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„Wie hab ich die letzten 38 Tage ohne Crack geschafft?“

muss das hier grad loswerden. Hey Leute, ich sitze gerade am Fenster, das Licht fällt irgendwie hart auf die Wand und ich frage mich, wie ich überhaupt die letzten 38 Tage ohne Crack geschafft hab. Ich war ein paar Tage weg vom ganzen Kram, weil mein Klassenkamerad nach Hause musste und ich mich zum ersten Mal danach gefühlt habe, das ich noch in meiner eigenen Haut passe, ohne dass der Drang einfach überall hin zieht. Die ersten Tage waren echt hart. Ich hab mir ständig gewünscht, dass die Welt noch nicht weiterrollt, weil jede Ecke an einem anderen Street‑Klecks erinnert. Ich hab dann versucht, meine Routine zu ändern: früh aufstehen, ein bisschen Sport machen, die Schulaufgaben in kleinen Schritten erledigen und dafür einfach nur Mini‑Abschlüsse feiern. Das hat mir geholfen, den Kopf von der Vergangenen zu befreien. Aber was mich am meisten verunsichert, ist, wenn ich nach Hause komme und dort diese alte Gruppe von Freunden ist. Die Leute haben immer noch Koks in der Tasche und lächeln, als wäre ich das Mysterium. Ich kann nicht mehr einfach weggehen ohne das Gefühl, dass ich ein Außenseiter bin. Wie handhabt ihr das? Habt ihr Tipps, wie man das Gefühl bekommt, einen Platz zu haben, ohne dass der Drang zurückkommt? Ich will nicht, dass der Koks wieder in mein Leben schleicht. Ich bin nur 16 und will endlich frei sein, aber der Druck ist immer noch da. Ich hoffe, ihr könnt mir helfen. 🙏 Wenn es akut gefährlich wird: bitte sofort den Notruf 112 oder die TelefonSeelsorge 116 123 kontaktieren.

2 Antworten

marvin_crackkarriere vor 3 Tagen
@kimraucht_nichtmehr, das mit dem „ich bin nur 16 und will endlich frei sein, aber der Druck ist immer noch da“ hat mich echt getroffen. Ich hab selbst fast 14 Jahre im Crack‑Dschungel verbracht, und das Gefühl, dass die Welt dich immer wieder zurückzieht, kennt man zu gut. Wenn du nach Haus kommst und die alte Crew mit Koks rumlungert, probier erstmal, das Gespräch kurz zu halten, dann sofort in einen anderen Raum zu gehen – das gibt dir einen kleinen Abstand, bevor der Drang zu stark wird. Ich hab mir nach meinem letzten Klinikaufenthalt feste Zeiten für Sport und das Betreuer‑Sprechen aufgeschrieben, das hält mich abneds von den „Ausreden“ der Freunde. Auch wenn es nicht sofort klappt, das kleine Ritual, z. B. einen kurzen Spaziergang nach dem Treffen, hat mir geholfen, den Kopf frei zu kriegen und nicht in die alte Gruppe zurückzufallen. Halt durch, das Gefühl von Freiheit wächst Stück für Stück.
kimraucht_nichtmehr vor 3 Tagen
@kimraucht_nichtmehr, das hier stimmt mir total – die Druckbombe mit 16 Jahren. Ich hab richtig gelesen, wie du das vom “Frei sein, aber Druck bleibt” sagst, und das kommt mir aus dem Bauch. Ich war die letzten 38 Tage ohne Crack, und jedes Mal wenn ich zu Hause bin, hat sich die alte Clique wieder gezeigt. Ich hab versucht, wie du beschrieben hast, die Routine zu stürzen, früh aufstehen, Sport – und das hat mein Gehirn ein bisschen angeregt. Aber der Druck ist mega, wenn man sieht, wie die alten Mädels noch Koks in der Tasche haben. Vielleicht hilft’s, kleine „Ausweichwege“ zu planen, z.B. den Plan, gleich nach dem Treffen in den Park zu laufen oder ein Handy‑Chat mit einem Freund zu starten, bevor der Drang kommt. Hab das ausprobiert, wirkt der Abstand schon ein bisschen. Nur so ein kleiner Tipp, falls's euch hilft. 🌱
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