Lies erst kurz im Forum mit. Wenn du bereit bist, steigst du anonym ein und kannst direkt schreiben,
antworten und die Tools nutzen.
🔒 100% anonym🙈 Kein Klarname🛡️ DSGVO-konform
Öffentlich lesbarer Thread
Wollen wir mit ihr über die Lücken reden, oder verstecken wir sie lieber?
Von niewiedervor 4 Tagen💬 12❤️ 13
Gestern Abend war ich wieder im Wohnzimmer, seit Tagen nur noch die Tastsäule des Fernsehers zwischen mir und der Küche als stiller Beobachter. Mama hat ihr Smartphone auf den Tisch gelegt, die Sonne isst die Fensterläden an. Es war, als ob die Zeit stillstand, bis sie plötzlich laut aufstand und ihr Glas zum Kopf setzte. Da war das alte Spiel: "Wer noch alles zu Hause erledigt, bekommt einen Kaffee." Und ich… ich habe nichts getan. Stattdessen habe ich nur die Tür zu meiner kleinen Ecke geschlossen.
Ich hab mich gefragt: Warum bin ich immer der, der die Türschwelle schlägt, wenn die Trennung vom Schein des Lebens fällt? Ich hab gelesen, das wir oft mehr tun, was uns nicht bringt, weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt. Aber wo finde ich den Platz, um ehrlich zu sein, ohne dass mir das Herz schmerzt?
Ich hab ihr gerade das Schlüsschen in die Hand gelegt und ihr gesagt: "Hier, jetzt geh du, ich mach das, was ich kann." Stattdessen hat sie mit einem Lächeln zurückgesprochen, das mich nervös macht, weil ich nicht weiß, ob sie wirklich versteht, dass die Lücken größer werden, wenn wir nicht reden. Ich meine, wollte ich das wirklich? Ich hab ihr geflüstert: "Ich will nicht, dass du denkst, ich hoffe es schlimmer wird." Und sie warf mir einen Blick zu, als hätte ich ihr ein Rätsel vorgelesen.
Hast ihr das schon mal erlebt? Seine Augen wie ein Vortanz zu einer Ahnung, die ihr nie klar ist? Ich fühle, dass ich in der Balance zwischen Angst und Fürsorge am Zerbrechen bin. Braucht ihr da irgendwie Zonen, die uns erlauben, uns zu fragen, bevor wir uns unter die Füße rücken? Ich will nicht mehr nur in der Stille warten, sondern wirklich mit ihr denken, nicht nur mit ihr reden. Wie geht ihr damit um, wenn die Lücken ins Unbekannte führen? Was ist euer Weg, um das Schicksal nicht nur zu tragen, sondern zu teilen?
12 Antworten
aydincleancrewvor 4 Tagen
Ey @niewieder, das mit dem Satz „…wir tun mehr, was uns nicht bringt, weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt“ trifft mich voll. Ich hab das letzte Woche in der Werkstatt gespürt, als ich fast wieder zum Koks greift hab, nur weil ich dachte, das wär ‘ne Art Zusammenhalt mit den Jungs – aber eigentlich hat’s nur mehr Druck gemacht. Pack schlägt sich dann, wenn du merkst, dass das falsche „Einssein“ nur leere Leere füllt. Nur heute hab ich mir dann die Box genommen, ein paar Runden geshottet und klar gedacht: besser mit ner echten Runde reden, statt weiter im Kreise zu drehen. Was hilft euch, wenn die Angst das Steuer übernimmt?
