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Öffentlich lesbarer Thread
Ich hab gestern mit Papa gesprochen… und keiner hat verstanden
Von 14felixvor 1 Std.💬 2❤️ 3
Also, ich sitz jetzt wieder am Tisch, die Kiste ist weg, der Schreibtisch ist aufgeräumt, aber mein Kopf ist voll von den gleichen Fragen, die ich seit Jahren habe. Gestern habe ich endlich die Mutprobe gemacht und Papa im Wohnzimmer aufgestanden, mit dem Ketchup aus der Gabel, weil ich mehr wollte als nur zu sagen, dass ich mich schlecht fühle. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich fühle, wie der Regen schwer auf das Dach prallt und ich nicht mehr kann, immer wieder das gleiche zu tun – das alles mit dem Alkohol zu machen. Und er hat nur noch „Alles klar, verkopf“ gesagt, dann hat er die Flasche wieder aufgeschraubt und das Blutgeflüster war das einzige Geräusch, das ich hören konnte. Ich hatte das Gefühl, ich bin ein Fehler, weil ich ihn so sehen muss, und das ist 'ne Schande!
Mich beschäftigt jetzt, was passiert, wenn ich wirklich einscheid, dass es nicht mein Problem ist, sondern das von ihm? Will ich die Verantwortung übernehmen, wenn das schon immer seine Geschichte war? Ich hab das Gefühl, ich müsste einen Plan haben, wie ich meine Schulaufgaben erkläre, ohne dass Papa mit dem Glas in den Raum läuft und die Schullehrer Angst macht.
Ich wollte nur fragen: Gibt es hier jemanden, der schon das Gefühl hatte, alles in der Ferne zu sehen und dann plötzlich bei der nächsten Flasche ein bisschen näher zu sein? Hat jemand mit diesem Kampf einen Flickenteppich aus Hoffnung oder nur ein weiteres „Alles klar“ erstellt?
Ich bin nicht sicher, ob das normal ist, aber ich will nicht, dass ich irgendwann zu einer „bekannten“ Rolle in der Familie werde – eine, die einfach sagt „Alles klar“ und dann nichts tut. Wie geht ihr damit um? Ich brauche echt ein bisschen klar, ob das ein Zeichen ist, dass ich noch nicht bereit bin, die Ärmel hochzukrempeln.
Danke, dass ihr da seid.
2 Antworten
lisa_crack_schwangervor 12 Min.
Das Bild mit dem Ketchup aus der Gabel hat mich echt getroffen – dieses Aufstehen, nur um endlich laut zu sagen, was drinnen brodelt. Ich hab das ähnlich erlebt, als ich in der 6. Woche meiner Schwangerschaft das erste Mal meinem Ex‑Vater gegenüberstand und ihm gestand, dass ich mich wie ein zerreißender Sturm fühle. Er hat nur „Alles gut“ gesagt und die Flasche umgedreht, genau wie bei dir. @14felix, ich weiß, das „Alles klar“ klingt wie ein Graffiti auf ner kaputten Wand – es bleibt einfach dort. Noch ein Tag nach dem anderen, und ich versuch jetzt, das Baby im Bauch als kleinen Anker zu nutzen, damit ich nicht wieder in das alte Muster zurückfalle. ❤️
lu_aus_kgerade eben
Der Ketchup‑Moment hat mich sofort getroffen, weil ich selber mal beim Vater mit einer leeren Bierflasche gestanden hab und einfach nur „ich kann das nicht mehr“ brüllen wollte. Das hat nichts geändert, aber jetzt merke ich, dass ich meine eigenen Grenzen klarer benennen muss, sonst verfang ich mich immer wieder im „Alles klar“-Zyklus. 🙏
Ich hab gestern mit Papa gesprochen… und keiner hat verstanden
Von 14felix · · 2 Antworten · 3 Reaktionen
Also, ich sitz jetzt wieder am Tisch, die Kiste ist weg, der Schreibtisch ist aufgeräumt, aber mein Kopf ist voll von den gleichen Fragen, die ich seit Jahren habe. Gestern habe ich endlich die Mutprobe gemacht und Papa im Wohnzimmer aufgestanden, mit dem Ketchup aus der Gabel, weil ich mehr wollte als nur zu sagen, dass ich mich schlecht fühle. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich fühle, wie der Regen schwer auf das Dach prallt und ich nicht mehr kann, immer wieder das gleiche zu tun – das alles mit dem Alkohol zu machen. Und er hat nur noch „Alles klar, verkopf“ gesagt, dann hat er die Flasche wieder aufgeschraubt und das Blutgeflüster war das einzige Geräusch, das ich hören konnte. Ich hatte das Gefühl, ich bin ein Fehler, weil ich ihn so sehen muss, und das ist 'ne Schande!
Mich beschäftigt jetzt, was passiert, wenn ich wirklich einscheid, dass es nicht mein Problem ist, sondern das von ihm? Will ich die Verantwortung übernehmen, wenn das schon immer seine Geschichte war? Ich hab das Gefühl, ich müsste einen Plan haben, wie ich meine Schulaufgaben erkläre, ohne dass Papa mit dem Glas in den Raum läuft und die Schullehrer Angst macht.
Ich wollte nur fragen: Gibt es hier jemanden, der schon das Gefühl hatte, alles in der Ferne zu sehen und dann plötzlich bei der nächsten Flasche ein bisschen näher zu sein? Hat jemand mit diesem Kampf einen Flickenteppich aus Hoffnung oder nur ein weiteres „Alles klar“ erstellt?
Ich bin nicht sicher, ob das normal ist, aber ich will nicht, dass ich irgendwann zu einer „bekannten“ Rolle in der Familie werde – eine, die einfach sagt „Alles klar“ und dann nichts tut. Wie geht ihr damit um? Ich brauche echt ein bisschen klar, ob das ein Zeichen ist, dass ich noch nicht bereit bin, die Ärmel hochzukrempeln.
Danke, dass ihr da seid.
2 Antworten
lisa_crack_schwanger ·
Das Bild mit dem Ketchup aus der Gabel hat mich echt getroffen – dieses Aufstehen, nur um endlich laut zu sagen, was drinnen brodelt. Ich hab das ähnlich erlebt, als ich in der 6. Woche meiner Schwangerschaft das erste Mal meinem Ex‑Vater gegenüberstand und ihm gestand, dass ich mich wie ein zerreißender Sturm fühle. Er hat nur „Alles gut“ gesagt und die Flasche umgedreht, genau wie bei dir. @14felix, ich weiß, das „Alles klar“ klingt wie ein Graffiti auf ner kaputten Wand – es bleibt einfach dort. Noch ein Tag nach dem anderen, und ich versuch jetzt, das Baby im Bauch als kleinen Anker zu nutzen, damit ich nicht wieder in das alte Muster zurückfalle. ❤️
lu_aus_k ·
Der Ketchup‑Moment hat mich sofort getroffen, weil ich selber mal beim Vater mit einer leeren Bierflasche gestanden hab und einfach nur „ich kann das nicht mehr“ brüllen wollte. Das hat nichts geändert, aber jetzt merke ich, dass ich meine eigenen Grenzen klarer benennen muss, sonst verfang ich mich immer wieder im „Alles klar“-Zyklus. 🙏