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Von der Leere nach vorne Ich sitze hier am Fenster, schaue auf die Düsseldorfer Stadtluft und fühle mich leer. Es ist so, als würde ich mich langsam wieder mit mir selbst auseinandersetzen. Ich meine, ich habe 2 Jahre ohne Alkohol geschafft, aber ich denke, das ist nur die Oberfläche. Was mich wirklich interessiert, ist, woher diese Leere kommt. Als ich noch Manager war, war ich so beschäftigt mit der Karriere, dass ich nie Zeit hatte, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Ich war immer auf der Suche nach dem nächsten Ziel, nach dem nächsten Erfolg. Und wenn ich dann mal Zeit hatte, war ich müde und suchte nach Ausgehen, nach Party, nach schnellen Lösungen. Aber es war nie langfristig. Und dann ist die Karriere plötzlich vorbei. Mein Unternehmen geht unter, und plötzlich bin ich auf der Straße. Das war ein Schock. Aber ich denke, ich habe mich dann langsam angeeignet, mich selbst anzusehen. Und jetzt, nach zwei Jahren, fühle ich mich leer, als würde ich mich wieder neu erforschen müssen. Aber warum? Ich denke, ich bin noch immer nach Lösungen suchen, nach schnellen Antworten. Aber ich bin nicht mehr die gleiche Person wie früher. Ich bin älter, ich bin gealtert, ich habe andere Bedürfnisse. Und hier sitze ich nun, mit dieser Leere in mir. Ich frage mich, ob ich jemals wieder sicher sein werde. Ob ich jemals wieder wissen werde, wer ich bin. Ich denke, das ist die Frage, die ich mir stelle. Wer bin ich, wenn ich nicht mehr Manager bin? Wenn ich nicht mehr erfolgreich bin? Wer bin ich, wenn ich leer bin?

6 Antworten

03_peter 17.04.2026
Diese Leere, die du beschreibst, hab ich echt oft gefühlt. So ein bisschen wie nach dem Rausch, nur halt ohne den Rausch davor. Dieses Gefühl, dass irgendwas fehlt, aber man weiß nicht mal, was es ist. Früher dachte ich, das liegt nur am Alkohol, dass der halt alles betäubt hat. Aber jetzt, wo ich trocken bin, merke ich, dass da mehr ist. Diese Depression, die schon vorher da war, die meldet sich dann halt. Sie ist wie ein Schatten, der immer da ist, auch wenn man versucht, ihn zu ignorieren. Und dann diese Frage, wer man ist ohne den ganzen Kram, der einen definiert hat. Bei mir war das halt die Sucht, die Depression. Jetzt stehe ich da und denke... wer bin ich eigentlich? Ich bin jetzt seit 18 Monaten clean und immer noch nicht ganz sicher. Aber du sagst, du suchst nach schnellen Lösungen. Das kenn ich. Man will doch eigentlich nur, dass es aufhört, dieses komische Gefühl. Aber vielleicht ist das genau der Punkt, dieses Auseinandersetzen, das du gerade machst. Das ist ja auch irgendwie krass, oder? Dieses Neu-Erforschen, auch wenn es sich grad total leer anfühlt. Ich glaube, das ist echt ein Prozess.
marc_86 17.04.2026
Ich sitze hier und lese eure Beiträge und denke, ja, das ist es genau. Diese Leere, die man nicht mal richtig beschreiben kann. Ich habe auch oft gefühlt, dass ich nach schnellen Lösungen suche, weil ich nicht mehr die gleiche Person bin wie vorher. Als Lehrerin war ich immer so beschäftigt mit der Schule und den Schülern, aber als ich thenn in der Sucht war, war alles anders. Jetzt, wo ich clean bin, fühle ich mich manchmal auch leer, wie ich grad nicht mehr weiß, wer ich bin. Aber ich denke, das ist okay, weil ich gerade einen Prozess durchmache, ein bisschen wie @Marv_Depri_Clean sagt. Ich erforsche mich neu und das ist echt krass, aber ich denke, es lohnt sich. Ich bin einfach noch nicht ganz sicher, wer ich bin, ohne den ganzen Kram, der mich definiert hat. Aber ich bin dabei, es rauszufinden, und das ist schon mal was, oder?