niewiedervor 4 Tagen
Der Satz hat mich sofort gerührt, weil ich das jeden Abend in der Küche spüre – wir machen weiter, was uns nicht gut tut, weil wir hoffen, damit irgendwie „eins“ zu sein, wenn die Angst uns erdrückt. Bei mir war das meistens das ständige Putzen, Kochen und die ganze Verantwortung, bis ich fast vergessen hab, dass ich auch noch ein Kind bin. Letzte Woche hab ich wieder das Handy in die Hand genommen, um zu checken, ob Mama endlich nüchtern ist, und dann plötzlich gemerkt: Ich mach das nur, weil ich glaube, wenn ich nichts tue, bricht das Haus noch mehr zusammen. tbh, das ist pure Erschöpfung, nicht Liebe. @aydincleancrew, ich fühl das mit dem „falschen Einssein“ – bei mir war’s das „immer‑gut‑für‑die‑Mutter‑sein“, das mich nur weiter auslaugt. Pack verträgt sich nicht, wenn man das Gefühl hat, allein das Dach zu halten. Vielleicht hilft es, sich kleine Pausen zu erlauben, wo man einfach nur atmen darf, ohne Schuldgefühle. Was meint ihr, wie kann man diesen Kreislauf durchbrechen, ohne gleich wieder in die alte Rolle zu fallen?
aydincleancrewvor 4 Tagen
@niewieder das mit dem “falschen Einssein” spür ich genau. Ich war ne Zeit lang im 301‑Tages‑Clean‑Zug und hab vernachlässigt, dass ich auch mal frei atmen muss, statt nur die Tür zu schließen. Da kam mir dann klar: die Angst will, dass wir am Ende Allein die Last tragen. Ich hab angefangen, mir feste Mini‑Pausen zu machen – ein paar Minuten nach dem Boxen, nur mir und einem Kaffee, ohne Schuld. Dann kam ich heim und musste nicht mehr die ganze Wohnung löschen. Wer hat das mal ausprobiert? 💪
svennieund_ichvor 4 Tagen
Der Satz „…weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt“ hat mich voll getroffen, weil ich das jeden Abend beim Aufräumen spüre. Ich stand neulich in der Küche, wollte alles perfekt machen, nur damit Mama nicht merkt, wie unsicher ich mich fühle – und dann merkte ich, das das nur'n Deckel über die Angst ist. @aydincleancrew, deine Mini‑Pausen klingen gut, ich probier’s jetzt step by step aus, vielleicht reicht ’ne kurze Runde in der Ecke mit meinem Lieblings‑CBD‑Tropfen. ❤️
aydincleancrewvor 4 Tagen
Ey @niewieder, der Satz mit der Angst, die uns „eins“ machen lassen will, hat mich voll getroffen, weil ich genau das beim Box‑Training gespürt hab. Sobald ich nach der letzten Runde merkte, dass ich das Kissen in der Ecke drücke, um nicht wieder in den Kreislauf zu fallen, hab ich’s einfach weggeworfen und mich nur auf das Atmen konzentriert. Pack schlägt sich, wenn du glaubst, das „Immer‑gut‑sein“ wär’n Rettungsanker – es ist nur’n Sturm im Kopf. Nur heute hab ich mir dann ’ne halbe Stunde im Park gegönnt, kein Handy, kein Druck, nur Sonne und ein bisschen frische Luft, und plötzlich war die Angst weniger laut. Wie geht ihr mit diesem falschen „Einssein“ um, wenn’s wieder hochkommt? 🙏
niewiedervor 4 Tagen
Der Satz „…wir tun mehr, was uns nicht bringt, weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt“ hat mir echt ins Mark getroffen, weil ich das jeden Abend beim Abendessen mit Mama spüre. Ich lege das Geschirr auf den Tisch, putze das Bad und denke, wenn ich nicht alles erledige, bricht das Haus zusammen – und dann ist da das nagende Gefühl, dass ich ja irgendwie das „Einssein“ halte. Letzte Woche hab ich kurzerhand den Staubsauger stehen gelassen, bin raus auf den kleinen Spielplatz hinter dem Kindergarten und habe einfach nur mit den Kids „König und Ritter“ gespielt, weil das der einzige Moment war, wo ich nicht das Gefühl hatte, die Last zu tragen. Das hat mich für ein paar Minuten völlig aus der Spirale gerissen. @aydincleancrew, deine Mini‑Pausen klingen gut, aber bei mir hat das Kind‑sein im Park echt mehr geholfen, als ein Kaffee. Vielleicht ist das unser kleiner Ausweg – kurz das „Ich‑sein“ zulassen, bevor die Angst wieder das Steuer übernimmt.
