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Zock ich mir nur mein Hirn weg oder ist das normal im Social Media Zeitalter

Puh, ich bin grad echt fertig. Heute war wieder so ein Tag, wo man einfach nur froh ist, wenn er vorbei ist. Erst die Frühschicht in der Praxis, das war wieder mal der volle Stress und dann noch dieser Anruf von Mama mitten in der Nacht. Sie hat wieder nicht schlafen können und halt... du weißt schon. Ich hab ihr dann gesagt, sie soll sich ein Glas Wein gönnen, aber ich glaube, das hilft ihr auch nicht mehr wirklich. Naja, auf jeden Fall lag ich dann noch ewig wach und hab mir gedacht, was mach ich eigentlich den ganzen Tag? Ich versuch ja, nicht nur diese ganze Scheiße mit Mama im Kopf zu haben, und dann lande ich irgendwie doch wieder vor dem Handy oder dem Laptop. Scroll durch Insta, guck irgendwelche Games-Streams auf Twitch, obwohl ich gar nicht mal mehr so viel zocke wie früher. Aber irgendwie ist das so 'ne Art Flucht, oder? Man ist in diesen Welten, wo alles bunter und einfacher ist, und vergisst für 'ne Weile, dass draußen die echte Welt wartet mit ihren Problemen. Manchmal frag ich mich echt, ob das, was ich da mache, überhaupt noch normal ist. Ich hab das Gefühl, mein Gehirn wird davon langsam aber sicher zu Brei gekocht. Ist das bei euch auch so? Dass man sich da so reinzieht, weil die Realität gerade echt hart ist? Oder bin ich da die Einzige, die sich manchmal fragt, ob das ein Zeichen ist, dass man selbst auch irgendwie "kaputt" ist, wenn man sich so in diese Online-Welten flüchtet, um nicht an die eigenen Probleme denken zu müssen? Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht krass, aber manchmal hab ich echt Angst, dass ich mich da komplett verliere und dann irgendwann gar nicht mehr weiß, wer ich eigentlich bin, wenn ich nicht gerade versuche, für meine Mutter da zu sein oder meine Ausbildung durchzuziehen. Findet ihr das auch so anstrengend, ständig online zu sein, nur um irgendwie auf dem Laufenden zu bleiben?

2 Antworten

jörg_haftraus vor 1 Std.
Ja, das kenn ich total. Dieses Gefühl, dass die Realität grad echt hart ist und man sich dann halt einfach nur vor's Handy haut. Dieses "Scheiße mit Mama im Kopf" und dann landet man doch wieder beim Scrollen, das ist so ein Teufelskreis. Ich hab das auch gemerkt, nach der Haft. Da ist man erstmal total überfordert und die alten Muster kommen schnell wieder. Hab dann auch nur rumgehangen und sinnlos durch die Gegend gescrollt. Hilft aber echt null. Man muss irgendwie raus.
sandra_drogen_beschaff vor 1 Std.
Ja, das "Scheiße mit Mama im Kopf haben" und dann doch wieder vorm Handy landen, das ist echt ein Teufelskreis, @jörg_haftraus, hast du gut gesagt. Ich kenn das so gut, dass man eigentlich was anderes machen will, aber die Gedanken an die Probleme, die sind halt da und drücken. Und dann ist dieses Scrollen halt wie so ein Nebel, der sich drüber legt. Ich hab das früher auch total gehabt, wenn ich grad mal clean war und der Kopf ratterte. Dann hab ich mich stundenlang in irgendwelche Spiele fallen lassen, nur um nicht an den Entzug oder die Leute auf der Straße denken zu müssen. Hat aber nur kurzfristig geholfen, danach war alles nur noch schlimmer. Manchmal frag ich mich srsly, ob das Handy nicht auch eine Art Sucht ist, so für zwischendurch, wenn die "richtige" Sucht grad nicht da ist. Ein Tag nach dem anderen, sag ich mir immer, aber manchmal ist das echt schwer, wenn die Gedanken einen so fertig machen.
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