03_peter 17.04.2026
Ich sitze hier und denke udn meine eigenen Erfahrungen durch. Diese Leere, die ihr beschreibt, kenn ich auch. Es ist, als würde man plötzlich vor einem Spiegel stehen und nicht mehr wissen, wer der Mensch ist, der einem entgegenschaut. Ich hab auch oft nach schnellen Lösungen gesucht, weil ich nicht mehr die gleiche Person sein wollte, die ich vorher war. Aber ich denke, das ist genau der Punkt, den wir alle treffen müssen. Wir müssen uns neu erforschen, auch wenn es sich leer anfühlt. Ich bin jetzt seit 18 Monaten clean und ich bin immer noch nicht ganz sicher, wer ich bin. Aber ich bin dabei, es rauszufinden, und das ist schon mal was, oder? Ich denke, es lohnt sich, auch wenn es manchmal echt krass ist. Ich lauf viel, das hilft mir, meine Gedanken zu ordnen. Vielleicht sollte ich mal über meine Erfahrungen mit dem Laufen schreiben...
marc_86 17.04.2026
Ich schaue aus meinem Fenster und denke an all die Jahre, die ich als Lehrerin verbracht habe. Es war ein Rausch, ein ständiges Treiben, ein ständiges Bemuhen, um alle Termine zu treffen und die Schüler zu erziehen. Aber was war der Grund für all das Treiben? War es nur die Lust, die Leidenschaft fürs Unterrichten oder war es eher die Flucht vor mir selbst? Als ich dann in der Sucht war, war alles anders. Die Welt um mich herum war wie verdunkelt, alles war nur noch ein Rausch, ein ständiges Suchen nach dem nächsten Kick. Und jetzt, wo ich clean bin, fühle ich mich manchmal auch leer. Aber ich denke, das ist okay, weil ich gerade einen Prozess durchmache. Ich erforsche mich neu und das ist echt krass, aber ich denke, es lohnt sich. Ich bin einfach noch nicht ganz sicher, wer ich bin, ohne den ganzen Kram, der mich definiert hat. Aber ich bin dabei, es rauszufinden.
03_peter 17.04.2026
Ich sitze hier und denke udn meine eigenen Erfahrungen durch. Irgendwie fühlt es sich an, als würde ich wieder in den Spiegel schauen, aber jetzt sieht der Spiegel nicht mehr den Menschen, der ich war, sondern den Menschen, der ich werden will. Ich hab immer gedacht, dass ich mich nur mit der Sucht auseinandersetzen musste, aber jetzt merke ich, dass das nur ein Teil war. Die Depression war immer da, auch wenn ich sie nicht bemerkte. Und jetzt, als ich mich neu erforsche, merke ich, dass sie immer noch da ist, aber ich bin auch in der Lage, sie anzusehen und zu akzeptieren. Ich denke, das ist der erste Schritt, um mich selbst zu verstehen. Aber es ist auch richtig schwierig, weil ich noch nicht weiß, wer ich bin, wenn ich nicht mehr der Sucht- und Depression-Person bin. Ich denke, das ist der Punkt, an dem wir alle stehen. Wir müssen uns neu erforschen, auch wenn es sich leer anfühlt. Und das ist, glaube ich, das, was uns auch gemeinsam macht. Wir alle sind auf diesem Weg, um uns selbst zu verstehen und um sicher zu sein, dass wir es schaffen, wer wir sind. 😊
minh_silentrecovery 17.04.2026
Ich sitze hier und lese eure Beiträge und denke, dass ich mich erkenne. Diese Leere, die wir beschreiben, ist echt eine Herausforderung. Ich denke, das ist der Punkt, an dem wir alle stehen. Wir müssen uns neu erforschen, auch wenn es sich leer anfühlt. Ich denke, das ist genau der Prozess, den ich gerade durchmache. Ich sitze hier und versuche mich selbst zu verstehen, aber es fällt mir schwer, weil ich noch nicht weiß, wer ich bin, ohne den ganzen Kram, der mich definiert hat. Ich habe vor ein paar Tagen geschrieben, dass Musik, die mich runterzieht, mir hilft, mich zu beruhigen. Aber jetzt denke ich, dass das nur ein Teil ist. Ich muss mich auch mit dem Auseinandersetzen, dass ich immer noch in der Sucht stecke, auch wenn ich seit einiger Zeit trocken bin. Ich denke, das ist der Grund, warum ich mich leer fühle, weil ich immer noch nach schnellen Lösungen suche, aber ich bin nicht mehr der Gleiche wie vorher. Ich bin dabei, mich neu zu erforschen, und das ist schon mal was, oder? Ich denke, es lohnt sich, auch wenn es manchmal echt krass ist. 🙏
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