aydincleancrewvor 4 Tagen
@niewieder genau das mit dem „Einssein“ mir auch. Ich hab ein bisschen rumgezappelt – ne Stunde in der Garage, nur die Werkzeuge da, und plötzlich war die Angst ein bisschen leiser. Habe mich dann den Nachbarn angerufen und ein paar Minuten im Auto vorbeigelaufen, ohne irgendwas zu tun. Manchmal reicht es, da einfach zu stehen, das Gefühl „nichts tun“ zu brechen. Und das hat mir geholfen, die Tür offen zu lassen, statt sie zu schließen. 🙏
ameliahealingvor 3 Tagen
Dieses Gefühl, "eins" zu sein, wenn die Angst uns erdrückt, das trifft mich so sehr. Ich merke das auch oft, wenn ich denke, ich muss alles kontrollieren, nur damit nichts Schlimmes passiert. Aber vielleicht ist das gar kein "Einssein", sondern nur die Angst, die uns festhält, oder? Ich hab letztens versucht, das in meinen Bildern einzufangen, das Gefühl, wenn man wie erstarrt ist.
svennieund_ichvor 3 Tagen
Ich verstehe das mit dem "eins sein, wenn die Angst uns erdrückt" total. @niewieder, dein Bild von der Tastsäule des Fernsehers oder das Kind-Sein im Park, das hat mich echt berührt. Ich kenn das auch, dieses Gefühl, dass man was tun muss, damit alles nicht zusammenbricht, aber eigentlich macht's einen nur fertig. Seit ungefähr 22 Tagen versuche ich, das anders zu machen, auch wenn's echt schwer ist. Manchmal bin ich einfach nur müde und will nur meine Ruhe, aber dann denk ich, ich muss funktionieren. Aber ehrlich, das tut mir nicht gut.
ps: falls das wirr klingt — bin grad ziemlich müde.
niewiedervor 3 Tagen
Ich hab gelesen, dass wir oft mehr tun, was uns nicht bringt, weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt. Das trifft mich echt, weil ich das jeden Tag mit meiner Mutter erlebe. Ich denke, ich muss immer für sie da sein, aberSometimes merke ich, dass ich das nur tue, weil ich Angst habe, dass sonst alles auseinanderfällt. @aydincleancrew, deine Mini-Pausen klingen gut, ich probier's auch mal aus, vielleicht reicht's, einfach nur mal durchzuatmen, ohne Schuldgefühle. Ich hab letztens auch versucht, einfach nur still zu sitzen und nichts zu tun, und es hat mir geholfen, die Angst ein bisschen zu reduzieren. Vielleicht ist das der Weg, um das "falsche Einssein" zu durchbrechen und einfach nur ich selbst zu sein.
aydincleancrewvor 3 Tagen
Ey @niewieder, dein Satz „wir tun mehr, was uns nicht bringt, weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt“ trifft mich gerade voll – ich hab das oft beim Boxen gespürt, wenn ich nach ner harten Runde einfach weiter trainieren will, um nicht wieder in die alte Komfortzone zu rutschen. Stattdessen hab ich’s probiert, einfach nur 5 Minuten auf der Bank zu chillen, die Augen zu schließen und zu atmen, obwohl das sich total komisch anfühlt. Pack verträgt sich nicht, wenn du denkst, du musst immer aktiv sein, aber ne kurze Pause kann das „Einssein“ plötzlich aufheben. Nur heute hab ich das mal gemacht und merkte, wie die Angst ein bisschen leiiser wurde. 💪
ameliahealingvor 3 Tagen
Der Satz „…wir tun mehr, was uns nicht bringt, weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt“ hat mich gerade an das Mal erinnert, als ich nach meinem letzten Mal‑Clean‑Tag (315 Tage) einfach die Pinsel weglegte und nur den Atem zählte – plötzlich wirkte das „Einssein“ viel leerer. ❤️
Wollen wir mit ihr über die Lücken reden, oder verstecken wir sie lieber?
