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Warum hab ich im JVA-Warteschlupfen erst die Substitutionsdose verpasst
Ich greife jetzt erst mal auf die reine Erinnerung zurück, weil ich das Gefühl hab, das muss ich jemandem erzählen, sonst kommt das noch in mir rum. Es war ein Dienstag, so früh am Morgen, als ich im JVA-Warteschlupfen stand. Die Leute waren schon in der Reihe, das Personal hatte den ganzen Tag nur das einen Ziel vor Augen: die Dosen ins Fach einlegen und dann die Tür auf die nächste Einheit öffnen. Ich war erst 12.000‑Stunden clean, aber das hat nicht verhindert, dass ich in die Glocke zuknappte.
Der Speisealt um 10 Uhr hatte ich schon fertig. Im Schwebereich war der Kreislauf komplett auf den Schaltkreis des „Ruhig‑sein‑und‑nicht‑schnell‐kommen“ programmiert, weil wir alle wissen, dass bei einem zu schnellen Einstieg die Abstürze im Kopf richtig hochkommen. Mein nerviger Kollege, der gerade gegen Urlaubsschaden gerechnet hat, kam mit seiner Dose, aber ich, ich... ich war erst nach der Aufbewahrung, der Zufall hat mich hinten hergeholt. Mir wurde klar, dass ich die Subs nicht mehr spontan abholen konnte – ich musste warten, bis die Tür offen war und sie mir dann in die Nähe gebracht haben.
Ich hab dann zwar erst in der Wendeltür das Zerlöschen von der Dosis spürbar gemerkt. Meine Hände zitterten, und ich hab mich gefragt, wie ich das heute in der Übergangseinrichtung handhaben soll, wenn ich nicht genau weiß, wann ich die Dose bekomme. Ich hab das Gefühl, wenn ich nicht immer sofort die Kontrolle hab, kann ich wieder in alte Gewohnheiten zurückfallen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Und wie verhindert ihr im JVA‑System das, dass die Leute in der Schlange liegen und gedankenlos das Gewohnte in der Hand haben? Danke.
