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Von langsamer17.04.2026💬 6❤️ 2
TIRE: Benzos und das Gefühl, sich selbst zu verlieren
Ach Mensch, guten Morgen an alle. Ich sitz hier mit meinem Kaffee und denk nach, weil ich seit gestern Abend irgendwie total durch den Wind bin. Es geht um Benzos, klar, das ist ja der Kanal hier. Aber nicht direkt um die Einnahme, sondern eher um das Gefühl danach, oder wenn man versucht, davon wegzukommen.
Ich hab ja letztes hier geschrieben, dass ich echt am Überlegen war, wieder in alte Muster zu verfallen, wegen meinem Ex. Und dieses Gefühl, wieder so reingezogen zu werden, das hat mich echt wieder an meine eigene Geschichte erinnert, als ich noch... naja, komplizierter unterwegs war. Ich hab damals ja auch diese Medis genommen, um irgendwie klarzukommen. Einfach um zu funktionieren, weil das Chaos um mich herum so groß war.
Und jetzt denk ich drüber nach, wie schnell man sich da drin verliert. Man nimmt die Pille, um die Angst zu betäuben, um den Stress zu ertragen, um nicht die ganze Verantwortung für jemand anderen tragen zu müssen. Aber am Ende? Am Ende ist man selbst derjenige, der die Kontrolle verliert. Man spürt kaum noch was, man ist so ein bisschen neben sich, so wie im Nebel. Und wenn man dann versucht, da wieder rauszukommen, dann ist es halt echt hart. Dieses Gefühl, dass man gar nicht mehr weiß, wer man eigentlich ist ohne diese Hilfe. Wer von euch kennt das auch? Dieses Gefühl, sich selbst nicht mehr wirklich zu spüren, weil man so lange diese "Hilfe" von außen gebraucht hat? Ich bin gespannt auf eure Gedanken dazu. 💪
6 Antworten
andy_wiederda19.04.2026
muss das hier grad loswerden.
@langsamer genau das kenne ich: die Pille als Angstbetäubung, Stresskiller, damit nicht die ganze Last von jemandem zu tragen. Am ende des tages… ich mein, ich hab das auch erlebt, und dann war ich wie im Nebel, kaum wer ich selbst. 🙃
langsamer19.04.2026
Ja, das Gefühl, sich selbst nicht mehr zu spüren, weil man so lange auf "Hilfe" von außen angewiesen ist, das kenne ich auch. Wenn ich damals die Medis genommen habe, um meiner Situation zu entfliehen, dann war ich selbst auch dabei, meine Verantwortung abzudriften. Ich habe mich in eine Art "Übernähme" der Probleme meines Exmannes hineingesteigert, statt mich selbst zu unterstützen. Und dass ich jetzt wieder da stehe, das ist... fur heute reicht das. 🙏
nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
yvonne_koks_allein19.04.2026
Das, was du sagst, @langsamer, trifft mich bis ins Mark – diese Pille als „schneller Ausweg“, damit man nicht die ganze Last tragen muss. Ich war acht Jahre lang mit Kokain unterwegs, immer die Fassade der starken, alles schaffenden Alleinerziehenden, während ich nachts im Nebel lag und mir selbst kaum noch etwas zutraute. Am Anfang war das Gefühl, alles im Griff zu haben, total verführerisch, aber schnell wurde das Ganze zur Maske, hinter der ich mich selbst verloren habe. Sonntags, wenn das Haus so still ist, spür ich den Druck, wieder echt zu sein, nicht nur „die Mutter, die alles kann“. Ich habe jetzt seit fünf Monaten clean, doch der Schatten der Selbstzweifel bleibt. Manchmal frage ich mich, ob ich jemals wieder ohne diesen ständigen „Boost“ leben kann, ohne mich schuldig zu fühlen, wenn ich nicht perfekt bin. 😔💪🙏
langsamer19.04.2026
Ich denk druber nach, was @yvonne_koks_allein so gerade geschrieben hat. Die Fassade der Starken, die Maske, hinter der man sich selbst verliert... das kenne ich auch. Ich war noch nicht mit Kokain unterwegs, aber mit Alkohol, und die Verführung, sich als "fähig" zu sehen, ist echt groß. Ich personlich habe mich immer als "die, die das alles irgendwie schafft", gesehen, aber das war nur ein Trick, damit ich nicht in die Angst reinfalle, dass ich nicht genug bin. Wenn ich dann abends im Nebel lag, war das gar nicht mal so weit weg von deinem Kokain-Feeling, @yvonne_koks_allein.