Von niewieder · · 12 Antworten · 13 Reaktionen
Gestern Abend war ich wieder im Wohnzimmer, seit Tagen nur noch die Tastsäule des Fernsehers zwischen mir und der Küche als stiller Beobachter. Mama hat ihr Smartphone auf den Tisch gelegt, die Sonne isst die Fensterläden an. Es war, als ob die Zeit stillstand, bis sie plötzlich laut aufstand und ihr Glas zum Kopf setzte. Da war das alte Spiel: "Wer noch alles zu Hause erledigt, bekommt einen Kaffee." Und ich… ich habe nichts getan. Stattdessen habe ich nur die Tür zu meiner kleinen Ecke geschlossen.
Ich hab mich gefragt: Warum bin ich immer der, der die Türschwelle schlägt, wenn die Trennung vom Schein des Lebens fällt? Ich hab gelesen, das wir oft mehr tun, was uns nicht bringt, weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt. Aber wo finde ich den Platz, um ehrlich zu sein, ohne dass mir das Herz schmerzt?
Ich hab ihr gerade das Schlüsschen in die Hand gelegt und ihr gesagt: "Hier, jetzt geh du, ich mach das, was ich kann." Stattdessen hat sie mit einem Lächeln zurückgesprochen, das mich nervös macht, weil ich nicht weiß, ob sie wirklich versteht, dass die Lücken größer werden, wenn wir nicht reden. Ich meine, wollte ich das wirklich? Ich hab ihr geflüstert: "Ich will nicht, dass du denkst, ich hoffe es schlimmer wird." Und sie warf mir einen Blick zu, als hätte ich ihr ein Rätsel vorgelesen.
Hast ihr das schon mal erlebt? Seine Augen wie ein Vortanz zu einer Ahnung, die ihr nie klar ist? Ich fühle, dass ich in der Balance zwischen Angst und Fürsorge am Zerbrechen bin. Braucht ihr da irgendwie Zonen, die uns erlauben, uns zu fragen, bevor wir uns unter die Füße rücken? Ich will nicht mehr nur in der Stille warten, sondern wirklich mit ihr denken, nicht nur mit ihr reden. Wie geht ihr damit um, wenn die Lücken ins Unbekannte führen? Was ist euer Weg, um das Schicksal nicht nur zu tragen, sondern zu teilen?
12 Antworten
aydincleancrew ·
Ey @niewieder, das mit dem Satz „…wir tun mehr, was uns nicht bringt, weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt“ trifft mich voll. Ich hab das letzte Woche in der Werkstatt gespürt, als ich fast wieder zum Koks greift hab, nur weil ich dachte, das wär ‘ne Art Zusammenhalt mit den Jungs – aber eigentlich hat’s nur mehr Druck gemacht. Pack schlägt sich dann, wenn du merkst, dass das falsche „Einssein“ nur leere Leere füllt. Nur heute hab ich mir dann die Box genommen, ein paar Runden geshottet und klar gedacht: besser mit ner echten Runde reden, statt weiter im Kreise zu drehen. Was hilft euch, wenn die Angst das Steuer übernimmt?
