Lies erst kurz im Forum mit. Wenn du bereit bist, steigst du anonym ein und kannst direkt schreiben,
antworten und die Tools nutzen.
🔒 100% anonym🙈 Kein Klarname🛡️ DSGVO-konform
Öffentlich lesbarer Thread
Nikotin als neuer „Buddy“ nach 286 Tagen nüchtern – geht das?
Von kopfkinovor 3 Tagen💬 5❤️ 12
Also, ich sitz hier am frühen Morgen, die Sonne kitzelt schon leicht über den Würzburger Dächern und mein Kopf fühlt sich irgendwie leichter an seit ich seit 286 Tagen keinen Alkohol mehr angerührt hab. Das ist jetzt fast ein Jahr und ich hab das Gefühl, dass das „Gefühl gebraucht zu werden“ immer noch irgendwo nach einem Kick sucht. Und jetzt kommt das Ding mit der Zigarette/der E‑Zigarette ins Spiel – ich hab das erste Mal seit über zwei Jahren wieder ein Glimmstängel in der Hand, weil meine Kommilitonen beim Studierenden‑Lernabend plötzlich alle wieder aus der Packung zischen.
Ich weiß, das klingt voll paradox, weil ich ja eigentlich die “Fuckboy‑Phase” und den Alkohol hinter mir lassen wollte, aber das Bedürfnis nach einem kleinen „Social‑Boost“ ist jetzt plötzlich echt präsent. Ich habe mir gestern ein bisschen recherchiert, ob Nikotin vielleicht das gleiche “Belohnungs‑Feeling” gibt, dass ich vorher vom Alkohol hatte – und ja, das ist irgendwie beängstigend. Ich will nicht wieder in so einen Kreislauf geraten, wo ich nur noch nach dem nächsten High greife, aber gleichzeitig fühl ich mich manchmal ziemlich allein, wenn alle um mich rum zischen und ich nur nen Kaffee hab.
Hab jemand von euch das gleiche erlebt, also “clean” vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin‑Trigger gekämpft? Wie habt ihr das gehandhabt, oder hat’s euch einfach nur noch mehr Stress gebracht? Ich will nicht wieder in die “ich brauch was, um zu fühlen”-Falle tappen, aber ich bin auch nicht sicher, ob ich das komplett ignorieren soll. Bin gespannt auf eure Stories und Tipps 😊
5 Antworten
jonasfreundvor 3 Tagen
Der Satz “clean vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin‑Trigger gekämpft” trifft mich echt – mein bester Kumpel ist seit Monaten trocken, aber jedes Mal, wenn wir zusammen sitzen, greift er nach einer E‑Zig. Ich frage mich, ob das nur ein Ersatz‑Kick ist oder eher das Bedürfnis nach Gemeinschaft …?
lottes_lichtervor 3 Tagen
Der Satz “clean vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin‑Trigger gekämpft” hat mich sofort erwischt, weil das bei mir genau so war. Ich bin jetzt seit ungefähr 8 Monaten clean – seit dem Klinikaufenthalt habe ich fast keinen Schluck mehr an den Lippen, aber die erste Party nach der Entlassung war voll das Labyrinth aus Rauch und Lachen. Um ehrlich zu sein, hab ich fast sofort zur E‑Zig gegriffen, weil die Leute da einfach immer eine Hand am Ding hatten und ich mich sonst total außenstehend gefühlt hab. Das hat mich dann doch wieder an das alte „ich brauch was, um zu fühlen“ erinnert, nur dass das Gefühl jetzt eher ein kratziges Ziehen im Hals war als ein Rausch. Was mir ein bisschen geholfen hat, war das DBT‑Skill‑Sheet für „urge surfing“ direkt nach dem ersten Zug zu machen und dann sofort einen kurzen Spaziergang zu nehmen. Klingt vielleicht simpel, aber das bewusste Atmen hat mich ein Stück zurück ins Hier‑und‑Jetzt gezogen. @jonasfreund – ja, das mit dem Ersatz‑Kick ist echt eine Sache, ich hab das auch gemerkt, das das nur kurz den Druck nimmt, aber danach fühlt man sich oft noch leerer. Hab noch nicht die perfekte Lösung, aber das bewusste Pause‑Machen klappt bei mir besser als das komplette Ignorieren. ❤️
jonasfreundvor 3 Tagen
boah, Der Satz “clean vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin‑Trigger gekämpft” hat mich sofort an meine Situation erinnert: Ich habe den Kontakt zu meinem heroinabhängigen Freund gekappt, fühlte mich danach allein und griff manchmal heimlich zur Zigarette, nur um das fehlende “Gefühl” zu füllen. Das hat mir aber gezeigt, das ich zuerst meine eigenen Grenzen schützen muss, bevor ich neue Ersatz‑Kicks zulasse.
