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Montagmorgen und das alte Verlangen im Hinterkopf
hey leute, ich sitz gerade in der Schulkantine meiner Ausbildung, die Sonne drängt durchs Fenster und ich fühl mich irgendwie… zufrieden, aber da ist immer noch dieses leise Summen im Kopf, das mich an die alten Tage erinnert. seit jetzt 302 Tagen bin ich clean, das ist schon fast ein bisschen verrückt für mich, weil ich vorher fast jeden Tag am Wochenende bis zum Blackout gekifft und gepumpt hab.
heute war einer dieser Momente, wo die Kolleg*innen beim Pausebrot über das neue Bier im Biergarten reden und ich sofort das Bedürfnis spürte, wieder so’n Rausch zu haben. ich hab mich fast sofort selbst abgeschaltet und mir gesagt: “halt, du bist hier nicht mehr das alte Ich”. aber dann hat mich das Wort „Bier“ irgendwie triggern lassen, weil meine Ex gerade am Tag davor den Kontakt abgebrochen hat, weil ich plötzlich clean war. das hat mich voll runtergezogen, weil ich das Gefühl hab, dass ich ihr irgendwie nicht mehr das geben kann, was sie sich vorgestellt hat.
ich wollte jetzt mal fragen, ob ihr so Momente habt, wo ein harmloses Gespräch plötzlich einen ganzen Berg an alten Gedanken auslöst? und wie schafft ihr es, das in Echtzeit zu stoppen, bevor ihr wieder in die Spirale geratet? tbh, manchmal fühl ich mich wie ein wandelnder Trigger‑Alarm.
ich probier gerade mehr kleine Pausen zu machen, tief durchzuatmen und mir zu sagen, dass das hier jetzt meine Realität ist. aber ein bisschen unsicher bin ich noch, weil die Tage länger werden und ich öfter draußen bin, was ja auch nice ist, aber dann auch mehr Gelegenheiten für Alkohol‑Geruch.
any thoughts? würde mich freuen, wenn ihr eure Tricks teilt oder einfach nur ‘ne Runde mit mir reden wollt 😊.