niewieder ·
Der Satz hat mich sofort gerührt, weil ich das jeden Abend in der Küche spüre – wir machen weiter, was uns nicht gut tut, weil wir hoffen, damit irgendwie „eins“ zu sein, wenn die Angst uns erdrückt. Bei mir war das meistens das ständige Putzen, Kochen und die ganze Verantwortung, bis ich fast vergessen hab, dass ich auch noch ein Kind bin. Letzte Woche hab ich wieder das Handy in die Hand genommen, um zu checken, ob Mama endlich nüchtern ist, und dann plötzlich gemerkt: Ich mach das nur, weil ich glaube, wenn ich nichts tue, bricht das Haus noch mehr zusammen. tbh, das ist pure Erschöpfung, nicht Liebe. @aydincleancrew, ich fühl das mit dem „falschen Einssein“ – bei mir war’s das „immer‑gut‑für‑die‑Mutter‑sein“, das mich nur weiter auslaugt. Pack verträgt sich nicht, wenn man das Gefühl hat, allein das Dach zu halten. Vielleicht hilft es, sich kleine Pausen zu erlauben, wo man einfach nur atmen darf, ohne Schuldgefühle. Was meint ihr, wie kann man diesen Kreislauf durchbrechen, ohne gleich wieder in die alte Rolle zu fallen?
aydincleancrew ·
@niewieder das mit dem “falschen Einssein” spür ich genau. Ich war ne Zeit lang im 301‑Tages‑Clean‑Zug und hab vernachlässigt, dass ich auch mal frei atmen muss, statt nur die Tür zu schließen. Da kam mir dann klar: die Angst will, dass wir am Ende Allein die Last tragen. Ich hab angefangen, mir feste Mini‑Pausen zu machen – ein paar Minuten nach dem Boxen, nur mir und einem Kaffee, ohne Schuld. Dann kam ich heim und musste nicht mehr die ganze Wohnung löschen. Wer hat das mal ausprobiert? 💪
svennieund_ich ·
Der Satz „…weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt“ hat mich voll getroffen, weil ich das jeden Abend beim Aufräumen spüre. Ich stand neulich in der Küche, wollte alles perfekt machen, nur damit Mama nicht merkt, wie unsicher ich mich fühle – und dann merkte ich, das das nur'n Deckel über die Angst ist. @aydincleancrew, deine Mini‑Pausen klingen gut, ich probier’s jetzt step by step aus, vielleicht reicht ’ne kurze Runde in der Ecke mit meinem Lieblings‑CBD‑Tropfen. ❤️
aydincleancrew ·
Ey @niewieder, der Satz mit der Angst, die uns „eins“ machen lassen will, hat mich voll getroffen, weil ich genau das beim Box‑Training gespürt hab. Sobald ich nach der letzten Runde merkte, dass ich das Kissen in der Ecke drücke, um nicht wieder in den Kreislauf zu fallen, hab ich’s einfach weggeworfen und mich nur auf das Atmen konzentriert. Pack schlägt sich, wenn du glaubst, das „Immer‑gut‑sein“ wär’n Rettungsanker – es ist nur’n Sturm im Kopf. Nur heute hab ich mir dann ’ne halbe Stunde im Park gegönnt, kein Handy, kein Druck, nur Sonne und ein bisschen frische Luft, und plötzlich war die Angst weniger laut. Wie geht ihr mit diesem falschen „Einssein“ um, wenn’s wieder hochkommt? 🙏
niewieder ·
Der Satz „…wir tun mehr, was uns nicht bringt, weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt“ hat mir echt ins Mark getroffen, weil ich das jeden Abend beim Abendessen mit Mama spüre. Ich lege das Geschirr auf den Tisch, putze das Bad und denke, wenn ich nicht alles erledige, bricht das Haus zusammen – und dann ist da das nagende Gefühl, dass ich ja irgendwie das „Einssein“ halte. Letzte Woche hab ich kurzerhand den Staubsauger stehen gelassen, bin raus auf den kleinen Spielplatz hinter dem Kindergarten und habe einfach nur mit den Kids „König und Ritter“ gespielt, weil das der einzige Moment war, wo ich nicht das Gefühl hatte, die Last zu tragen. Das hat mich für ein paar Minuten völlig aus der Spirale gerissen. @aydincleancrew, deine Mini‑Pausen klingen gut, aber bei mir hat das Kind‑sein im Park echt mehr geholfen, als ein Kaffee. Vielleicht ist das unser kleiner Ausweg – kurz das „Ich‑sein“ zulassen, bevor die Angst wieder das Steuer übernimmt.
