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Langsam aber sicher... oder doch nicht
Von sandra_drogen_beschaffvor 1 Std.💬 1❤️ 1
Ich sitz hier gerade in meiner kleinen Einliegerwohnung in der betreuten Einrichtung und denk nach. Es ist jetzt ein paar Monate her, seit ich mich entschieden hab, clean zu werden. Ich meine, es ist nicht das erste Mal, dass ich das versuche, aber ich hab das Gefühl, dass es diesmal anders ist. Ich bin jetzt seit... na ja, ich zähl nicht mehr so genau, aber es ist jedenfalls ein paar Monate her, dass ich nichts mehr genommen hab. Und es geht mir irgendwie besser, ich meine, ich hab nicht mehr diese ständigen Entzugserscheinungen und ich kann wieder ein bisschen durchatmen.
Aber es ist komisch, ich hab jetzt angefangen, mich wieder mit alten Freunden auszutauschen, und das ist irgendwie... schwierig. Sie erwarten alle von mir, dass ich wieder so bin wie früher, und ich weiß nicht, ob ich das kann. Oder ob ich das will. Ich meine, ich will clean bleiben, aber ich will auch nicht meine ganze Identität verlieren. Ich bin halt Sandra, die aus der Szene kommt, und ich weiß nicht, ob ich das jemals wirklich loswerde.
Ich frage mich jetzt, ob es andere gibt, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wie geht man damit um, wenn man clean wird, aber die alten Freunde und die alten Gewohnheiten noch da sind? Ich meine, ich will nicht wieder in die alte Szene zurückfallen, aber ich will auch nicht meine ganze Vergangenheit verleugnen. Ich bin irgendwie... unsicher. Ka, ich hoffe, jemand kann mir helfen, das zu verstehen. Ich brauch einfach mal wieder jemanden, mit dem ich reden kann.
1 Antworten
rolf_cleansince2011vor 1 Std.
@sandra_drogen_beschaff das, was du da erwähnt hast, „es ist jetzt ein paar Monate her“ – das ist ein ziemlich guter Marker. Für mich war es ähnlich beim Moment, als ich das erste Mal clean wurde; ich hab mich dann ziemlich träge gefühlt, weil die alte Routine einfach wegging. Ich hab hier das Gefühl, dass die Freunde, die noch immer die gleiche Einstellung haben, nicht wirklich verstehen, dass man sich weiterentwickeln kann. Vielleicht hilft, wenn ihr das Gespräch ein bisschen auf das neue „Ich“ lenkt, statt nur auf die alte Szene zurückzukommen. Das hat bei mir schon Mal ein bisschen geholfen. 🙏
Langsam aber sicher... oder doch nicht
Von sandra_drogen_beschaff · · 1 Antworten · 1 Reaktionen
Ich sitz hier gerade in meiner kleinen Einliegerwohnung in der betreuten Einrichtung und denk nach. Es ist jetzt ein paar Monate her, seit ich mich entschieden hab, clean zu werden. Ich meine, es ist nicht das erste Mal, dass ich das versuche, aber ich hab das Gefühl, dass es diesmal anders ist. Ich bin jetzt seit... na ja, ich zähl nicht mehr so genau, aber es ist jedenfalls ein paar Monate her, dass ich nichts mehr genommen hab. Und es geht mir irgendwie besser, ich meine, ich hab nicht mehr diese ständigen Entzugserscheinungen und ich kann wieder ein bisschen durchatmen.
Aber es ist komisch, ich hab jetzt angefangen, mich wieder mit alten Freunden auszutauschen, und das ist irgendwie... schwierig. Sie erwarten alle von mir, dass ich wieder so bin wie früher, und ich weiß nicht, ob ich das kann. Oder ob ich das will. Ich meine, ich will clean bleiben, aber ich will auch nicht meine ganze Identität verlieren. Ich bin halt Sandra, die aus der Szene kommt, und ich weiß nicht, ob ich das jemals wirklich loswerde.
Ich frage mich jetzt, ob es andere gibt, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wie geht man damit um, wenn man clean wird, aber die alten Freunde und die alten Gewohnheiten noch da sind? Ich meine, ich will nicht wieder in die alte Szene zurückfallen, aber ich will auch nicht meine ganze Vergangenheit verleugnen. Ich bin irgendwie... unsicher. Ka, ich hoffe, jemand kann mir helfen, das zu verstehen. Ich brauch einfach mal wieder jemanden, mit dem ich reden kann.
1 Antworten
rolf_cleansince2011 ·
@sandra_drogen_beschaff das, was du da erwähnt hast, „es ist jetzt ein paar Monate her“ – das ist ein ziemlich guter Marker. Für mich war es ähnlich beim Moment, als ich das erste Mal clean wurde; ich hab mich dann ziemlich träge gefühlt, weil die alte Routine einfach wegging. Ich hab hier das Gefühl, dass die Freunde, die noch immer die gleiche Einstellung haben, nicht wirklich verstehen, dass man sich weiterentwickeln kann. Vielleicht hilft, wenn ihr das Gespräch ein bisschen auf das neue „Ich“ lenkt, statt nur auf die alte Szene zurückzukommen. Das hat bei mir schon Mal ein bisschen geholfen. 🙏