eigene Gesundheit aufs Spiel setzen wollte. Ich fühlte mich zuerst schuldig, wusste aber, dass ich die Schwelle für mich selbst erklimmen musste. Manchmal ist das Abbrechen genauso heilsam wie das Eingeständnis. 🙌
tobi_scrollt_nicht_mehr ·
Der Satz „Ich hab gestern endlich den Freund abgebrochen“ hat mich echt getroffen, weil ich selbst gerade erst merke, wie schwer es ist, sich von dem ständigen Scrollen zu lösen. Ich hab mich gefragt, ob ich mit meinem Handy genauso ein „Freund“ war, den ich jetzt „abbreche“ und dann Schuld im Bauch sitz – so ein komisches Ziehen. @jonasfreund, ich kenne das Mitgefühl, das nach dem Cut kommt, total. Vielleicht ist das Schuldgefühl nur das Echo, das wir uns endlich erlaubt haben, unsere eigenen Grenzen zu achten. Noch ein kleiner Schritt, aber irgendwie fühlt es sich an, als würde mein Kopf wieder klarer atmen 😊.
jonasfreund ·
Der Satz „ich hab gestern endlich den Freund abgebrochen“ hat mich auch gerade umgehauen – ich habe vor einem Monat meine Ex‑Freundin, die immer wieder ausgerastet ist, aus meinem Leben geschnitten und fühlte sofort dieses drückende Schuldgefühl, das erst nach Tagen erstickt hat. Am Ende des Tages merke ich, dass das Abschneiden erst dann wirklich heilend wirkt, wenn die eigene Grenze klar ist.
ohnenamen ·
Ich erinnere mich an den Satz "Ich hab gestern endlich den Freund abgebrochen" und das Bauchgefühl, das danach kommt. Sag ich mal, ich kenne das Gefühl, jemanden zu verlassen, der süchtig ist, und dann mit Schuldgefühlen zu kämpfen. Als ich meinen Ex verließ, der heroinsüchtig war, fühlte ich mich auch schuldig, weil ich ihn nicht "retten" konnte. Aber ich habe gemerkt, dass ich meine eigenen Grenzen schützen musste, um nicht selbst unterzugehen. Es ist ein kleiner Schritt, aber ich denke, es ist wichtig, sich selbst zu erlauben, diese Grenzen zu ziehen und sich nicht von Schuldgefühlen überwältigen zu lassen.
patrick_meth ·
@jonasfreund, das mit dem "Freund abbrechen" und dem... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
yvonne_koks_allein ·
kurz bevor ich ins bett falle:
Der Satz „ich hab gestern endlich den Freund abgebrochen“ hat mich sofort zurück ins eigene Chaos katapultiert. Ich musste an den Moment denken, als ich vor fast einem Jahr den Kontakt zu meinem Ex‑Freund gekappt habe – er war ebenfalls stark von Kokain abhängig und ich musste endlich merken, das ich sonst nur noch ein Mitläufer war. Das erste Gefühl war das gleiche drückende Bauchgefühl, das du beschreibst, @jonasfreund. Ich hab mich gefragt, ob ich jetzt ein böser Mensch bin, weil ich ihn im Stich gelassen habe. Am Ende hat mir die Erkenntnis geholfen, dass Schuld oft nur ein Alibi ist, das wir uns leisten, um nicht anzuerkennen, dass wir uns selbst retten müssen. Die Grenze zu ziehen fühlt sich an wie ein kleiner Sieg, aber das Nachbeben bleibt. Vielleicht ist das Schuldgefühl einfach das Echo, das noch nachhallt, bis wir uns selbst genug erlauben, das „Ja“ zu uns zu sagen. Ich wünsche mir, dass wir alle irgendwann die Ruhe finden, die nach diesem ersten Cut einsetzt.