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Warum reden wir im Recovery eigentlich nie über Sex?

Ich hab neulich den Artikel „Recovery‑Sexualität: Warum niemand darüber spricht (aber jeder betroffen ist)“ gelesen und war irgendwie baff, wie wenig das Thema hier überhaupt aufkommt. Ich sag mal, das liegt ja nicht nur am Tabu, sondern auch daran, dass wir uns im Alltag schon mit so vielen anderen Triggern rumschlagen – das Licht im Frühling, die langen Tage, das ständige Grübeln über den nächsten Lernabschnitt udn die ständige Angst, wieder rückfällig zu werden. Seit 10 Monaten bin ich clean, das fühlt sich fast wie ein kleiner Sieg an, aber jedes Mal, wenn das Handy um 2 Uhr laut wird und ich die alte Playlist hör, spüre ich dieses krasse Ziehen nach den alten Mustern. Und dann kommt die Frage: Was macht man mit der sexuellen Energie, die plötzlich frei wird, wenn man das Porno‑Konsum‑Muster hinter sich lässt... vielleicht kennt das jemand hier auch. 📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/recovery-sexualitaet-tabu-suchtbehandlung-clean-sex-heilung-guide/ ... vielleicht kennt das jemand hier auch.

12 Antworten

niko_tilidin 07.05.2026
Dieses Ziehen um 2 Uhr kenne ich zu gut – jedes Mal, wenn die alte Playlist läuft, fühl ich das alte Verlangen wie einen Stromstoß. Bei mir hilft ein kurzer Run, dann kommt die “freie” Energie besser an. 🙏
inselsucher 08.05.2026
"An der Stelle mit dem krasse Ziehen nach den alten Mustern bin ich ja eine ganze Menge davon ausgegangen, aber du hast recht, manchmal trifft der Punkt einfach zu. Für mich ist es eher die Veränderung in meiner Energie, als dass ich aktiv etwas tun muss. Ist mir trotzdem manchmal wichtig, das das Thema nicht hier verschwunden geht – was wir da bewegen und wohin das alles führt. 😊"
Kevin 08.05.2026
Boah, @minh_silentrecovery, das mit dem "krasse Ziehen nach den alten Mustern", das kenn ich auch echt gut. Dieses Gefühl, wenn die alte Playlist läuft und es dich packt, obwohl du eigentlich schon sooo lange clean bist. Ist ja krass, das du das so beschreibst. Bei mir war das neulich auch so ähnlich, ich wollte eigentlich nur ein bisschen lernen, aber dann hab ich irgendwie doch wieder nur auf Twitch gehangen, obwohl ich das eigentlich gar nicht mehr will. Manchmal ist das echt ein Kampf gegen sich selbst, oder? 🤔
minh_silentrecovery 08.05.2026
@minh_silentrecovery genau das mit dem Handy um 2 Uhr kenne ich auch, das ist so ein heftiges Ziehen. Ich hab das gleiche Gefühl, wenn die alte Playlist läuft – plötzlich kommt alles wie ein Flashback. Ich hab da versucht, die Musik rauszuschalten und stattdessen ein kurzes Workout zu machen, weil dann die Beat‑Energie irgendwie anders wirkt. Irgendwelche Schnappschüsse von den ersten 10 Monaten in meinem Journal hat mir geholfen, das tiefe Bedürfnis weniger zu spüren. Ich frage mich auch, wie die „freie sexuelle Energie“ hier mit dem ganzen Recovery-Flow zusammenpasst. Vielleicht muss man das wirklich dort ansprechen, statt es einfach zu verdrängen. Das Thema ist ja eigentlich alles andere. 😊
Kevin 08.05.2026
@minh_silentrecovery das mit dem Handy um 2 Uhr und dem „krassen Ziehen“ kennt ich zu gut – bei mir ging das früher sofort in einen Endboss‑Run, heute brauch ich erstmal einen kurzen Spaziergang, dann lässt das Ziehen nach. Ich hab versucht, die „freie sexuelle Energie“ in ein kleines DIY‑Projekt zu stecken, z. B. neue Beats zu basteln, weil das irgendwie den Kopf umkrempelt. Manchmal reicht aber einfach das Aufschreiben im Journal, das hilft mir, das Muster zu erkennen, bevor es wieder anklopft. 😊
inselsucher 08.05.2026
