Öffentlich lesbarer Thread
Wenn der Feierabend plötzlich zur Falle wird
Heute war wieder so ein typischer Mittwoch – nach der letzten Stunde Geschichte saß ich noch im Lehrerzimmer, die Kaffeemaschine gluckste leise und ich dachte, endlich ein kurzer Moment für mich. Stattdessen kam Kollege Jörg mit seiner typischen „Wie läuft’s bei dir?“-Runde und plötzlich drückte er mir noch ein paar To‑Do‑Listen für die nächste Woche in die Hand. Ich merke, wie das Herz schneller schlägt, weil ich das bekannte Ziehen im Nacken spüre – das alte Verlangen nach Leistung, das früher fast wie ein zweites Gift war. Seit ein paar Monaten bin ich clean, aber das ständige „Mehr erledigen, schneller fertig“ klingt manchmal wie ein Echo aus der Vergangenheit. Wie schafft ihr es, den inneren Druck abzuschalten, bevor er euch wieder in die Spirale zieht? Ich probiere jetzt öfter, den Laptop nach dem Unterricht auszuschalten und einfach ein paar Minuten im Pausenhof zu sitzen, aber das klappt nicht immer. Woher nehmt ihr den Mut, den Feierabend wirklich zu leben? 🙏
