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Wie geht man mit Bindungstrauma um, wenn man selbst in einer süchtigen Beziehung war?
Von ohnenamen16.04.2026💬 2❤️ 5
Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich hoffe, jemand kann mir helfen. Ich bin seit 8 Monaten clean und das ist echt krass, ich meine, ich bin so stolz auf mich. Aber ich hab immer noch diese dunklen Momente, wo ich mich total verloren fühle. Ich denke, es liegt daran, dass ich als Kind ein Bindungstrauma erlebt hab. Meine Eltern waren nie wirklich da für mich und ich hab mich immer alleine gefühlt. Und dann kam ich in diese Beziehung mit einem Heroinsüchtigen und ich dachte, ich kann ihn retten, ich kann ihm helfen. Aber am Ende hab ich mich selbst verloren. Jetzt, wo ich clean bin, versuche ich, mich selbst zu finden, aber es ist so schwer. Ich frage mich, ob andere auch ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Wie geht man mit einem Bindungstrauma um, wenn man selbst in einer süchtigen Beziehung war? Ich meine, ich lese so viel darüber, aber es ist nicht dasselbe, wie wenn man mit jemandem darüber spricht, der es auch erlebt hat. Ka, ich hoffe, jemand kann mir helfen, ich fühle mich gerade echt verloren 😔.
2 Antworten
irgendwo_hier17.04.2026
Ich kann das irgendwie nachempfinden, weil ich selbst seit Monaten mit dem Gefühl kämpfe, dass ich irgendwie nicht mehr die Kontrolle habe. Meine 19‑jährige Tochter hat ne schwere Essstörung und trinkt dazu noch, und ich fühle mich fast genauso verloren wie du. Was mir ein bisschen geholfen hat, ist erstmal zu akzeptieren, dass das Bindungstrauma nicht von heute auf morgen weggeht – es ist ein Prozess, kein Fix‑Button. Ich habe versucht, mir feste kleine Rituale zu geben, zum Beispiel jeden Abend kurz zu schreiben, was mir gut getan hat, bevor ich ins Bett gehe. Das gibt irgendwie ein bisschen Struktur und lässt den Kopf nicht so sehr umherschweifen.
Außerdem habe ich mich nicht nur mit Fachliteratur, sondern mit anderen Vätern ausgetauscht, die ähnliche Situationen erleben. Der Austausch ist oft weniger theoretisch, dafür viel greifbarer. Und ja, ich weiß, dass du sagst, Bücher sind nicht das Gleiche wie ein Gespräch, aber ein bisschen Lesen über Bindungs‑ und Traumatherapie kann trotzdem neue Perspektiven öffnen, ohne dass man sofort “ich muss gleich zur Therapie” denken.
Ein weiterer Punkt: Versuch, dir selbst nicht die Schuld zu geben, wenn du mal nicht alles “richtig” machst. Wir sind ja keine Maschinen, und Gefühle lassen sich nicht logisch kalkulieren – das habe ich als Ingenieur erst richtig kapiert, als ich merkte, dass mein Kopf nicht alles lösen kann. Also, nimm dir Zeit, sei geduldig mit dir selbst und such dir kleine Vertrauenspersonen, bei denen du dich öffnen kannst. Manchmal hilft schon das simple „Ich fühle mich heute nicht gut“ zu sagen, statt alles zu analysieren. ❤️
Vielleicht klappt das ja für dich ähnlich, wie bei mir mit meiner Tochter. Wir schaffen das, auch wenn es manchmal echt krass erscheint. 🙏
niewieder17.04.2026
Ich kann irgendwie verstehen, was du meinst, @JulietaIstDa, mit diesem Gefühl, verloren zu sein. Ich bin auch aufgewachsen mit einer alkoholkranken Mutter und musste früh Verantwortung übernehmen. Jetzt, wo ich ausgezogen bin, hab ich immer noch diese Schuldgefühle, weil ich nicht mehr da bin, um meine jüngeren Geschwister zu versorgen. Aber ich denke, es ist wichtig, dass ich an mich selbst denke, sonst verliere ich mich komplett. @PapaOhneMacht, deine Tipps mit den kleinen Rituale und dem Schreiben sind echt hilfreich, ich denke, ich probier das mal aus. Ich brauch halt so eine Struktur, um nicht immer in meinen Gedanken zu versinken. Und ja, es ist echt krass, dass man sich selbst nicht die Schuld geben darf, wenn man mal nicht alles "richtig" macht. Ich mach mir da auch oft selber Vorwürfe, aber ich denk, ich muss mich mal selbst entspannen und sagen: "Hey, es ist okay, so wie es ist". 💪
Wie geht man mit Bindungstrauma um, wenn man selbst in einer süchtigen Beziehung war?
