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Montag und das Bier am Kiez – wie halte ich mich zurück

Also, ich sitz heute früh im Zimmer, die Sonne kitzelt gerade erst durch die Vorhänge und ich fühl mich irgendwie müde, aber auch ein bisschen hoffnungsvoll, weil Montag ja immer so ein Neustart-Tag ist. Letzte Woche war das mit der Afterwork-Party im Kotti wieder so ein Ding: Kollegen haben nen ganzen Tisch voller Bier aufgestellt, und plötzlich war ich da, obwohl ich eigentlich nur einen Kaffee trinken wollte. Wallah, das war voll schwer, weil ich ja seit fast einem Jahr clean von Kiff bin, und ich hab das Gefühl, dass ich jetzt bei Alkohol irgendwie nicht mehr so gut weiß, wo meine Grenze liegt. Ich hab mich dann ein bisschen zurückgezogen, hab mir nen Softdrink geholt und versucht, das Gespräch zu halten, aber irgendwann kam der Moment, wo ein Freund meinte: „Komm, ein Bier, du bist doch nicht mehr der alte Abi.“ Und ich dachte nur: ka, das ist nicht so einfach, weil ich ja nicht nur wegen dem Kiffen, sondern auch wegen dem Familiendruck oft zu trinken greife, wenn ich mich unsicher fühle. Pack schlägt sich, pack verträgt sich – ich weiß nicht, ob ich das jetzt richtig verstehe. Habt ihr ähnliche Erfahrungen, wo ihr im Job oder beim Ausgehen plötzlich das Gefühl habt, ihr müsst mittrinken, obwohl ihr eigentlich clean bleiben wollt? Wie schafft ihr es, das zu umgehen, ohne dass es peinlich wirkt? Ich würde gern hören, was bei euch funktioniert, und vielleicht ein paar Tipps für den nächsten Montag. Danke, abi 😊

11 Antworten

sandra_drogen_beschaff 25.05.2026
Also, ich kenn das Gefühl, wenn man sich unsicher fühlt und dann zum Alkohol greift. Montagmorgen, Neustart-Tag, das klingt irgendwie hoffnungsvoll, aber ich weiß, wie schnell das umkippen kann. Ich hab selbst erlebt, wie ich nach 'ner langen Zeit clean wieder in alte Muster zurückgefallen bin, nur weil ich mich in einer bestimmten Situation unwohl fühlte. Das mit dem "Pack schlägt sich, pack verträgt sich" kenn ich auch, aber ich denke, man muss erst mal für sich selbst klare Grenzen setzen, bevor man sich auf andere einlässt. Ich hab zum Beispiel angefangen, immer nen Softdrink bei der Hand zu haben, wenn ich mit Freunden unterwegs bin, damit ich nicht in Versuchung gerate. Aber ich bin echt gespannt, wie ihr das umgeht, ohne dass es peinlich wird.
stefan_rivotril 25.05.2026
Ja, das mit dem "müde, aber auch ein bisschen hoffnungsvoll, weil... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
sandra_drogen_beschaff 25.05.2026
@yasemin_23 genau das mit der Sonne und dem Neustart-Tag kenne ich. Beim ersten Abend im Kottilast war ich noch die ganze Nacht im Hotelzimmer, weil ich dachte, ich brauche Zeit zum Trinken, und hab dann richtig zugeknattert, weil ich laut gesagt "kein Spaß mehr" nicht wirklich wusste, wie viel ich vertragen kann. Mein Ding: Ich hab mir einen „Zucker‑Shank“ gemacht, ein Mini‑Glas Wasser mit ein bisschen Zitronensaft, sodass ich immer vollwasser hab, wenn die Leute Bier bestellen. Beim nächsten Mal hab ich es geschafft, ohne dass es peinlich wirkte, einfach zu sagen: „Komm schon, ich hab mir jetzt ein Glas genommen, danke.“ Und wenn ich trotzdem das Gefühl hab, „das muss ich jetzt gegenkaufen“, dann hau ich das hier aus: „Ich hab ein Glas fertig, aber ich will noch ein Stück Kuchen.“ Das hält den Kreiß, weniger Stress. Meine Frage: Habt ihr einen kleinen Trick, den ihr immer dabei habt, um den Druck zu mindern?
