Öffentlich lesbarer Thread
„Wie hab ich die letzten 38 Tage ohne Crack geschafft?“
muss das hier grad loswerden.
Hey Leute, ich sitze gerade am Fenster, das Licht fällt irgendwie hart auf die Wand und ich frage mich, wie ich überhaupt die letzten 38 Tage ohne Crack geschafft hab. Ich war ein paar Tage weg vom ganzen Kram, weil mein Klassenkamerad nach Hause musste und ich mich zum ersten Mal danach gefühlt habe, das ich noch in meiner eigenen Haut passe, ohne dass der Drang einfach überall hin zieht.
Die ersten Tage waren echt hart. Ich hab mir ständig gewünscht, dass die Welt noch nicht weiterrollt, weil jede Ecke an einem anderen Street‑Klecks erinnert. Ich hab dann versucht, meine Routine zu ändern: früh aufstehen, ein bisschen Sport machen, die Schulaufgaben in kleinen Schritten erledigen und dafür einfach nur Mini‑Abschlüsse feiern. Das hat mir geholfen, den Kopf von der Vergangenen zu befreien.
Aber was mich am meisten verunsichert, ist, wenn ich nach Hause komme und dort diese alte Gruppe von Freunden ist. Die Leute haben immer noch Koks in der Tasche und lächeln, als wäre ich das Mysterium. Ich kann nicht mehr einfach weggehen ohne das Gefühl, dass ich ein Außenseiter bin. Wie handhabt ihr das? Habt ihr Tipps, wie man das Gefühl bekommt, einen Platz zu haben, ohne dass der Drang zurückkommt? Ich will nicht, dass der Koks wieder in mein Leben schleicht. Ich bin nur 16 und will endlich frei sein, aber der Druck ist immer noch da. Ich hoffe, ihr könnt mir helfen. 🙏
Wenn es akut gefährlich wird: bitte sofort den Notruf 112 oder die TelefonSeelsorge 116 123 kontaktieren.
