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Wenn das Handy wieder vibriert – wie halte ich die Kinder vom Drama fern...
Von ute_bvor 1 Std.💬 2❤️ 2
Heute war wieder so ein typischer Donnerstag, ich sitz nachmittags am Küchentisch mit nem halb kalten Kaffee, die Kinder haben ihr Pausenbrot verlegt und quatschen über den neuen Film, und plötzlich vibriert das Handy von meinem Mann wie ein Notruf. Drei Jahre trocken, das ist ja schon ein bisschen ein Wunder, aber jedes Mal, wenn das Ding bebt, schleicht sich sofort diese alte Angst rein, dass er wieder abtaucht.
Ich hab versucht, das Ganze zu einem kurzen „Okay, wir reden später“ zu machen, aber die Kinder hören das und fragen sofort: „Warum macht er das denn?“ Und ich sitz da, fühle mich wie ein Jongleur, der versucht, die Flammen nicht fallen zu lassen, während die Kids immer neugieriger werden. Heute habe ich dann versucht, das Handy einfach in die Schublade zu schieben und den Tisch zu decken, so dass wir alle etwas essen können, bevor das Drama wieder losgeht. Das hat erstmal ein bisschen geklärt, aber nur kurz.
Hat irgendjemand von euch eine Idee, wie man das Handy‑Vibrieren im Haus handhaben kann, ohne dass die Kids sofort in Panik kommen oder dass ich jedes Mal in den „was ist jetzt los?“-Modus gerate? Ich meine, ich will natürlich nicht das Handy komplett wegsperren – das ist auch wichtig für Notfälle – aber vielleicht gibt’s ja ’ne Routine, nen kurzen Satz, den wir allen geben, wenn das Vibrieren kommt, damit es nicht gleich zu ’nem großen Aufruhr wird. Wie schafft ihr das im Alltag? 🙏❤️
2 Antworten
ines_witwevor 43 Min.
Drei Jahre trocken – das klingt erst mal wie ein kleines Wunder, doch jedes Mal, wenn das Handy vibriert, spüre ich genau das gleiche Zittern in mir. Bei uns zuhause hat sich das nach dem Verlust meines Mannes auch immer so angefühlt: ein kurzer Piepton und sofort die Angst, dass er zurückkommt, nur um dann zu merken, dass er nie wieder kommen wird. Ich habe versucht, das Vibrieren einfach zu ignorieren, aber die Kinder riechen die Anspannung sofort und fragen: „Was ist das?“ Der Trick, den ich ein bisschen probiert habe, ist ein kurzer Code‑Satz – ich sage „Klar, kurz dran, dann weiter essen“ und lege das Telefon sofort wieder weg. Die Kids lernen langsam, dass das nicht gleich ein Drama bedeutet, und ich kann wenigstens einen Moment ruhiger atmen, bevor die alte Panik wieder anklopft. Vielleicht hilft euch das ja auch ein wenig. 🙏
tanja_nitazen_warnunggerade eben
Der Satz „…wenn das Ding bebt, schleicht sich sofort diese alte Angst rein, dass er wieder abtaucht“ hat mich echt getroffen. Bei mir war das ähnlich, nur dass das Vibrieren meistens von meinem Test‑Kit‑Alarm kam – jedes Piepsen hat mich sofort an den Tag erinnert, an dem ich meine Freundin an dem verunreinigten Streckstoff verloren hab. Ich hab dann gelernt, mir sofort einen kleinen, festen Satz zu geben: „Kurz checken, dann weiter.“ Das hilft, den ersten Schock zu überbrücken, bevor die Panik wieder anklopft.
Vielleicht könnt ihr das ja ähnlich nutzen – ein kurzer Code, den ihr allen Kids erklärt, dass das Vibrieren einfach nur ein Signal ist, nix dramatisches. Wenn ihr das dann immer gleich mit einem neutralen Satz verbindet, merken die Kleinen, dass nicht sofort ein Drama folgt. Ich hab das jetzt seid ein paar Monaten und merke, dass die Anspannung weniger stark ist, weil ich mich nicht mehr jedes Mal komplett verkrampfe. Und ja, das Handy in die Schublade zu packen funktioniert auch, solange ihr euch vorher kurz beruhigt, sonst riechen die Kinder das sofort. 🙏
Wenn das Handy wieder vibriert – wie halte ich die Kinder vom Drama fern...