stefan_rivotril 25.05.2026
Das mit der Sonne, die gerade erst durch die Vorhänge blinzelt, und dem kleinen Hoffnungsschimmer am Montag, das hat mich echt getroffen – ich erinnere mich noch an meine ersten Sauber‑Tage, als das Morgenlicht irgendwie das Gefühl von „Neustart“ mitbrachte, aber gleichzeitig auch die Müdigkeit, die nach der Entzugs‑Phase bleibt. @sandra_drogen_beschaff, dein „Zucker‑Shank“ klingt gut, bei mir hilft ein kleiner Trick: ich pack immer eine leere Wasserflasche mit ein paar Eiswürfeln rein und sag, ich will “nur” die Kohlensäure. Dann kann ich gleich mit dem Glas anstoßen, ohne dass jemand merkt, dass ich keinen Schluck Alkohol will. Manchmal reicht das schon, um den Druck zu senken. 😐
tom_haftent 25.05.2026
Die Sonne, die gerade erst durch die Vorhänge blinzelt, hat mir neulich auch den gleichen Mix aus Müdigkeit und Hoffnung gegeben – nur dass ich das Licht aus der Zelle gesehen hab, bevor ich heute in der Ü‑Einrichtung wach geworden bin. @yasemin_23 das mit dem “Neustart‑Montag” klingt irgendwie passend, weil ich gerade 11 Tage clean bin und jeder Morgen noch ein bisschen ungewohnt wirkt. Was mir hilft, ist, gleich zu Beginn den Tag ein Glas Wasser mit ein paar Eiswürfeln zu holen und das dann als “mein Getränk” zu deklarieren, sobald die Kollegen “ein Bier” ansetzen. So muss ich nicht jedes Mal überlegen, ob ich den Druck spür — ich hab einfach nen festen Gegenstand in der Hand. Und mal ehrlich, das mit dem Softdrink war für mich immer einfacher, weil ich kein “ich will ja nur ein bisschen” mehr ausreden muss. Ich meine, wenn du das irgendwie ritualisiert, wirkt das weniger peinlich, weil es ’ne feste Gewohnheit ist. 🙏
stefan_rivotril 25.05.2026
Der Teil mit der Sonne, die gerade erst durch die Vorhänge kitzelt, hat mich echt erwischt – das gleiche leichte Aufwachen und das flüchtige Hoffen, dass der Montag was Neues bringt. Bei mir war das vor ein paar Wochen ähnlich, ich hab dann gleich nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser mit ein paar Zitronenscheiben gemacht und das als “Mein Start‑Getränk” deklariert. So hatte ich beim Kollegenkick‑Abend sofort was in der Hand und musste nicht jedes Mal improvisieren. @sandra_drogen_beschaff dein Zucker‑Shank‑Trick ist praktisch, ich nutze jetzt meist die Zitronen‑Variante, weil’s weniger auffällt. Und ja, morgens noch etwas müde, aber das Licht wirkt irgendwie wie ein kleiner Reset‑Knopf. 😊
tom_haftent 25.05.2026
Der Gedanke, dass die Sonne „die Vorhänge kitzelt“ und damit so'n kleiner Reset‑Knopf am Montag auslöst, hat mich echt getroffen. Ich hab das gleiche Bild heute morgen, als das Licht durch das kleine Fenster in der Übergangseinrichtung kam – war erst ein bisschen müde, dann plötzlich ein kurzer Hoffnungsschimmer, weil jeder neue Tag hier irgendwie 'ne Chance ist, sauber zu bleiben. Was mir hilft, ist sofort nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser mit ein paar Eiswürfeln zu zapfen und das laut als „mein Start‑Drink“ zu bezeichnen. Dann sitzt du beim ersten Bier‑Aufruf schon mit nem Glas in der Hand und musst nicht erklären, warum du nichts willst. @sandra_drogen_beschaff dein Zucker‑Shank‑Trick klingt gut, ich probier das mit Zitronen‑Wasser mal aus, weil das weniger auffällt. Und wenn der Druck steigt, sag ich einfach: „Ich hab ja noch ‘nen Schluck Wasser, lass mich erstmal fertig.“ So bleibt's halbwegs unauffällig und ich fühl mich nicht so klein. 🙏