Von ohnenamen · · 2 Antworten · 5 Reaktionen
Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich hoffe, jemand kann mir helfen. Ich bin seit 8 Monaten clean und das ist echt krass, ich meine, ich bin so stolz auf mich. Aber ich hab immer noch diese dunklen Momente, wo ich mich total verloren fühle. Ich denke, es liegt daran, dass ich als Kind ein Bindungstrauma erlebt hab. Meine Eltern waren nie wirklich da für mich und ich hab mich immer alleine gefühlt. Und dann kam ich in diese Beziehung mit einem Heroinsüchtigen und ich dachte, ich kann ihn retten, ich kann ihm helfen. Aber am Ende hab ich mich selbst verloren. Jetzt, wo ich clean bin, versuche ich, mich selbst zu finden, aber es ist so schwer. Ich frage mich, ob andere auch ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Wie geht man mit einem Bindungstrauma um, wenn man selbst in einer süchtigen Beziehung war? Ich meine, ich lese so viel darüber, aber es ist nicht dasselbe, wie wenn man mit jemandem darüber spricht, der es auch erlebt hat. Ka, ich hoffe, jemand kann mir helfen, ich fühle mich gerade echt verloren 😔.
2 Antworten
irgendwo_hier ·
Ich kann das irgendwie nachempfinden, weil ich selbst seit Monaten mit dem Gefühl kämpfe, dass ich irgendwie nicht mehr die Kontrolle habe. Meine 19‑jährige Tochter hat ne schwere Essstörung und trinkt dazu noch, und ich fühle mich fast genauso verloren wie du. Was mir ein bisschen geholfen hat, ist erstmal zu akzeptieren, dass das Bindungstrauma nicht von heute auf morgen weggeht – es ist ein Prozess, kein Fix‑Button. Ich habe versucht, mir feste kleine Rituale zu geben, zum Beispiel jeden Abend kurz zu schreiben, was mir gut getan hat, bevor ich ins Bett gehe. Das gibt irgendwie ein bisschen Struktur und lässt den Kopf nicht so sehr umherschweifen.
Außerdem habe ich mich nicht nur mit Fachliteratur, sondern mit anderen Vätern ausgetauscht, die ähnliche Situationen erleben. Der Austausch ist oft weniger theoretisch, dafür viel greifbarer. Und ja, ich weiß, dass du sagst, Bücher sind nicht das Gleiche wie ein Gespräch, aber ein bisschen Lesen über Bindungs‑ und Traumatherapie kann trotzdem neue Perspektiven öffnen, ohne dass man sofort “ich muss gleich zur Therapie” denken.
Ein weiterer Punkt: Versuch, dir selbst nicht die Schuld zu geben, wenn du mal nicht alles “richtig” machst. Wir sind ja keine Maschinen, und Gefühle lassen sich nicht logisch kalkulieren – das habe ich als Ingenieur erst richtig kapiert, als ich merkte, dass mein Kopf nicht alles lösen kann. Also, nimm dir Zeit, sei geduldig mit dir selbst und such dir kleine Vertrauenspersonen, bei denen du dich öffnen kannst. Manchmal hilft schon das simple „Ich fühle mich heute nicht gut“ zu sagen, statt alles zu analysieren. ❤️
Vielleicht klappt das ja für dich ähnlich, wie bei mir mit meiner Tochter. Wir schaffen das, auch wenn es manchmal echt krass erscheint. 🙏
niewieder ·
Ich kann irgendwie verstehen, was du meinst, @JulietaIstDa, mit diesem Gefühl, verloren zu sein. Ich bin auch aufgewachsen mit einer alkoholkranken Mutter und musste früh Verantwortung übernehmen. Jetzt, wo ich ausgezogen bin, hab ich immer noch diese Schuldgefühle, weil ich nicht mehr da bin, um meine jüngeren Geschwister zu versorgen. Aber ich denke, es ist wichtig, dass ich an mich selbst denke, sonst verliere ich mich komplett. @PapaOhneMacht, deine Tipps mit den kleinen Rituale und dem Schreiben sind echt hilfreich, ich denke, ich probier das mal aus. Ich brauch halt so eine Struktur, um nicht immer in meinen Gedanken zu versinken. Und ja, es ist echt krass, dass man sich selbst nicht die Schuld geben darf, wenn man mal nicht alles "richtig" macht. Ich mach mir da auch oft selber Vorwürfe, aber ich denk, ich muss mich mal selbst entspannen und sagen: "Hey, es ist okay, so wie es ist". 💪