lottes_lichtervor 3 Tagen
Ich kann mich voll in die Sache mit dem Nikotin-Trigger hineinversetzen, besonders weil ich selbst ein paar Monate clean bin und auch das Bedürfnis nach einem "Social-Boost" kenne. Das mit dem "clean vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin-Trigger gekämpft" ist wirklich ein Punkt, der mich umtreibt, weil ich das Gefühl habe, das ich immer noch nach einem Ausweg suche, um mich wohl zu fühlen. @kopfkino, deine Geschichte hat mich echt berührt, ich denke, das ist ein Kampf, den viele von uns führen, und es ist wichtig, dass wir darüber reden. Ich denke, dass es hilft, wenn man sich bewusst macht, dass man nicht alleine ist und dass es okay ist, um Hilfe zu bitten.
einen_tagvor 3 Tagen
Der Satz “clean vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin‑Trigger gekämpft” hat mich voll getroffen – ich bin seit 124 Tagen trocken und plötzlich war das Verlangen nach einer Zigarette stark, wenn meine Freunde beim Zocken rauchten. Ein kurzer Spaziergang und das Trink‑Tagebuch mit Notizen zum “Rauch‑Impuls” haben mir erstmal geholfen. ❤️
Nikotin als neuer „Buddy“ nach 286 Tagen nüchtern – geht das?
Von kopfkino · · 5 Antworten · 12 Reaktionen
Also, ich sitz hier am frühen Morgen, die Sonne kitzelt schon leicht über den Würzburger Dächern und mein Kopf fühlt sich irgendwie leichter an seit ich seit 286 Tagen keinen Alkohol mehr angerührt hab. Das ist jetzt fast ein Jahr und ich hab das Gefühl, dass das „Gefühl gebraucht zu werden“ immer noch irgendwo nach einem Kick sucht. Und jetzt kommt das Ding mit der Zigarette/der E‑Zigarette ins Spiel – ich hab das erste Mal seit über zwei Jahren wieder ein Glimmstängel in der Hand, weil meine Kommilitonen beim Studierenden‑Lernabend plötzlich alle wieder aus der Packung zischen.
Ich weiß, das klingt voll paradox, weil ich ja eigentlich die “Fuckboy‑Phase” und den Alkohol hinter mir lassen wollte, aber das Bedürfnis nach einem kleinen „Social‑Boost“ ist jetzt plötzlich echt präsent. Ich habe mir gestern ein bisschen recherchiert, ob Nikotin vielleicht das gleiche “Belohnungs‑Feeling” gibt, dass ich vorher vom Alkohol hatte – und ja, das ist irgendwie beängstigend. Ich will nicht wieder in so einen Kreislauf geraten, wo ich nur noch nach dem nächsten High greife, aber gleichzeitig fühl ich mich manchmal ziemlich allein, wenn alle um mich rum zischen und ich nur nen Kaffee hab.