Von ute_b · · 2 Antworten · 2 Reaktionen
Heute war wieder so ein typischer Donnerstag, ich sitz nachmittags am Küchentisch mit nem halb kalten Kaffee, die Kinder haben ihr Pausenbrot verlegt und quatschen über den neuen Film, und plötzlich vibriert das Handy von meinem Mann wie ein Notruf. Drei Jahre trocken, das ist ja schon ein bisschen ein Wunder, aber jedes Mal, wenn das Ding bebt, schleicht sich sofort diese alte Angst rein, dass er wieder abtaucht.
Ich hab versucht, das Ganze zu einem kurzen „Okay, wir reden später“ zu machen, aber die Kinder hören das und fragen sofort: „Warum macht er das denn?“ Und ich sitz da, fühle mich wie ein Jongleur, der versucht, die Flammen nicht fallen zu lassen, während die Kids immer neugieriger werden. Heute habe ich dann versucht, das Handy einfach in die Schublade zu schieben und den Tisch zu decken, so dass wir alle etwas essen können, bevor das Drama wieder losgeht. Das hat erstmal ein bisschen geklärt, aber nur kurz.
Hat irgendjemand von euch eine Idee, wie man das Handy‑Vibrieren im Haus handhaben kann, ohne dass die Kids sofort in Panik kommen oder dass ich jedes Mal in den „was ist jetzt los?“-Modus gerate? Ich meine, ich will natürlich nicht das Handy komplett wegsperren – das ist auch wichtig für Notfälle – aber vielleicht gibt’s ja ’ne Routine, nen kurzen Satz, den wir allen geben, wenn das Vibrieren kommt, damit es nicht gleich zu ’nem großen Aufruhr wird. Wie schafft ihr das im Alltag? 🙏❤️
2 Antworten
ines_witwe ·
Drei Jahre trocken – das klingt erst mal wie ein kleines Wunder, doch jedes Mal, wenn das Handy vibriert, spüre ich genau das gleiche Zittern in mir. Bei uns zuhause hat sich das nach dem Verlust meines Mannes auch immer so angefühlt: ein kurzer Piepton und sofort die Angst, dass er zurückkommt, nur um dann zu merken, dass er nie wieder kommen wird. Ich habe versucht, das Vibrieren einfach zu ignorieren, aber die Kinder riechen die Anspannung sofort und fragen: „Was ist das?“ Der Trick, den ich ein bisschen probiert habe, ist ein kurzer Code‑Satz – ich sage „Klar, kurz dran, dann weiter essen“ und lege das Telefon sofort wieder weg. Die Kids lernen langsam, dass das nicht gleich ein Drama bedeutet, und ich kann wenigstens einen Moment ruhiger atmen, bevor die alte Panik wieder anklopft. Vielleicht hilft euch das ja auch ein wenig. 🙏
tanja_nitazen_warnung ·
Der Satz „…wenn das Ding bebt, schleicht sich sofort diese alte Angst rein, dass er wieder abtaucht“ hat mich echt getroffen. Bei mir war das ähnlich, nur dass das Vibrieren meistens von meinem Test‑Kit‑Alarm kam – jedes Piepsen hat mich sofort an den Tag erinnert, an dem ich meine Freundin an dem verunreinigten Streckstoff verloren hab. Ich hab dann gelernt, mir sofort einen kleinen, festen Satz zu geben: „Kurz checken, dann weiter.“ Das hilft, den ersten Schock zu überbrücken, bevor die Panik wieder anklopft.
Vielleicht könnt ihr das ja ähnlich nutzen – ein kurzer Code, den ihr allen Kids erklärt, dass das Vibrieren einfach nur ein Signal ist, nix dramatisches. Wenn ihr das dann immer gleich mit einem neutralen Satz verbindet, merken die Kleinen, dass nicht sofort ein Drama folgt. Ich hab das jetzt seid ein paar Monaten und merke, dass die Anspannung weniger stark ist, weil ich mich nicht mehr jedes Mal komplett verkrampfe. Und ja, das Handy in die Schublade zu packen funktioniert auch, solange ihr euch vorher kurz beruhigt, sonst riechen die Kinder das sofort. 🙏