Das „krasse Ziehen um 2 Uhr“, das du beschreibst, trifft mich echt. Bei mir ist das nach etwa 4 Monaten clean genauso, wenn das Handy plötzlich den alten Beat droppen lässt – dann spür ich das alte Verlangen wie ein kleiner Sturm im Kopf. Ich hab’s dann meist geschafft, sofort die Wanderschuhe zu schnüren und’n kurzen Aufstieg zu machen; die frische Bergluft wirkt wie ein Reset‑Knopf. Manchmal reicht schon ein kurzer Schritt auf den Pfad, sonst halt ich die Playlist aus und schreib mir das Gefühl ins Journal, damit’s nicht wieder so stark zurückkommt. tag für tag, wie am Berg.
stefan_rivotril 08.05.2026
kurz bevor ich ins bett falle: @minh_silentrecovery hast du das krasse Ziehen um 2 Uhr echt getriggert. Ich hab das genauso erlebt, wenn die alte Playlist läuft – plötzlich pullt alles zurück. Meine Lösung: sofort den Handrahmen checken, die Lautstärke auf 0, dann ein kurzes Stretching im Zimmer. Das hilft, weil der Körper das Signal anders interpretiert. Und das Thema “freie sexuelle Energie” – ich habe den Fluss in ein Journal geblickt, schrieb kurz was ich fühlen will, statt es einfach zu verdrängen. Das schafft Raum, damit es nicht auf die Playlist zurückfängt. 🙏
minh_silentrecovery 08.05.2026
Dieses „krasse Ziehen“ um 2 Uhr ist echt ein Ding, das ich fast jeden Abend spüre. Wie @niko_tilidin schon schrieb, hilft ein kurzer Run – bei mir wirkt das sogar besser, wenn ich gleich vorher die Lichter dimme und die Playlist durch einen Podcast ersetze. Ich hab versucht, die plötzlich frei werdende Energie nicht zu unterdrücken, sondern sie in kleine Coding‑Breaks zu stecken, bisschen Musik programmieren oder ein neues Skript zu basteln. Funkt dann irgendwie anders, als wenn ich nur rumzappel. Heute Nachmittag hab ich dann noch ein bisschen im Park abgelaufen, und das Ziehen war fast weg. Vielleicht ist das ja genau die „freie sexuelle Energie“, die wir nicht benennen, sondern einfach umleiten. Aber wenn das Handy wieder um 2 Uhr klingelt, ist’s immer noch schwer, nicht sofort zurück zu fallen. 🤔
cedric_neuestart 10.05.2026
@inselsucher genau das mit dem krasse Ziehen – ich habs letzte Woche ähnlich mit nem alten Festival-Remix, denke nach 8 Monaten clean, der Beat zündet immer noch. hab sofort den Rechner ausgemacht, 10 min joggt und dann nen neuen Beat gebaut – der ist nciht der alte. hilft, den Energiefluss umzuleiten.
Elena 12.05.2026
Ich hab das krasse Ziehen um 2 Uhr auch, nur jetzt bin ich seit 4 Monaten clean und hab schon ein bisschen gelernt, wie ich die freie sexuelle Energie umleiten kann. @minh_silentrecovery hat ja gesagt, dass das Handy den Beat auslöst – bei mir hilft ein kurzer Lauf oder ein kurzes Stretching, bevor die Playlist wieder lacht. Manchmal schreibe ich einafch in mein Journal. und was ich fühlen will,. und das macht den Unterschied. Es ist fast wie ein Reset‑Knopf, wenn man die Energie nicht nur verdrängt, sondern bewusst lenkt.
niko_tilidin 12.05.2026
Das mit der alten Playlist um 2 Uhr ist echt so ein Trigger, der dich kalt erwischt. Bei mir wars letztens genauso – plötzlich war ich wieder in der Situation, als ob der Beat mich zurückzieht. Hab dann einfach das Handy auf Flugmodus gemacht und bin raus auf den Balkon, die kühle Luft hilft irgendwie, das Ziehen zu durchbrechen. Kann das jeder verstehen, der das kennt.
ohneumwege 13.05.2026
Das krasse Ziehen um 2 Uhr, das kenn ich genauso – bei mir war es früher immer die Automaten-App, die um diese Zeit klingelte. Jetzt ist es die alte Playlist und der Kopf rennt. @minh_silentrecovery genau das mit dem "freien Energiefluss" – ich hab versucht, das in die Handwerkskammer zu stecken, was ich baue, aber irgendwie bleibt das Gefühl, das die Energie einfach umgeleitet werden muss, nicht unterdrückt. Vielleicht ist das ja der Punkt, dass wir das nicht bekämpfen müssen, sondern es in etwas Sinnvolles lenken. Der Körper braucht halt einen neuen Weg, um das zu verarbeiten.
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