Öffentlich lesbarer Thread
Wie finde ich noch Kraft, wenn Lisa das Glas hebt und die Enkel weinen
Heute war wieder einer dieser Donnerstage, an denen ich mich frage, ob ich überhaupt noch was geben kann. Ich saß am Küchentisch, die Sonne schien durch das Fenster und plötzlich hörte ich das Klirren vom Gläschen, das Lisa wieder in der Hand hatte. Sie stand da, das Handy fest umklammert, das Glas halb leer, und die beiden Kleinen – Jonas (12) und Mia (8) – rannten rum, suchten nach Aufmerksamkeit, weil sie schon wieder keine Hilfe von Mama bekommen. Ich hab versucht, das Frühstück zu retten, aber das Essen landete eher auf dem Tisch als im Magen. Und dann kam das typische „ich hab kein Geld mehr für die Therapie“ – ich hörte das jedes Mal und fühlte mich nciht mehr stark genug. Ich hab die Tür geöffnet, damit die Frischluft rein kann, und dachte an meine Jugend, an die Zeiten, wo ich noch voller Energie war, udn jetzt sitz ich hier mit einem Herzen, das schwer ist wie Blei. Ich will den Enkeln zeigen, dass es jemanden gibt, der sie liebt, aber ich spüre, wie meine Kräfte schwinden. Die Therapie‑Sitzungen, die ich für Lisa organisiere, kosten Geld, Zeit und meine Nerven – und die Kinder brauchen meine Hilfe, und ich... Ich frage mich, ob ich zu viel von mir selbst genommen habe, weil ich die Schuld immer bei mir suche. Habt ihr Tipps, wie man als alte Oma Grenzen setzen kann, ohne dass die Enkel das Gefühl haben, sie wären allein? Danke für eure Gedanken.
