Hilfe bei Sucht und psychischer Erkrankung

Sucht und psychische Gesundheit gehören zusammen.

Du musst nicht zwischen zwei Hilfesystemen vermitteln

Wenn Sucht und psychische Beschwerden gleichzeitig auftreten, kann es passieren, dass jede Stelle nur einen Teil betrachtet. Du darfst von Anfang an sagen, dass beides zusammenkommt – auch wenn noch keine vollständige Diagnose vorliegt.

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Was du beim Erstkontakt konkret fragen kannst

Beides ansprechen„Ich brauche Unterstützung wegen meines Konsums und meiner psychischen Belastung. Können Sie beides gemeinsam berücksichtigen oder an eine passende Stelle vermitteln?“
Koordination erfragen„Wer bleibt meine feste Ansprechperson, wenn mehrere Dienste beteiligt sind? Können Sie mit meinem Einverständnis direkt mit der anderen Stelle abstimmen?“
Passung und Zugang klärenFrage nach Altersgruppe, ambulantem oder stationärem Rahmen, Wartezeit, Kosten und was du bis zum Termin tun kannst. Lass dir den nächsten Schritt möglichst konkret nennen.

Wo du anfangen kannst

  • Eine örtliche Suchtberatungsstelle kann gemeinsam mit dir passende Hilfen sortieren und weitervermitteln – auch wenn du noch unsicher bist, was zuerst behandelt werden soll.
  • Hausarztpraxis, psychiatrische oder psychotherapeutische Praxis kann psychische Beschwerden einschätzen und mit deiner Zustimmung die Behandlung abstimmen.
  • Bei einem jungen Menschen zusätzlich Jugendamt oder Jugend-Suchtberatung einbeziehen, wenn Unterstützung im Alltag, in der Familie oder Schule gebraucht wird.
  • Wenn Medikamente im Spiel sind, ändere oder beende sie nicht eigenständig; kläre das mit der behandelnden Fachperson.

Wichtig zur Suche: Der Doppeldiagnose-Filter zeigt nur Einträge mit ausdrücklich markiertem Schwerpunkt. Die Angaben können unvollständig sein und belegen weder freie Plätze noch eine aktuelle Aufnahme. Wenn keine Treffer erscheinen, nimm den Filter heraus und frage Einrichtungen direkt nach integrierter oder koordinierter Behandlung.

Wenn es akut wird

Bei unmittelbarer Lebensgefahr, Bewusstlosigkeit, Atemproblemen, schwerer Vergiftung oder akuter Suizidgefahr: 112 anrufen oder in eine Notaufnahme gehen. Bei dringenden, nicht lebensbedrohlichen Beschwerden kann der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 weiterhelfen.

Häufige Fragen

Was bedeutet Doppeldiagnose?

Der Begriff wird oft verwendet, wenn gleichzeitig eine Suchterkrankung und eine weitere psychische Erkrankung oder starke psychische Belastung vorliegen. Eine genaue Diagnose muss nicht feststehen, um Unterstützung zu suchen.

Muss erst die Sucht oder erst die psychische Erkrankung behandelt werden?

Das lässt sich nicht pauschal festlegen. Frage nach einer abgestimmten Behandlung, bei der Sucht und psychische Gesundheit gemeinsam berücksichtigt werden. Welche Reihenfolge oder welches Setting passt, sollten Fachkräfte mit der betroffenen Person klären.

Was, wenn die Suche keine passende Stelle zeigt?

Die Merkmalsfilter zeigen nur Einrichtungen, deren Verzeichnisdaten den Schwerpunkt ausdrücklich nennen. Ein leerer Treffer bedeutet nicht, dass es in deiner Region keine passende Versorgung gibt. Suche ohne diesen Filter und frage Suchtberatung, Haus- oder Facharztpraxis nach Weitervermittlung und gemeinsamer Koordination.