sandra_drogen_beschaff 25.05.2026
Die Sonne, die durch die Vorhänge kitzelt, hat mich echt getroffen. Heute Morgen lag ich noch halb im Bett, müde wie immer, aber das erste Licht hat irgendwie den kleinen Reset‑Knopf gedrückt – ich hab sofort gedacht, vielleicht wird dieser Montag besser. Bei mir läuft das ähnlich: seit 5 Monaten clean sitz ich jeden Morgen mit nem großen Glas Wasser und ein paar Eiswürfeln am Tisch. Wenn dann im Kiez das Bier ansteht, hab ich schon was in der Hand und muss nicht jedes Mal „ich hab keinen Durst“ sagen. @yasemin_23, dein Bild vom „Neustart‑Tag“ erinnert mich daran, das das Licht wirklich helfen kann, den Kopf klar zu kriegen, bevor der Druck kommt. Ein kleiner Trick, den ich jetzt immer mitnehme, ist ein Miniglas Zitronen‑Wasser, das ich wie ein „Zucker‑Shank“ verpacke – sieht nach normalem Drink aus, aber hält mich weg vom Alkohol. Manchmal reicht das schon, um das „Komm, ein Bier“ zu überstehen, ohne dass es peinlich wirkt. ❤️
daniel_platte 25.05.2026
Klar, die Sonne kitzelt echt – tbh ist das mein kleiner Reset-Trigger. Ich hab früher immer ein Glas Wasser mit Zitronenscheibe mitgenommen, so ein “Zucker‑Shank”, damit das Bier nur ein Ablenkungsdrink bleibt. Montag wirkt dann klarer. 😌
yasemin_23 25.05.2026
Sonne, die gerade erst durch die Vorhänge kitzelt, hat mich gerade so richtig getroffen – so ein kleiner Reset‑Knopf, wenn man so will. Ich erinnere mich, dass mir der erste Morgenschein nach dem ersten Clean‑Tag ein bisschen Hoffnung schenkte, obwohl ich trotzdem noch das Gefühl hatte, die ganze Nacht auf die leichte Kaffeetrink-Obsession zurückfallen zu müssen. Deshalb habe ich kurz einen Trick für mich selbst rausgefunden: gleich nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser mit Zitronenscheiben, das ich mir z.B. „Neustart‑Drink“ nenne. Beim nächsten Abend dann einfach „Ich hab schon mein Glas“ sagen und den Koffer mit dem Softdrink in der Hand halten. Hat bei mir den Druck ein bisschen isoliert, weil ich mich nicht erklären muss, dass ich keinen Alkohol will. Und was, @sandra_drogen_beschaff, hast du in letzter Zeit so einen kleinen Trick ausprobiert?
stefan_rivotril 26.05.2026
Das Bild mit der Sonne, die die Vorhänge kitzelt, hat mich echt getroffen – das leichte Aufwachen und dann doch dieser kleine Hoffnungsschimmer, den ich oft nur kurz halte, bevor der Alltag wieder drückt. Bei mir hilft es, gleich nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser mit ein paar Eiswürfeln und etwas Minze zu zapfen und das laut als „Mein Start‑Drink“ zu deklarieren. Dann liegt das Glas schon auf dem Tisch, wenn jemand „Bier, wer?“ ruft, und ich kann einfach sagen: „Hab schon was in der Hand, danke.“ Kleine Schritte, aber mega praktisch, weil ich nicht erklären muss, warum ich keinen Schluck will. 😊
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