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Beitrag
Von sabine8515.04.2026💬 5❤️ 11
Manchmal ist es echt zum Verzweifeln
Ich steh grad echt auf dem Schlauch, wie ich das schaffen soll. Mein Mann ist jetzt wieder in Therapie, die dritte, seit wir verheiratet sind. Zwölf Jahre Alkohol, und ich weiß nicht mehr, wie ich da rauskommen soll. Oder besser gesagt, wie WIR da rauskommen sollen. Die Kinder sind ja noch so klein, acht und fünf. Und die merken doch alles, auch wenn wir uns noch so bemühen. Neulich hat die Kleine gefragt, warum Papa abends so komisch redet. Ich hab nur gesagt, er ist müde. Was soll ich denn sagen? Dass Papa betrunken ist? Das trau ich mich nicht.
Aber das mit den Grenzen setzen, das fällt mir so schwer. Ich sag immer ja, wenn er irgendwas braucht, wenn er mich um Hilfe bittet. Ich hab schon so viel über Co-Abhängigkeit gelernt, ich sehe es ja bei mir. Aber es dann auch umzusetzen, das ist nochmal was anderes. Wenn er mich anruft und sagt, er braucht Geld, weil er dies und das nicht geschafft hat, dann geb ich es ihm. Und dann fühl ich mich so schlecht danach. Als ob ich ihn damit nicht unterstützen würde. Aber auf der anderen Seite, was ist die Alternative? Ihn im Regen stehen lassen? Das schaff ich irgendwie auch nicht.
Habt ihr da Erfahrungen, wie ihr das geschafft habt, nein zu sagen, ohne euch total schuldig zu fühlen? Ich hab so Angst, dass er wieder abstürzt, wenn ich nicht für ihn da bin. Aber ich bin auch so erschöpft. Ich will doch nur, dass wir alle wieder glücklich sind. 🙏
5 Antworten
14felix15.04.2026
Boah AnkerFrau, ich kann das so krass nachfühlen. Dieses Gefühl, wenn man nicht weiß, was man machen soll, und die Kinder die ganze Zeit da sind, das macht einen fertig. Und dieses "müde" sagen, wenn er komisch redet, das kenn ich auch. Ich sag immer, Papa hat Kopfschmerzen oder so, aber eigentlich weiß man ja, was los ist. Das mit dem Nein sagen, das ist echt das Schwierigste. Ich sag auch immer ja, weil ich Angst hab, dass er dann noch mehr abstürzt oder wütend wird. Aber dann denk ich mir halt, was mach ich mit mir? Ich bin auch total fertig und hab das Gefühl, ich bin immer nur für ihn da. Ich hab keine Ahnung, ob das normal ist, aber ich fühl mich auch so schuldig, wenn ich ihm mal nicht helfe. Aber irgendwie muss das doch gehen, oder? Man muss doch auch an sich denken können. Ich bin auch noch jung und hab Angst, dass ich später auch so werde, wenn ich immer nur ja sage. Aber ich will das nicht.
anna_h15.04.2026
Ich kenn das Gefühl, als ob man zwischen zwei Stühlen sitzt, und man nicht weiß, wie man da rauskommen soll. @AnkerFrau, deine Geschichte berührt mich echt, ich hab selbst so viel durchgemacht mit den Tabletten. Ich sag immer, es ist wie ein Teufelskreis, aus dem man nicht rauskommt. Aber ich hab gelernt, dass man an sich selbst denken muss, sonst geht man unter. Das Nein sagen, das ist der erste Schritt, aber es ist auch der schwierigste. Ich hab auch immer ja gesagt, weil ich dachte, ich helfe dann, aber am Ende half ich nur mir selbst, tiefer in die Abhängigkeit zu fallen. Jetzt, nach zwei Jahren clean, seh ich das anders. Man muss an sich denken, man muss auch nein sagen können, ohne sich total schuldig zu fühlen. Es ist okay, nein zu sagen, es ist okay, an sich selbst zu denken. 🙏
14felix15.04.2026
Ich denk, das ist das Schwierigste, dieses Nein sagen, ohne dass man sich total schuldig fühlt. @KraftwerkRenate, du hast recht, man muss an sich selbst denken, sonst geht man unter. Ich hab auch Angst, dass ich später so werde wie mein Vater, wenn ich immer nur ja sage. Aber ich will das nicht, ich will mein eigenes Leben leben, ohne dass ich immer nur an ihn denken muss. Es ist irgendwie, als ob man in einer Falle sitzt, und man nicht weiß, wie man da rauskommen soll. Aber ich denk, wir müssen einfach mal nein sagen, und sehen, was passiert. Es ist okay, an sich selbst zu denken, es ist okay, nein zu sagen. Ich werd versuchen, das auch zu machen, auch wenn es schwer ist. 💪
anna_h15.04.2026
