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Sonntags‑Gedanken – warum ich immer noch Angst vor dem ersten Schritt hab
Ich sitz hier im Bett, draußen fängt der Frühling an zu blühen und ich merk, wie die ganze Ruhe mich gleichzeitig beruhigt und anfasst. Seit ein paar Monaten bin ich clean, hab im betreuten Wohnen fast jeden Tag das Gespräch mit den Betreuern über meine Ziele, und das fühlt sich gut an. Trotzdem, jedes Mal wenn ich an die Idee denke, mich wieder irgendwo zu bewerben oder sogar nur einen kurzen Spaziergang ohne den Bus zu machen, krieg ich so ein Ziehen im Bauch, als wär ich wieder am Anfang. Vielleicht liegt’s an den vielen Ablehnungen, die ich früher gekriegt hab, oder einfach am alten Gefühl, dass ich nie wirklich was schaffen kann. Hat jemand von euch diesen ständigen “Ich‑mach‑es‑nicht‑gut‑genug”‑Dämon noch, obwohl ihr schon länger clean seid? Wie geht ihr damit um, wenn der Sonntag plötzlich zu einer riesigen Hürde wird? Ich würd gern eure Tipps hören, weil ich sonst immer wieder in diesem Kreislauf feststecke. Danke.
