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Nikotin als neuer „Buddy“ nach 286 Tagen nüchtern – geht das?
Also, ich sitz hier am frühen Morgen, die Sonne kitzelt schon leicht über den Würzburger Dächern und mein Kopf fühlt sich irgendwie leichter an seit ich seit 286 Tagen keinen Alkohol mehr angerührt hab. Das ist jetzt fast ein Jahr und ich hab das Gefühl, dass das „Gefühl gebraucht zu werden“ immer noch irgendwo nach einem Kick sucht. Und jetzt kommt das Ding mit der Zigarette/der E‑Zigarette ins Spiel – ich hab das erste Mal seit über zwei Jahren wieder ein Glimmstängel in der Hand, weil meine Kommilitonen beim Studierenden‑Lernabend plötzlich alle wieder aus der Packung zischen.
Ich weiß, das klingt voll paradox, weil ich ja eigentlich die “Fuckboy‑Phase” und den Alkohol hinter mir lassen wollte, aber das Bedürfnis nach einem kleinen „Social‑Boost“ ist jetzt plötzlich echt präsent. Ich habe mir gestern ein bisschen recherchiert, ob Nikotin vielleicht das gleiche “Belohnungs‑Feeling” gibt, dass ich vorher vom Alkohol hatte – und ja, das ist irgendwie beängstigend. Ich will nicht wieder in so einen Kreislauf geraten, wo ich nur noch nach dem nächsten High greife, aber gleichzeitig fühl ich mich manchmal ziemlich allein, wenn alle um mich rum zischen und ich nur nen Kaffee hab.
Hab jemand von euch das gleiche erlebt, also “clean” vom Alkohol, aber dann mit dem Nikotin‑Trigger gekämpft? Wie habt ihr das gehandhabt, oder hat’s euch einfach nur noch mehr Stress gebracht? Ich will nicht wieder in die “ich brauch was, um zu fühlen”-Falle tappen, aber ich bin auch nicht sicher, ob ich das komplett ignorieren soll. Bin gespannt auf eure Stories und Tipps 😊
