Öffentlich lesbarer Thread
warum fühlt sich alles so dumpf an, jetzt wo ich clean bin
hey leute,
ich muss das jetzt einfach mal rauslassen, weil ich sonst wieder anfange, alles zu zerdenken. bin jetzt seid gut 10 monaten clean, fr fr. das ist echt ne lange zeit, wenn ich dran denke, wie ich früher so drauf war, jeden tag rauchen und am wochenende saufen bis nix mehr ging. meine mutter hat mich ja rausgeschmissen, weil ich endlich was machen sollte, und das war auch gut so, auch wenn's echt wehgetan hat.
aber jetzt... irgendwie ist alles so ein bisschen dumpf. ich hab doch letztes mal schon geschrieben, dass ich manchmal so ein loch spüre, weiß nicht mehr genau wann das war, aber es war halt so. und das ist immer noch da. es ist nicht so, dass ich rückfällig werden will oder so, auf keinen fall. ich hab echt hart dafür gekämpft, und ich will das nicht wieder kaputt machen. aber die ganze freude, die ich am anfang hatte, dieses "ich hab's geschafft"-ding, das ist irgendwie weg.
ich mach meine ausbildung, hab auch echt gute notizen gemacht, die lehrer sagen, ich bin gut. das ist schon krass, weil ich früher halt echt oft nur auf dem trip war. aber trotzdem, wenn ich abends dann alleine bin, fühlt sich das so leer an. meine freundin hat auch schluss gemacht, als ich im entzug war, das war halt auch ein krasses ding. und jetzt sitz ich hier, hab irgendwie alles "richtig" gemacht, bin clean, mach meine ausbildung, aber fühle mich trotzdem irgendwie... lost?
hat jemand von euch das auch so erlebt, dass die anfängliche erleichterung irgendwann verblasst und man dann erstmal dieses neue "normal" finden muss? weil ich hab echt keine ahnung, wie ich damit umgehen soll, dass sich diese ganze neue ruhe irgendwie so... langweilig anfühlt. ist das normal, oder mach ich irgendwas falsch? bin echt verwirrt gerade.