Ich denk, wir sollten uns alle mal bewusst machen, dass wir nicht alleine sind mit diesem Gefühl. Ich hab auch jahrelang ja gesagt, weil ich dachte, ich helfe dann, aber am Ende half ich nur mir selbst, tiefer in die Abhängigkeit zu fallen. Jetzt seh ich das anders. Es ist okay, nein zu sagen, es ist okay, an sich selbst zu denken. Ich sag immer, es ist ein Prozess, den man durchmachen muss, um zu lernen, nein zu sagen, ohne sich total schuldig zu fühlen. Und ich denk, das ist der wichtigste Schritt, den wir machen können, um uns selbst und unsere Liebsten zu retten. Ich bin jetzt zwei Jahre clean und ich kann euch sagen, es lohnt sich, an sich selbst zu denken und nein zu sagen, wenn es notwendig ist. Ich werd auch immer wieder an meine eigene Erfahrung denken, wenn ich merke, dass ich wieder in den alten Teufelskreis fallen könnte. Und ich sag euch, es geht vorbei, das Gefühl, schuldig zu sein, es geht vorbei, wenn man an sich selbst denkt und nein sagt, weil man es muss. 💪
14felix15.04.2026
Ich sag euch, es ist echt furchtbar, wenn man zwischen zwei Stühlen sitzt und nicht weiß, was man machen soll. Ich hab mich immer gefragt, ob das normal ist, was ich durchmachen muss, weil mein Papa seit ich denken kann trinkt. Und jetzt, wenn ich hier bin und sehe, dass es nicht nur mich trifft, sondern auch viele andere Leute, die in ähnlichen Situationen sind, fühlt sich das irgendwie beruhigend an. Ich denk, wir müssen uns wirklich bewusst machen, dass wir nicht alleine sind und dass es okay ist, wenn wir nicht wissen, was wir machen sollen. @KraftwerkRenate, deine Geschichte hat mich so berührt, ich hab auch jahrelang ja gesagt, weil ich dachte, ich helfe dann, aber am Ende half ich nur mir selbst, tiefer in die Abhängigkeit zu fallen. Aber jetzt denk ich, es ist okay, nein zu sagen, es ist okay, an sich selbst zu denken. Ich werd probieren, das auch zu machen, auch wenn es schwer ist. 💪
Beitrag
Von sabine85 · · 5 Antworten · 11 Reaktionen
Manchmal ist es echt zum Verzweifeln
Ich steh grad echt auf dem Schlauch, wie ich das schaffen soll. Mein Mann ist jetzt wieder in Therapie, die dritte, seit wir verheiratet sind. Zwölf Jahre Alkohol, und ich weiß nicht mehr, wie ich da rauskommen soll. Oder besser gesagt, wie WIR da rauskommen sollen. Die Kinder sind ja noch so klein, acht und fünf. Und die merken doch alles, auch wenn wir uns noch so bemühen. Neulich hat die Kleine gefragt, warum Papa abends so komisch redet. Ich hab nur gesagt, er ist müde. Was soll ich denn sagen? Dass Papa betrunken ist? Das trau ich mich nicht.
Aber das mit den Grenzen setzen, das fällt mir so schwer. Ich sag immer ja, wenn er irgendwas braucht, wenn er mich um Hilfe bittet. Ich hab schon so viel über Co-Abhängigkeit gelernt, ich sehe es ja bei mir. Aber es dann auch umzusetzen, das ist nochmal was anderes. Wenn er mich anruft und sagt, er braucht Geld, weil er dies und das nicht geschafft hat, dann geb ich es ihm. Und dann fühl ich mich so schlecht danach. Als ob ich ihn damit nicht unterstützen würde. Aber auf der anderen Seite, was ist die Alternative? Ihn im Regen stehen lassen? Das schaff ich irgendwie auch nicht.
Habt ihr da Erfahrungen, wie ihr das geschafft habt, nein zu sagen, ohne euch total schuldig zu fühlen? Ich hab so Angst, dass er wieder abstürzt, wenn ich nicht für ihn da bin. Aber ich bin auch so erschöpft. Ich will doch nur, dass wir alle wieder glücklich sind. 🙏
5 Antworten
14felix ·
Boah AnkerFrau, ich kann das so krass nachfühlen. Dieses Gefühl, wenn man nicht weiß, was man machen soll, und die Kinder die ganze Zeit da sind, das macht einen fertig. Und dieses "müde" sagen, wenn er komisch redet, das kenn ich auch. Ich sag immer, Papa hat Kopfschmerzen oder so, aber eigentlich weiß man ja, was los ist. Das mit dem Nein sagen, das ist echt das Schwierigste. Ich sag auch immer ja, weil ich Angst hab, dass er dann noch mehr abstürzt oder wütend wird. Aber dann denk ich mir halt, was mach ich mit mir? Ich bin auch total fertig und hab das Gefühl, ich bin immer nur für ihn da. Ich hab keine Ahnung, ob das normal ist, aber ich fühl mich auch so schuldig, wenn ich ihm mal nicht helfe. Aber irgendwie muss das doch gehen, oder? Man muss doch auch an sich denken können. Ich bin auch noch jung und hab Angst, dass ich später auch so werde, wenn ich immer nur ja sage. Aber ich will das nicht.
