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379 Tage clean – was bedeutet das für mich jetzt

Also ich sitz gerade an meinem kleinen Küchentisch in Neukölln, das Licht ist noch schwach und draußen macht der Regen ein bisschen Lärm, und ich denke über das letzte Jahr nach. Wallah, 379 Tage ohne Kiff – das ist jetzt schon fast ein ganzes Jahr, und ich hab das Gefühl, dass ich erst jetzt richtig anfange, das Ganze zu verstehen. In den ersten Monaten war alles ein ständiges Auf und Ab, ich hab mich oft gefragt, ob ich das überhaupt halten kann, und hab mich dann doch immer wieder in die alte Komfortzone reingelegt. Aber jetzt, nach diesem einen Jahr, merke ich, dass kleine Dinge plötzlich viel größer wirken: das Aufstehen ohne das Verlangen nach einer Joints, das Durchlesen von Vorlesungsfolien ohne das „Müssen“ abzuschalten, und sogar das Lächeln, wenn meine Mama denkt, ich sei die brave Tochter, obwohl ich innerlich noch oft am Kämpfen bin. Gestern hab ich zum ersten Mal seit langem wieder im Park gesessen und einfach nur die Vögel beobachtet – keine Zigarette, keine Pfeife, nur ich und das Geräusch vom Regen. Irgendwie hat das einen Teil von mir beruhigt, den ich lange nicht mehr gespürt habe. Und dann kam das Gespräch mit meiner Beratungsstelle, wo ich gefragt wurde, was ich jetzt als nächsten Schritt sehe. Meine Frage an euch: Wie geht ihr mit dem Moment um, wo das große Ziel (z. B. ein Jahr clean) erreicht ist, aber das Leben trotzdem weiter kleine Versuchungen wirft? Habt ihr Rituale oder kleine Ziele, die euch helfen, den Alltag zu meistern, ohne wieder rückzufallen?
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