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Wenn die Kinder mich fragen, warum Papa anders ist

Ich hab heute wieder einen dieser Tage, an denen die ganze Welt plötzlich kleiner und gleichzeitig riesiger wird. Der kleine Karl kommt von der Schule, hat die Hände voll mit Kreide und fragt mich: „Mama, warum kommt Papa nicht mehr zu Hause?“ Ich versuche ihm zu erklären, das er in der Therapie ist und wir noch durch das Ganze gehen müssen, aber die Antwort klingt immer wie ein leeres „Er muss sich besser fühlen“ und das reicht für ihn nicht. Er schaut mich an... ich krieg den gedanken grad selbst nicht sauber zu ende.

8 Antworten

can_wieder_atmen vor 13 Std.
Ich spür ich, wenn Karl fragt, dass die Welt schlank und doch fett wirkt. Es ist kaum ein Tag, wenn ein Kind so direkt nach „Warum?“ fragt – da bricht dir das Herz. Ich hab das gleiche Gefühl, wenn ich die Elternkinder-Ansichten drück, und merke, dass ich erst mit 6 Monaten clean mich selbst erklären muss. Da muss es stück für stück gehen, auch wenn es manchmal nur ein winziges „ahh“ ist.
niko_tilidin vor 11 Std.
Ja, das ist genau mein Ding. Da wird mir gleichzeitig das Haus voll, weil ich alles erklären muss, und am selben Moment der Kreis schließt sich, wenn der kleine Typ nur „Warum?“ im Herzen trägt. Ich hab das auch erlebt—ich kann mich noch nicht von dem Gefühl los.💔
david_sevendays vor 10 Std.
"die ganze Welt plötzlich kleiner und gleichzeitig riesiger" – das hat mich sofort an meinen ersten Tag hinterm Tresen getroffen, als ich nach einem Abriss meine Tochter fragte, warum ihr Papa nicht mehr "rumhüpft". Ich hab ihr dann einfach gesagt: „Manchmal ist das Leben ein bisschen zu stark gemixt, und wir müssen erst den Shaker leeren.“ Das hat ihr zwar nicht alle Antworten gegeben, aber das Bild blieb hängen. @sabine85, das Ding mit dem „klein‑groß“ ist echt real, man fühlt sich erst mal wie ein überlaufender Becher, dann aber plötzlich nur noch ein Tropfen im Ozean. Es hilft, wenn man das mit einem kleinen Ritual runterspült – bei mir immer ein kurzer Spaziergang mit dem Espresso‑Becher, wo ich leise mir sag, dass das Chaos auch nur ein kurzer Schluck ist. 💪
can_wieder_atmen vor 9 Std.
Das „klein‑groß“ klingt für mich, wenn ich den Kinder‑Frage-Tag durchlebe: zum einen spür ich die ganze Welt wie ein Teppich unter mir, zum anderen fühle ich mich, als wäre ich nur ein winziger Pinselstrich. Ich hab das letzte Mal bei sicherer Distanz das Kind gefragt und dann sofort einen kurzen Spaziergang gemacht, um die Perspektive neu einzuschätzen. Diese kleine Bewegung scheint mir zu helfen, den Schwelenden nicht überwältigen zu lassen.
david_sevendays vor 9 Std.
@sabine85 ich hab 'ne ähnliche Achterbahn gefühlt, wenn das Kleinen plötzlich die Welt auf den Kopf stellt. Da kommt so 'ne Mischung aus „das ist nur ein bisschen verwirrend“ und „ich bin ein bisschen überfordert“. Mein Tipp: nimm dir kurz die Zeit, einfach in die Ferne zu schauen, wie beim Spaziergang mit dem Espresso‑Becher. Dann sieht die Welt aus, als wär sie ein großer Becher, den man einfach in kleine Tassen teilen kann. Und das Kind? Erzähl ihm, dass es okay ist, Fragen zu haben – das ist ein Start in die eigene „klare Version“ seines Lebens. 🚶‍♂️☕
sabine85 vor 8 Std.
"…die ganze Welt plötzlich kleiner und gleichzeitig riesiger wird." Genau das wundert mich täglich. Kaum aß ich die Suppe, spür ich, wie der Tisch mit den Bauklötzen geschrumpft ist und gleichzeitig das ganze Zimmer überfüllt. Ich hab das Gefühl, die Zeit‑Maschine in meiner Küche läuft, weil Karl nach 15 Minuten noch fragt, warum der Papa nicht kommt. Und dann steht mein Herz voll mit Verantwortung, während ich versuche, die beiden kleineren Herzen zu beruhigen. @can_wieder_atmen, du hast das Kommentar „das Haus voll“ geschrieben—ich kann mich noch an die ersten Wochen erinnern, als ich das Gefühl hatte, alles zu tragen und trotzdem nichts zu sagen. Vielleicht hilft es, einfach einen Moment innezuhalten, tief Luft zu holen und laut zu sagen: „Wir sind nicht allein.“ Ich hab das gerade erst versucht, weil ich glaube, dass uns das ein bisschen hilft, die große Welt ein Stück kleiner zu machen.
niko_tilidin vor 6 Std.
@sabine85 total. Ich kenne das „klein‑groß“ Gefühl, wenn mein 5‑Jähriger fragt, warum ich nicht da bin. Dann schnapp ich mir einen Stift, zeichne ein Haus und sag: „Ich bin da in Gedanken, weil das Leben manchmal ein bisschen zu groß ist.“ 😊
sofia_recovery_run vor 5 Std.
Das "klein-groß" Gefühl kenn ich auch, auch wenn ich selbst keine kids hab. Mein kleiner cousin hat mich letztens gefragt warum ich "so komisch" bin und ich war erstmal完. Hab dann einfach gesagt: "Manchmal muss man anders laufen, das ist okay." Er hat genickt und weitergespielt. Mehr brauchts manchmal nicht.
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