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152 Tage clean – und das erste Mal seit Ewigkeiten wieder beten 🙏
Also, ich sitz gerade am Schreibtisch in meinem kleinen Zimmer in der Altstadt, die Sonne scheint fast bis zum Fenster und draußen hör ich das leise Summen von Bienen – das ist irgendwie ein gutes Zeichen für mich, gerade weil der Frühling jetzt echt in die Vollen geht. Heute ist Donnerstag, es ist schon spät, ich hab die Vorlesungen von heute fast verpennt, weil ich noch über den letzten Paragraph in Strafrecht nachgedacht hab, aber jetzt ist Zeit für ein bisschen Reflexion.
Ich hab vor ein paar Wochen angefangen, mir jeden Morgen ein paar Minuten zu nehmen, um zu meditieren, und dann am Abend ein kurzes Gebet zu sprechen. Am Anfang war das für mich echt schwer, weil ich immer dachte, das sei nur noch ein weiteres „Verbot“ von meiner strengen Familie, die das Thema Sucht lieber verdrängt. Aber ich hab es probiert, weil ich mich nach etwas Vertrautem gesehnt hab – ein bisschen wie die alten Geschichten, die Oma immer erzählt hat, wenn wir zu Ramadan zusammensitzen. Alhamdulillah, ich fühl mich irgendwie ruhiger, und das Panikgefühl, das manchmal aus der Psychose‑Angst kommt, ist seltener geworden.
Heute war der Tag, an dem ich das komplette Ritual von Anfang bis Ende durchgezogen hab – 10 Minuten Stille, dann ein paar Atemübungen und zum Schluss das kleine Gebet, das ich immer von Mama gelernt hab. Ich war überrascht, wie leicht es mir gefallen ist, und das hat mich echt stolz gemacht. Vielleicht liegt das daran, dass ich jetzt seit 152 Tagen clean bin, oder weil die Uni mich irgendwie im Pflichtmodus hält, aber ich frage mich: Könnte das regelmäßige Gebet und die Meditation wirklich helfen, die Angst vor einer möglichen Rückfälligkeit zu reduzieren? Wie geht ihr mit solchen spirituellen Routinen um, besonders wenn ihr aus einer kulturell strengen Umgebung kommt? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen. 😊