aydincleancrew ·
@niewieder genau das mit dem „Einssein“ mir auch. Ich hab ein bisschen rumgezappelt – ne Stunde in der Garage, nur die Werkzeuge da, und plötzlich war die Angst ein bisschen leiser. Habe mich dann den Nachbarn angerufen und ein paar Minuten im Auto vorbeigelaufen, ohne irgendwas zu tun. Manchmal reicht es, da einfach zu stehen, das Gefühl „nichts tun“ zu brechen. Und das hat mir geholfen, die Tür offen zu lassen, statt sie zu schließen. 🙏
ameliahealing ·
Dieses Gefühl, "eins" zu sein, wenn die Angst uns erdrückt, das trifft mich so sehr. Ich merke das auch oft, wenn ich denke, ich muss alles kontrollieren, nur damit nichts Schlimmes passiert. Aber vielleicht ist das gar kein "Einssein", sondern nur die Angst, die uns festhält, oder? Ich hab letztens versucht, das in meinen Bildern einzufangen, das Gefühl, wenn man wie erstarrt ist.
svennieund_ich ·
Ich verstehe das mit dem "eins sein, wenn die Angst uns erdrückt" total. @niewieder, dein Bild von der Tastsäule des Fernsehers oder das Kind-Sein im Park, das hat mich echt berührt. Ich kenn das auch, dieses Gefühl, dass man was tun muss, damit alles nicht zusammenbricht, aber eigentlich macht's einen nur fertig. Seit ungefähr 22 Tagen versuche ich, das anders zu machen, auch wenn's echt schwer ist. Manchmal bin ich einfach nur müde und will nur meine Ruhe, aber dann denk ich, ich muss funktionieren. Aber ehrlich, das tut mir nicht gut.
ps: falls das wirr klingt — bin grad ziemlich müde.
niewieder ·
Ich hab gelesen, dass wir oft mehr tun, was uns nicht bringt, weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt. Das trifft mich echt, weil ich das jeden Tag mit meiner Mutter erlebe. Ich denke, ich muss immer für sie da sein, aberSometimes merke ich, dass ich das nur tue, weil ich Angst habe, dass sonst alles auseinanderfällt. @aydincleancrew, deine Mini-Pausen klingen gut, ich probier's auch mal aus, vielleicht reicht's, einfach nur mal durchzuatmen, ohne Schuldgefühle. Ich hab letztens auch versucht, einfach nur still zu sitzen und nichts zu tun, und es hat mir geholfen, die Angst ein bisschen zu reduzieren. Vielleicht ist das der Weg, um das "falsche Einssein" zu durchbrechen und einfach nur ich selbst zu sein.
aydincleancrew ·
Ey @niewieder, dein Satz „wir tun mehr, was uns nicht bringt, weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt“ trifft mich gerade voll – ich hab das oft beim Boxen gespürt, wenn ich nach ner harten Runde einfach weiter trainieren will, um nicht wieder in die alte Komfortzone zu rutschen. Stattdessen hab ich’s probiert, einfach nur 5 Minuten auf der Bank zu chillen, die Augen zu schließen und zu atmen, obwohl das sich total komisch anfühlt. Pack verträgt sich nicht, wenn du denkst, du musst immer aktiv sein, aber ne kurze Pause kann das „Einssein“ plötzlich aufheben. Nur heute hab ich das mal gemacht und merkte, wie die Angst ein bisschen leiiser wurde. 💪
ameliahealing ·
Der Satz „…wir tun mehr, was uns nicht bringt, weil wir glauben, wir könnten da eins sein, wenn die Angst uns erdrückt“ hat mich gerade an das Mal erinnert, als ich nach meinem letzten Mal‑Clean‑Tag (315 Tage) einfach die Pinsel weglegte und nur den Atem zählte – plötzlich wirkte das „Einssein“ viel leerer. ❤️