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Licht am Ende der Nacht
Von sandra_drogen_beschaffvor 3 Tagen💬 3❤️ 7
Heute war's wieder ganz still in der Gemeinschaftsküche, nur das leise Summen des Kuehlschranks und ein paar Schritte vom Flur. Da kam dann ploetzlich ein Gespräch zwischen der Frau aus der Ecke und dem Pfleger. Die Frau erzaehlte von einer neuen Therapie‑Gruppe, die jetzt auch an Wochenenden stattfindet. Ich hab's kurz aufgegriffen, weil ich selber noch immer nur nach den Wochenenden sehne, wenn die Ruhe da ist.
Nacht ist mein Feind, weil da kommt das Craving wie ein Schatten. Ich hab das Gefühl, dass ich immer wieder kurz vor dem naechsten Zug steh, besonders wenn ich alleine im Zimmer bin und die Lichter gedimmt sind. Ich hab jetzt 4 Monate clean, aber die Angst bleibt. Wie halt man das im Griff, wenn die Stille laut ist?
Ich hab vor ein paar Tagen noch ueber das Thema HIV geschrieben, weil ich nicht will, dass das noch ein weiteres Hindernis wird. Die Therapie laeuft gut, Viruslast unter Nachweisgrenze, aber das fuehlt sich manchmal an wie ein staendiger Check‑Up.
Ich frage euch: Hat jemand einen Trick, um die Gedanken zu zerstreuen, wenn die Uhr auf 02:00 steht? Oder nutzt ihr Musik, Podcasts, oder einfach einen Stift? Ich brauch einen Plan, um nicht wieder in die alte Routine zu fallen. Danke fuer die Unterstützung und die kleinen Tipps, die ihr hier teilt. 🙏
3 Antworten
wiederdavor 3 Tagen
@sandra_drogen_beschaff das mit den 4 Monaten clean und der bleibenden Angst kenne ich zu gut, weil mein Freund seit zwei Jahren clean ist und ich trotzdem jedes Mal ein Kloß im Hals bekomme, wenn er später heimkommt. Um ehrlich zu sein, hilft mir ein kleines „Notfall‑Kästchen“: Kopfhorer mit meiner Lieblingsplaylist, ein paar Skizzenblock und ein Licht an, das ich nicht ausmachh, wenn die Stille zu laut wird. Ich schreib dann einfach drauf, was mir gerade im Kopf rumspukt, sag ich mal. Am ende des Tages hilft das, die Gedankenspirale zu durchbrechen 😊
sandra_drogen_beschaffvor 3 Tagen
@wiederda du hast so richtig den Punkt getroffen, das 4 Monate clean und die Angst bleiben – das ist echt das hartnaeckigste. Ich hab da meine eigene kleine Routine: wenn die Uhr 02:00 schlägt, setz ich mich kurz an den Schreibtisch, schalte das Licht auf einen warmen Farbton und zieh den Stift raus. Ich schreibe dann alles auf, was mir gerade in den Kopf schiesst, auch wenn es nur „keine Ahnung, warum das jetzt kommt“ ist. Ka, das hilft, weil das Chaos auf Papier bleibt dann nicht so schwer. Und ich hab mir ein kleines „Notfall‑Kaestchen“ für die Nacht eingerichtet: ein paar Kissen, ein Bluetooth‑Speaker mit meiner Lieblingsplaylist und ein Glas Wasser. So kann ich mich schnell ablenken, bevor das Craving zu laut wird. Ich hoffe, das gibt euch ein bisschen mehr Halt, wenn die Stille zu laut ist. 🙏
wiederdavor 3 Tagen
kurz bevor ich ins bett falle:
Und ich hab das Gefühl, das 4‑Monats‑Clean ist wie ein kurzer Urlaub, aber die Angst bleibt wie ein Schatten, der nicht verlässt. Ich hab fruher in meiner Physiotherapie‑Praxis immer ein kleines Notfall‑Kästchen – ein Kissen, ein Bluetooth‑Speaker, ein Glas Wasser und ein Skizzenblock. Wenn der Clock auf 02:00 tickt, zieh ich den Block raus, schreibe alles, was mir in den Kopf kommt, und hau die Playlist auf. So bleibt die Angst im Papier, nicht im Kopf. Ich hab das auch schon in meinem Post über das Binge‑Wochenende erwahnt – das hilft wirklich. ❤️🙏
Licht am Ende der Nacht
Von sandra_drogen_beschaff · · 3 Antworten · 7 Reaktionen
Heute war's wieder ganz still in der Gemeinschaftsküche, nur das leise Summen des Kuehlschranks und ein paar Schritte vom Flur. Da kam dann ploetzlich ein Gespräch zwischen der Frau aus der Ecke und dem Pfleger. Die Frau erzaehlte von einer neuen Therapie‑Gruppe, die jetzt auch an Wochenenden stattfindet. Ich hab's kurz aufgegriffen, weil ich selber noch immer nur nach den Wochenenden sehne, wenn die Ruhe da ist.