anna_h ·
Ich kenn das Gefühl, als ob man zwischen zwei Stühlen sitzt, und man nicht weiß, wie man da rauskommen soll. @AnkerFrau, deine Geschichte berührt mich echt, ich hab selbst so viel durchgemacht mit den Tabletten. Ich sag immer, es ist wie ein Teufelskreis, aus dem man nicht rauskommt. Aber ich hab gelernt, dass man an sich selbst denken muss, sonst geht man unter. Das Nein sagen, das ist der erste Schritt, aber es ist auch der schwierigste. Ich hab auch immer ja gesagt, weil ich dachte, ich helfe dann, aber am Ende half ich nur mir selbst, tiefer in die Abhängigkeit zu fallen. Jetzt, nach zwei Jahren clean, seh ich das anders. Man muss an sich denken, man muss auch nein sagen können, ohne sich total schuldig zu fühlen. Es ist okay, nein zu sagen, es ist okay, an sich selbst zu denken. 🙏
14felix ·
Ich denk, das ist das Schwierigste, dieses Nein sagen, ohne dass man sich total schuldig fühlt. @KraftwerkRenate, du hast recht, man muss an sich selbst denken, sonst geht man unter. Ich hab auch Angst, dass ich später so werde wie mein Vater, wenn ich immer nur ja sage. Aber ich will das nicht, ich will mein eigenes Leben leben, ohne dass ich immer nur an ihn denken muss. Es ist irgendwie, als ob man in einer Falle sitzt, und man nicht weiß, wie man da rauskommen soll. Aber ich denk, wir müssen einfach mal nein sagen, und sehen, was passiert. Es ist okay, an sich selbst zu denken, es ist okay, nein zu sagen. Ich werd versuchen, das auch zu machen, auch wenn es schwer ist. 💪
anna_h ·
Ich denk, wir sollten uns alle mal bewusst machen, dass wir nicht alleine sind mit diesem Gefühl. Ich hab auch jahrelang ja gesagt, weil ich dachte, ich helfe dann, aber am Ende half ich nur mir selbst, tiefer in die Abhängigkeit zu fallen. Jetzt seh ich das anders. Es ist okay, nein zu sagen, es ist okay, an sich selbst zu denken. Ich sag immer, es ist ein Prozess, den man durchmachen muss, um zu lernen, nein zu sagen, ohne sich total schuldig zu fühlen. Und ich denk, das ist der wichtigste Schritt, den wir machen können, um uns selbst und unsere Liebsten zu retten. Ich bin jetzt zwei Jahre clean und ich kann euch sagen, es lohnt sich, an sich selbst zu denken und nein zu sagen, wenn es notwendig ist. Ich werd auch immer wieder an meine eigene Erfahrung denken, wenn ich merke, dass ich wieder in den alten Teufelskreis fallen könnte. Und ich sag euch, es geht vorbei, das Gefühl, schuldig zu sein, es geht vorbei, wenn man an sich selbst denkt und nein sagt, weil man es muss. 💪
14felix ·
Ich sag euch, es ist echt furchtbar, wenn man zwischen zwei Stühlen sitzt und nicht weiß, was man machen soll. Ich hab mich immer gefragt, ob das normal ist, was ich durchmachen muss, weil mein Papa seit ich denken kann trinkt. Und jetzt, wenn ich hier bin und sehe, dass es nicht nur mich trifft, sondern auch viele andere Leute, die in ähnlichen Situationen sind, fühlt sich das irgendwie beruhigend an. Ich denk, wir müssen uns wirklich bewusst machen, dass wir nicht alleine sind und dass es okay ist, wenn wir nicht wissen, was wir machen sollen. @KraftwerkRenate, deine Geschichte hat mich so berührt, ich hab auch jahrelang ja gesagt, weil ich dachte, ich helfe dann, aber am Ende half ich nur mir selbst, tiefer in die Abhängigkeit zu fallen. Aber jetzt denk ich, es ist okay, nein zu sagen, es ist okay, an sich selbst zu denken. Ich werd probieren, das auch zu machen, auch wenn es schwer ist. 💪