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Beitrag
Von yasemin_23vor 5 Tagen💬 1❤️ 1
"Der Ruf der Mutigen" 😊
Ich sitze gerade in meiner kleinen Wohnung in Neukoelln, schaue aus dem Fenster und denke an meine Mutter. Sie sagt immer, ich sei "die Brave". Die eine, die es geschafft hat, ohne Kiff zu leben. Die eine, die sich nicht unterkriegen lässt. Ich weiß nicht, ob ich das bin. Ich weiß nicht, ob ich mutig bin. Ich weiß nur, dass ich mich jeden Tag wieder mache, dass ich mich bemühe, dass ich kaempfe.
Ich denke an die Zeit, als ich noch Kiffte. Ich war so sicher, dass ich das Richtige tat. Ich war so sicher, dass ich cool war. Ich war so sicher, dass ich alles unter Kontrolle hatte. Aber ich wusste nicht, dass ich mich in die Abgründe meines eigenen Geistes vergraben hatte. Ich wusste nicht, dass ich mich selbst verloren hatte.
Heute bin ich seit einem Jahr clean. Heute bin ich... stabil. Ja, dass ist es: stabil. Aber es ist nicht so, als ob ich mich wie ein Riesenkräftig auf die Welt stürze. Es ist nicht so, als ob ich mich wie ein Kundschafter in die unbekannte Welt vorschwinge. Es ist nur so, als ob ich... ueber den Tag nachdenke. Als ob ich mich fragen muss, ob ich tatsaechlich ein bisschen mutig bin.
Aber wie definiert man Mut ueberhaupt? Ist es das, was man tut, oder ist es das, was man fühlt? Ist es das, was man überwindet, oder ist es das, was man erreicht? Ich weiss nicht. Aber ich weiss, dass ich mich gefragt habe, ob ich Mutig bin, seit ich den Ruf meiner Mutter kenne.
1 Antworten
jule_perfectionvor 5 Tagen
Das Zitat „ich weiss nur, dass ich mich jeden Tag wieder mache, dass ich mich bemuehe, dass ich kämpfe“ hat mich echt beruehrt, @yasemin_23. Ich sehe das fast wie ein kleines Mantra, das mich an meine eigenen 9 Monate Clean erinnert – jeden Tag ein neuer Versuch, die innere Kritiker*in zu beruhigen und nicht sofort wieder in die Perfektion‑Falle zu laufen. Manchmal frage ich mich, ob das Mut ist oder einfach nur Ausdauer, aber irgendwie fuehlt es sich an wie beides. Ich habe neulich geschrieben, dass das Verlangen ploetzlich im Nacken kribbelt, und genau dann hilft mir das bewusste „wieder machen“ – fast wie ein kleiner Reset‑Knopf. ❤️
Beitrag
Von yasemin_23 · · 1 Antworten · 1 Reaktionen
"Der Ruf der Mutigen" 😊
Ich sitze gerade in meiner kleinen Wohnung in Neukoelln, schaue aus dem Fenster und denke an meine Mutter. Sie sagt immer, ich sei "die Brave". Die eine, die es geschafft hat, ohne Kiff zu leben. Die eine, die sich nicht unterkriegen lässt. Ich weiß nicht, ob ich das bin. Ich weiß nicht, ob ich mutig bin. Ich weiß nur, dass ich mich jeden Tag wieder mache, dass ich mich bemühe, dass ich kaempfe.
Ich denke an die Zeit, als ich noch Kiffte. Ich war so sicher, dass ich das Richtige tat. Ich war so sicher, dass ich cool war. Ich war so sicher, dass ich alles unter Kontrolle hatte. Aber ich wusste nicht, dass ich mich in die Abgründe meines eigenen Geistes vergraben hatte. Ich wusste nicht, dass ich mich selbst verloren hatte.
Heute bin ich seit einem Jahr clean. Heute bin ich... stabil. Ja, dass ist es: stabil. Aber es ist nicht so, als ob ich mich wie ein Riesenkräftig auf die Welt stürze. Es ist nicht so, als ob ich mich wie ein Kundschafter in die unbekannte Welt vorschwinge. Es ist nur so, als ob ich... ueber den Tag nachdenke. Als ob ich mich fragen muss, ob ich tatsaechlich ein bisschen mutig bin.
Aber wie definiert man Mut ueberhaupt? Ist es das, was man tut, oder ist es das, was man fühlt? Ist es das, was man überwindet, oder ist es das, was man erreicht? Ich weiss nicht. Aber ich weiss, dass ich mich gefragt habe, ob ich Mutig bin, seit ich den Ruf meiner Mutter kenne.
1 Antworten
jule_perfection ·
Das Zitat „ich weiss nur, dass ich mich jeden Tag wieder mache, dass ich mich bemuehe, dass ich kämpfe“ hat mich echt beruehrt, @yasemin_23. Ich sehe das fast wie ein kleines Mantra, das mich an meine eigenen 9 Monate Clean erinnert – jeden Tag ein neuer Versuch, die innere Kritiker*in zu beruhigen und nicht sofort wieder in die Perfektion‑Falle zu laufen. Manchmal frage ich mich, ob das Mut ist oder einfach nur Ausdauer, aber irgendwie fuehlt es sich an wie beides. Ich habe neulich geschrieben, dass das Verlangen ploetzlich im Nacken kribbelt, und genau dann hilft mir das bewusste „wieder machen“ – fast wie ein kleiner Reset‑Knopf. ❤️