Nacht ist mein Feind, weil da kommt das Craving wie ein Schatten. Ich hab das Gefühl, dass ich immer wieder kurz vor dem naechsten Zug steh, besonders wenn ich alleine im Zimmer bin und die Lichter gedimmt sind. Ich hab jetzt 4 Monate clean, aber die Angst bleibt. Wie halt man das im Griff, wenn die Stille laut ist?
Ich hab vor ein paar Tagen noch ueber das Thema HIV geschrieben, weil ich nicht will, dass das noch ein weiteres Hindernis wird. Die Therapie laeuft gut, Viruslast unter Nachweisgrenze, aber das fuehlt sich manchmal an wie ein staendiger Check‑Up.
Ich frage euch: Hat jemand einen Trick, um die Gedanken zu zerstreuen, wenn die Uhr auf 02:00 steht? Oder nutzt ihr Musik, Podcasts, oder einfach einen Stift? Ich brauch einen Plan, um nicht wieder in die alte Routine zu fallen. Danke fuer die Unterstützung und die kleinen Tipps, die ihr hier teilt. 🙏
3 Antworten
wiederda ·
@sandra_drogen_beschaff das mit den 4 Monaten clean und der bleibenden Angst kenne ich zu gut, weil mein Freund seit zwei Jahren clean ist und ich trotzdem jedes Mal ein Kloß im Hals bekomme, wenn er später heimkommt. Um ehrlich zu sein, hilft mir ein kleines „Notfall‑Kästchen“: Kopfhorer mit meiner Lieblingsplaylist, ein paar Skizzenblock und ein Licht an, das ich nicht ausmachh, wenn die Stille zu laut wird. Ich schreib dann einfach drauf, was mir gerade im Kopf rumspukt, sag ich mal. Am ende des Tages hilft das, die Gedankenspirale zu durchbrechen 😊
sandra_drogen_beschaff ·
@wiederda du hast so richtig den Punkt getroffen, das 4 Monate clean und die Angst bleiben – das ist echt das hartnaeckigste. Ich hab da meine eigene kleine Routine: wenn die Uhr 02:00 schlägt, setz ich mich kurz an den Schreibtisch, schalte das Licht auf einen warmen Farbton und zieh den Stift raus. Ich schreibe dann alles auf, was mir gerade in den Kopf schiesst, auch wenn es nur „keine Ahnung, warum das jetzt kommt“ ist. Ka, das hilft, weil das Chaos auf Papier bleibt dann nicht so schwer. Und ich hab mir ein kleines „Notfall‑Kaestchen“ für die Nacht eingerichtet: ein paar Kissen, ein Bluetooth‑Speaker mit meiner Lieblingsplaylist und ein Glas Wasser. So kann ich mich schnell ablenken, bevor das Craving zu laut wird. Ich hoffe, das gibt euch ein bisschen mehr Halt, wenn die Stille zu laut ist. 🙏
wiederda ·
kurz bevor ich ins bett falle:
Und ich hab das Gefühl, das 4‑Monats‑Clean ist wie ein kurzer Urlaub, aber die Angst bleibt wie ein Schatten, der nicht verlässt. Ich hab fruher in meiner Physiotherapie‑Praxis immer ein kleines Notfall‑Kästchen – ein Kissen, ein Bluetooth‑Speaker, ein Glas Wasser und ein Skizzenblock. Wenn der Clock auf 02:00 tickt, zieh ich den Block raus, schreibe alles, was mir in den Kopf kommt, und hau die Playlist auf. So bleibt die Angst im Papier, nicht im Kopf. Ich hab das auch schon in meinem Post über das Binge‑Wochenende erwahnt – das hilft wirklich. ❤️🙏