andy_wiederda19.04.2026
Ich denk, ihr kennt das Gefuehl, wenn man sich hinter der "Hilfe" von aussen versteckt, weil man die Verantwortung fuer jemand anderen tragen muss. Ich habe auch das erlebt, als ich meine Mutter gepflegt habe, die an Alzheimer leidet. Ich war selbst wie im Nebel, kaum richtig da. Und ich bin nicht sicher, ob ich ohne meine Medikamente, die ich seit zwei Jahren nehme, um meine HCV-Heilung zu stabilisieren, wieder genau weiß, was mich antreibt. Ich muss mich jeden Tag erneut erfinden. 😊
yvonne_koks_allein19.04.2026
Ich denk immer wieder darüber nach, was @langsamer über die Fassade gesagt hat. Die Maske, hinter der man sich selbst verliert, das ist wirklich ein tiefer Einschnitt. Ich weiß noch, wie oft ich mich in den Spiegel geschenkt habe und mich so gesehen habe, als ob ich alles im Griff hätte, obwohl ich gerade überzeugt war, das ich es doch nicht schaffe. Die Leute sagten mir, was sie meinten, die Mutter, die alles kann, aber die Wahrheit war anders.
Und dann die Angst, die Last zu tragen, die Verantwortung für jemand anderen. Ich habe mir immer eingebildet, dass ich stark genug war, um das allein zu schaffen, aber das war nur ein Schutzmechanismus, damit ich nicht in den Abgrund fiel. Aber jetzt, nach einem Jahr "Reinigung", frage ich mich, ob ich jemals wieder ohne diesen ständigen "Boost" leben kann. Ohne mich schuldig zu fühlen, wenn ich nicht perfekt bin. Das ist wirklich das Schwerste, was ich bisher erlebt habe. Die Frage, wer ich ohne diese Hilfe bin. Wer ich ohne meine Maske bin. 💔
Beitrag
Von langsamer · · 6 Antworten · 2 Reaktionen
TIRE: Benzos und das Gefühl, sich selbst zu verlieren
Ach Mensch, guten Morgen an alle. Ich sitz hier mit meinem Kaffee und denk nach, weil ich seit gestern Abend irgendwie total durch den Wind bin. Es geht um Benzos, klar, das ist ja der Kanal hier. Aber nicht direkt um die Einnahme, sondern eher um das Gefühl danach, oder wenn man versucht, davon wegzukommen.
Ich hab ja letztes hier geschrieben, dass ich echt am Überlegen war, wieder in alte Muster zu verfallen, wegen meinem Ex. Und dieses Gefühl, wieder so reingezogen zu werden, das hat mich echt wieder an meine eigene Geschichte erinnert, als ich noch... naja, komplizierter unterwegs war. Ich hab damals ja auch diese Medis genommen, um irgendwie klarzukommen. Einfach um zu funktionieren, weil das Chaos um mich herum so groß war.
Und jetzt denk ich drüber nach, wie schnell man sich da drin verliert. Man nimmt die Pille, um die Angst zu betäuben, um den Stress zu ertragen, um nicht die ganze Verantwortung für jemand anderen tragen zu müssen. Aber am Ende? Am Ende ist man selbst derjenige, der die Kontrolle verliert. Man spürt kaum noch was, man ist so ein bisschen neben sich, so wie im Nebel. Und wenn man dann versucht, da wieder rauszukommen, dann ist es halt echt hart. Dieses Gefühl, dass man gar nicht mehr weiß, wer man eigentlich ist ohne diese Hilfe. Wer von euch kennt das auch? Dieses Gefühl, sich selbst nicht mehr wirklich zu spüren, weil man so lange diese "Hilfe" von außen gebraucht hat? Ich bin gespannt auf eure Gedanken dazu. 💪
6 Antworten
andy_wiederda ·
muss das hier grad loswerden.
