Öffentlich lesbarer Thread
Wenn das neue "Spice" mich an den alten Koks-Kick erinnert
Hallo zusammen,
ich weiß, ich bin hier eigentlich im falschen Kanal, aber ich hab das Gefühl, hier sind die Leute vielleicht am ehesten bereit, zuzuhören, ohne gleich mit dem Zeigefinger zu kommen. Ich bin ja jetzt schon seit 9 Monaten clean, was ja für mich persönlich ein riesiger Erfolg ist. Vor allem nach dem ganzen Koks und Alkohol-Zirkus, den ich da durchgemacht hab, um irgendwie im Consultant-Job mithalten zu können und danach wieder runterzukommen. Aber neulich, im Supermarkt, da lag dieses neue "HHC-Melt" Zeug rum. Sieht harmlos aus, so in der Dose. Und irgendwie hat mich das plötzlich wieder an diesen... Kick erinnert. Nicht direkt an Koks, aber an dieses Gefühl, wenn man was nimmt und dann auf einmal alles wieder so klar wird, so leicht. Man fühlt sich wieder richtig leistungsfähig, oder so ähnlich.
Ich hab's natürlich nicht mitgenommen, das ist ja klar. Aber die Vorstellung allein... sie war da. Und das macht mir irgendwie Angst. Ich dachte, ich bin da drüber weg. Ich hab doch jetzt diese ganzen neuen Strategien, die mir auch im letzten Meeting geholfen haben, wo ich dachte, der Chef gibt mir gleich den roten Teppich für mein Burnout-Update. Aber wenn dann so ein harmlos aussehendes Ding mich wieder in diese Gedankenspirale zieht...
Geht es euch Angehörigen manchmal auch so, dass ihr plötzlich an alte Muster erinnert werdet, obwohl ihr doch eigentlich alles anders machen wollt? Oder ist das eher meine Sucht, die da noch im Hintergrund lauert und sich neue Wege sucht, mich zu kriegen? Ich hab echt keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll, wenn die Trigger so subtil sind. Ich dachte, clean sein heißt, diese ganzen Versuchungen sind weg. Aber ist das so? Oder muss ich lernen, damit zu leben, dass diese Gedanken immer mal wieder kommen?
Ich bin gespannt auf eure Gedanken dazu.
