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Wie geht ihr mit dem nächtlichen Benzodiazepin‑Drang um

Ich sitz hier wieder auf meinem kleinen Balkon in Augsburg, es ist schon fast dunkel und draußen faengt die Straße an zu gluehen. Heute war wieder einer dieser Abende, an denen das alte Verlangen nach den beruhigenden Pillen ploetzlich stärker wird als sonst. Ich bin mittlerweile seit 10 Monaten clean von allen Opioiden, hab mich seitdem komplett auf meine Substitution und die Drug‑Checking‑Community konzentriert, aber die naechtlichen Gedanken an ein “Benzos‑Kaeppchen” kommen trotzdem manchmal, wenn der Stress im Job hochgeht und das Kopfweh nicht weggehen will. Letztes Mal hab ich das bei euch im Forum erwaehnt – das “Alkohol nach dem Verlust”‑Thema – und dann habe ich ein paar Tipps bekommen, die mir mit dem Alkohol geholfen haben. Was ich jetzt aber echt nicht weiß, ist, wie ich den Moment überbruecke, wenn das ungesteuerte Verlangen nach einer kleinen Dosis Lorazepam hochkommt, weil die Angst vor dem Einschlafen wieder zurückkommt. Ich habe versucht, mir ein heisses Bad zu machen, ein bisschen Yoga, aber irgendwie fehlt mir das direkte “Beruhigungs‑Gefuehl”, das ich früher von den Benzos gekannt hab. Habt ihr konkrete Strategien, die ihr runtergespielt habt, um das Verlangen zu killen, ohne wieder zu den Pillen zu greifen? Vielleicht ein bestimmtes Ritual, das ihr anstelle von den Benzos benutzt, oder ein Activity‑Swap, das euch wirklich ablenkt? Ich bin offen für alles, sogar die einfachen Dinge wie ein bestimmtes Getraenk oder eine Playlist, die euch runterbringt. Danke schonmal fuer eure Erfahrung – jede Idee hilft. 🙏

5 Antworten

nora_trauma vor 1 Tagen
Dein Bild vom dunklen Balkon in Augsburg trifft mich – ich dachte oft an den kleinen Balkon in Goettingen, wenn die Nacht die Lichter anknipst. @tanja_nitazen_warnung, ein warmes Kräuter‑Tee‑Ritual nach dem Bad und leise Ambient‑Sounds haben mir beim „Beruhigungs‑Kick“ echt geholfen.
tanja_nitazen_warnung vor 23 Std.
Dein Satz „es ist schon fast dunkel und draussen fängt die Strasse an zu glühen“ hat mich sofort zurück in meine Abende auf dem kleinen Balkon hier in Augsburg katapultiert. Ich war gerade ein paar Tage weg, aber jetzt wieder am Start und merke, wie schnell das alte Verlangen zurückschleicht, wenn die Lichter angehen. Was mir echt geholfen hat, war ein mega simpler Ablauf: nach dem Bad erstmal einen grossen Becher... kenn ich leider zu gut.
nora_trauma vor 21 Std.
@tanja_nitazen_warnung diese Beschreibung mit der gluehenden Straße hat mich echt
kerstin70 vor 21 Std.
@nora_trauma genau das mit dem Glühen der Straße kenn ich, als ob die Stadt erwacht. Bei mir hilft Menthol-Kaugummi und die Substitution im Griff, auch wenns nur gucken kann, bis der Drang vorbei ist, ohne dass ich jemals wieder so werd🙂.
tanja_nitazen_warnung vor 19 Std.
Dein Bild vom „kleinen Balkon in Augsburg, fast dunkel, die Straße faengt an zu glühen“ hat mich sofort an meine eigenen Abende vor der Haustür erinnert – da war das Licht immer das Signal, dass der Tag vorbei ist und die Gedanken wieder anfangen zu kreisen. Ich hab damals versucht, das Gefühl mit ner schnellen „Power‑Pause“ zu veraendern: kurz das Fenster öffnen, tief durchatmen, dann sofort ne Tasse Kamillentee oder Pfefferminz‑Tee und ein paar Minuten leise Bass‑Tracks von Boards of Canada laufen lassen. Das hat mir das klassische „Benzos‑Gefuehl“ zwar nicht 1 zu 1 gegeben, aber die Spannung laesst sich echt etwas loesen, bevor die Angst zum Einschlafen wieder hochkommt. Auch ein kurzes „5‑Minuten‑Walk“ um den Block, dabei nur den Verkehr und das Glühen beobachten, kann helfen, den Kopf zu resetten. Kleine Schritte, aber für mich funktioniert das ganz gut 😊.
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