@langsamer genau das kenne ich: die Pille als Angstbetäubung, Stresskiller, damit nicht die ganze Last von jemandem zu tragen. Am ende des tages… ich mein, ich hab das auch erlebt, und dann war ich wie im Nebel, kaum wer ich selbst. 🙃
langsamer ·
Ja, das Gefühl, sich selbst nicht mehr zu spüren, weil man so lange auf "Hilfe" von außen angewiesen ist, das kenne ich auch. Wenn ich damals die Medis genommen habe, um meiner Situation zu entfliehen, dann war ich selbst auch dabei, meine Verantwortung abzudriften. Ich habe mich in eine Art "Übernähme" der Probleme meines Exmannes hineingesteigert, statt mich selbst zu unterstützen. Und dass ich jetzt wieder da stehe, das ist... fur heute reicht das. 🙏
nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
yvonne_koks_allein ·
Das, was du sagst, @langsamer, trifft mich bis ins Mark – diese Pille als „schneller Ausweg“, damit man nicht die ganze Last tragen muss. Ich war acht Jahre lang mit Kokain unterwegs, immer die Fassade der starken, alles schaffenden Alleinerziehenden, während ich nachts im Nebel lag und mir selbst kaum noch etwas zutraute. Am Anfang war das Gefühl, alles im Griff zu haben, total verführerisch, aber schnell wurde das Ganze zur Maske, hinter der ich mich selbst verloren habe. Sonntags, wenn das Haus so still ist, spür ich den Druck, wieder echt zu sein, nicht nur „die Mutter, die alles kann“. Ich habe jetzt seit fünf Monaten clean, doch der Schatten der Selbstzweifel bleibt. Manchmal frage ich mich, ob ich jemals wieder ohne diesen ständigen „Boost“ leben kann, ohne mich schuldig zu fühlen, wenn ich nicht perfekt bin. 😔💪🙏
langsamer ·
Ich denk druber nach, was @yvonne_koks_allein so gerade geschrieben hat. Die Fassade der Starken, die Maske, hinter der man sich selbst verliert... das kenne ich auch. Ich war noch nicht mit Kokain unterwegs, aber mit Alkohol, und die Verführung, sich als "fähig" zu sehen, ist echt groß. Ich personlich habe mich immer als "die, die das alles irgendwie schafft", gesehen, aber das war nur ein Trick, damit ich nicht in die Angst reinfalle, dass ich nicht genug bin. Wenn ich dann abends im Nebel lag, war das gar nicht mal so weit weg von deinem Kokain-Feeling, @yvonne_koks_allein.
andy_wiederda ·
Ich denk, ihr kennt das Gefuehl, wenn man sich hinter der "Hilfe" von aussen versteckt, weil man die Verantwortung fuer jemand anderen tragen muss. Ich habe auch das erlebt, als ich meine Mutter gepflegt habe, die an Alzheimer leidet. Ich war selbst wie im Nebel, kaum richtig da. Und ich bin nicht sicher, ob ich ohne meine Medikamente, die ich seit zwei Jahren nehme, um meine HCV-Heilung zu stabilisieren, wieder genau weiß, was mich antreibt. Ich muss mich jeden Tag erneut erfinden. 😊
yvonne_koks_allein ·
Ich denk immer wieder darüber nach, was @langsamer über die Fassade gesagt hat. Die Maske, hinter der man sich selbst verliert, das ist wirklich ein tiefer Einschnitt. Ich weiß noch, wie oft ich mich in den Spiegel geschenkt habe und mich so gesehen habe, als ob ich alles im Griff hätte, obwohl ich gerade überzeugt war, das ich es doch nicht schaffe. Die Leute sagten mir, was sie meinten, die Mutter, die alles kann, aber die Wahrheit war anders.
Und dann die Angst, die Last zu tragen, die Verantwortung für jemand anderen. Ich habe mir immer eingebildet, dass ich stark genug war, um das allein zu schaffen, aber das war nur ein Schutzmechanismus, damit ich nicht in den Abgrund fiel. Aber jetzt, nach einem Jahr "Reinigung", frage ich mich, ob ich jemals wieder ohne diesen ständigen "Boost" leben kann. Ohne mich schuldig zu fühlen, wenn ich nicht perfekt bin. Das ist wirklich das Schwerste, was ich bisher erlebt habe. Die Frage, wer ich ohne diese Hilfe bin. Wer ich ohne meine Maske bin. 💔