Öffentlich lesbarer Thread
Samstagabend – der Drang nach einem Zug in der Ü‑Einrichtung
Ich sitz hier in der Übergangseinrichtung, seit 16 Tagen clean, und draußen geht's richtig ab. Samstag, Biergarten, laute Beats, Leute die feiern und ich hör das aus dem Flur. Das macht den Kopf schwer, weil ich sofort an die alten Zeiten denke, als ein schneller Zug das einzige war, was das Ganze erträglich gemacht hat. Ich mein, ich weiß, das ich hier die Substitution weiterbekomme, aber das Verlangen ist anders, fast wie ein Echo aus der JVA.
Gestern hab ich in meinem Post über die verpasste Substitutionsdose geschrieben, dass ich mich dann total unsicher gefühlt hab. Heute ist das gleiche Bild, nur dass das Umfeld lauter ist und die Versuchung irgendwie greifbarer. Manchmal denk ich, das ist nur…
…ein weiteres Signal, dass ich dranbleiben muss, sonst geht's wieder nach unten. Ich hab probiert, mich in die Ecke zu setzen, Kopfhörer aufzudrehen und ne Playlist zu starten, die mich ablenkt. Ein paar Tracks helfen, aber das Verlangen bleibt. Ka, ob das reicht, bis ich endlich raus bin und den Alltag ohne diese ständige Spannung meistern kann.
Habt ihr Tipps, wie ihr an solchen Samstagnächten durchhaltet... vielleicht kennt das jemand hier auch.
