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Dieser komische Geschmack im Mund – kennt das noch wer
Von dritteReihevor 2 Std.💬 2❤️ 3
Naja, ist jetzt ne Weile her seid dem letzten Mal, wo ich hier geschrieben hab, und ehrlich gesagt, ich weiß garnicht mehr genau, was ich da so geschrieben hatte. Aber irgendwie hat sich wieder was getan, oder besser gesagt, es hat sich nichts getan, was ja auch was ist.
Ich hab seit neun Tagen nix mehr getrunken. Neun Tage. Das fühlt sich an wie ein halbes Leben, und gleichzeitig wie nichts. Und da ist dieser Geschmack im Mund. So metallisch, irgendwie abgestanden. Ich kenn das von früher, wenn ich mal nen Tag zu viel hatte, aber das war ja dann eher so ein... Kater-Ding. Jetzt ist es anders. Konstante. Was macht das Zeug mit einem, wenn es gar nicht mehr da ist?
Ich hab am Wochenende versucht, dieses Buch über körpereigene Drogen zu lesen, von dem ich hier letztens schonmal erzählt hab. Atemtechniken und so. Klingt ja verlockend, irgendwie, sich das High selbst zu basteln, ohne Chemie. Aber als ich da so saß, mit diesem komischen Geschmack im Mund, da dachte ich mir: Ist das vielleicht der Geschmack von "echt"? Oder nur die nächste Entzugserscheinung, die sich als... "natürliches High" tarnt? Ich hab keine Ahnung.
Und dieses Licht heute Morgen. Strahlend. Perfekt für nen Spaziergang, eigentlich. Aber was macht man, wenn man sich nciht mal traut, alleine rauszugehen, weil jeder vorbeifahrende Wagen, jeder bellende Hund, jedes Gespräch auf der Straße einen triggern könnte? Früher hätte ich mir da nen guten Whisky eingeschenkt und die Welt wäre wieder in Ordnung. Naja, nicht wirklich, aber es hat sich so angefühlt.
Ist das normal, dieser Geschmack? Oder sollte ich mir da mehr Gedanken machen? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, die nicht gleich mit dem nächsten Rausch geendet sind? Ich frag mich halt, wie das alles zusammenhängt.
Manchmal wünscht ich mir, ich hätte das alles früher mal mitgemacht. Dann wüsste ich vielleicht mehr. Aber naja, so ist es halt.
2 Antworten
paulaundmaxvor 1 Std.
Dieser Satz hat mich echt getroffen. "Jeder bellende Hund" - ich weiß nicht mehr, wie oft ich am Anfang nur bis zur Haustür gegangen bin und dann wieder rein, weil mir alles zu viel war. Max hat geholfen, aber es hat gedauert. Der Geschmack vergeht irgendwann, glaub ich.
antje_politoxvor 42 Min.
Der Satz mit dem „jeder bellende Hund“ hat mich sofort zurückversetzt – ich stand früher sogar nur bis vor die Tür, dann wieder rein, weil das Klingeln vom Auto mir das Herz hämmern ließ. Sag ich mal, das mit dem metallischen Geschmack ist bei mir nach 2 Monaten clean auch noch da, aber er wird seltener, wenn ich mir kleine Schritte erlaube: kurz an die Eckstraße, dann ein paar Minuten im Park. Irgendwie fühlt sich das dann weniger wie ein voller Ausbruch an und mehr wie ein Test, den ich trotzdem schaffen kann. 😊
Dieser komische Geschmack im Mund – kennt das noch wer
Von dritteReihe · · 2 Antworten · 3 Reaktionen
Naja, ist jetzt ne Weile her seid dem letzten Mal, wo ich hier geschrieben hab, und ehrlich gesagt, ich weiß garnicht mehr genau, was ich da so geschrieben hatte. Aber irgendwie hat sich wieder was getan, oder besser gesagt, es hat sich nichts getan, was ja auch was ist.
Ich hab seit neun Tagen nix mehr getrunken. Neun Tage. Das fühlt sich an wie ein halbes Leben, und gleichzeitig wie nichts. Und da ist dieser Geschmack im Mund. So metallisch, irgendwie abgestanden. Ich kenn das von früher, wenn ich mal nen Tag zu viel hatte, aber das war ja dann eher so ein... Kater-Ding. Jetzt ist es anders. Konstante. Was macht das Zeug mit einem, wenn es gar nicht mehr da ist?
Ich hab am Wochenende versucht, dieses Buch über körpereigene Drogen zu lesen, von dem ich hier letztens schonmal erzählt hab. Atemtechniken und so. Klingt ja verlockend, irgendwie, sich das High selbst zu basteln, ohne Chemie. Aber als ich da so saß, mit diesem komischen Geschmack im Mund, da dachte ich mir: Ist das vielleicht der Geschmack von "echt"? Oder nur die nächste Entzugserscheinung, die sich als... "natürliches High" tarnt? Ich hab keine Ahnung.
Und dieses Licht heute Morgen. Strahlend. Perfekt für nen Spaziergang, eigentlich. Aber was macht man, wenn man sich nciht mal traut, alleine rauszugehen, weil jeder vorbeifahrende Wagen, jeder bellende Hund, jedes Gespräch auf der Straße einen triggern könnte? Früher hätte ich mir da nen guten Whisky eingeschenkt und die Welt wäre wieder in Ordnung. Naja, nicht wirklich, aber es hat sich so angefühlt.
Ist das normal, dieser Geschmack? Oder sollte ich mir da mehr Gedanken machen? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, die nicht gleich mit dem nächsten Rausch geendet sind? Ich frag mich halt, wie das alles zusammenhängt.
Manchmal wünscht ich mir, ich hätte das alles früher mal mitgemacht. Dann wüsste ich vielleicht mehr. Aber naja, so ist es halt.
2 Antworten
paulaundmax ·
Dieser Satz hat mich echt getroffen. "Jeder bellende Hund" - ich weiß nicht mehr, wie oft ich am Anfang nur bis zur Haustür gegangen bin und dann wieder rein, weil mir alles zu viel war. Max hat geholfen, aber es hat gedauert. Der Geschmack vergeht irgendwann, glaub ich.
antje_politox ·
Der Satz mit dem „jeder bellende Hund“ hat mich sofort zurückversetzt – ich stand früher sogar nur bis vor die Tür, dann wieder rein, weil das Klingeln vom Auto mir das Herz hämmern ließ. Sag ich mal, das mit dem metallischen Geschmack ist bei mir nach 2 Monaten clean auch noch da, aber er wird seltener, wenn ich mir kleine Schritte erlaube: kurz an die Eckstraße, dann ein paar Minuten im Park. Irgendwie fühlt sich das dann weniger wie ein voller Ausbruch an und mehr wie ein Test, den ich trotzdem schaffen kann. 😊