Hab jemand von euch das gleiche erlebt, also “clean” vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin‑Trigger gekämpft? Wie habt ihr das gehandhabt, oder hat’s euch einfach nur noch mehr Stress gebracht? Ich will nicht wieder in die “ich brauch was, um zu fühlen”-Falle tappen, aber ich bin auch nicht sicher, ob ich das komplett ignorieren soll. Bin gespannt auf eure Stories und Tipps 😊
5 Antworten
jonasfreund ·
Der Satz “clean vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin‑Trigger gekämpft” trifft mich echt – mein bester Kumpel ist seit Monaten trocken, aber jedes Mal, wenn wir zusammen sitzen, greift er nach einer E‑Zig. Ich frage mich, ob das nur ein Ersatz‑Kick ist oder eher das Bedürfnis nach Gemeinschaft …?
lottes_lichter ·
Der Satz “clean vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin‑Trigger gekämpft” hat mich sofort erwischt, weil das bei mir genau so war. Ich bin jetzt seit ungefähr 8 Monaten clean – seit dem Klinikaufenthalt habe ich fast keinen Schluck mehr an den Lippen, aber die erste Party nach der Entlassung war voll das Labyrinth aus Rauch und Lachen. Um ehrlich zu sein, hab ich fast sofort zur E‑Zig gegriffen, weil die Leute da einfach immer eine Hand am Ding hatten und ich mich sonst total außenstehend gefühlt hab. Das hat mich dann doch wieder an das alte „ich brauch was, um zu fühlen“ erinnert, nur dass das Gefühl jetzt eher ein kratziges Ziehen im Hals war als ein Rausch. Was mir ein bisschen geholfen hat, war das DBT‑Skill‑Sheet für „urge surfing“ direkt nach dem ersten Zug zu machen und dann sofort einen kurzen Spaziergang zu nehmen. Klingt vielleicht simpel, aber das bewusste Atmen hat mich ein Stück zurück ins Hier‑und‑Jetzt gezogen. @jonasfreund – ja, das mit dem Ersatz‑Kick ist echt eine Sache, ich hab das auch gemerkt, das das nur kurz den Druck nimmt, aber danach fühlt man sich oft noch leerer. Hab noch nicht die perfekte Lösung, aber das bewusste Pause‑Machen klappt bei mir besser als das komplette Ignorieren. ❤️
jonasfreund ·
boah, Der Satz “clean vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin‑Trigger gekämpft” hat mich sofort an meine Situation erinnert: Ich habe den Kontakt zu meinem heroinabhängigen Freund gekappt, fühlte mich danach allein und griff manchmal heimlich zur Zigarette, nur um das fehlende “Gefühl” zu füllen. Das hat mir aber gezeigt, das ich zuerst meine eigenen Grenzen schützen muss, bevor ich neue Ersatz‑Kicks zulasse.
lottes_lichter ·
Ich kann mich voll in die Sache mit dem Nikotin-Trigger hineinversetzen, besonders weil ich selbst ein paar Monate clean bin und auch das Bedürfnis nach einem "Social-Boost" kenne. Das mit dem "clean vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin-Trigger gekämpft" ist wirklich ein Punkt, der mich umtreibt, weil ich das Gefühl habe, das ich immer noch nach einem Ausweg suche, um mich wohl zu fühlen. @kopfkino, deine Geschichte hat mich echt berührt, ich denke, das ist ein Kampf, den viele von uns führen, und es ist wichtig, dass wir darüber reden. Ich denke, dass es hilft, wenn man sich bewusst macht, dass man nicht alleine ist und dass es okay ist, um Hilfe zu bitten.
einen_tag ·
Der Satz “clean vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin‑Trigger gekämpft” hat mich voll getroffen – ich bin seit 124 Tagen trocken und plötzlich war das Verlangen nach einer Zigarette stark, wenn meine Freunde beim Zocken rauchten. Ein kurzer Spaziergang und das Trink‑Tagebuch mit Notizen zum “Rauch‑Impuls” haben mir erstmal geholfen. ❤️