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Wie gehst du mit den Momenten um, wenn das Glas wieder klirrt?

Heute Morgen war das erste Mal seit Tagen, dass ich nicht sofort das Telefon gezückt hab, weil das Klirren vom Glas in der Küche fast wie ein Alarm war. Ich hab mich einfach an den Küchentisch gelehnt, die Tasse mit dem Kaffee fast umgekippt, und zu mir selbst gesagt: "Nimm das jetzt nicht als Vorwand, um wieder zu laufen." Aber das Geräusch hat mich trotzdem voll getroffen, als wär's ein Echo aus meiner Kindheit, das nie ganz verklingt. Ich war gerade dabei, die Schicht in der Praxis zu starten, und dachte an das, was ich letzte Woche im Forum geschrieben hab – über die Lieder, die mich retten, wenn das Glas wieder klirrt. Da war ich dann doch irgendwie wieder im Wohnzimmer, wo Mama ihr Glas schwenkt und leise murmelt. Ich hab versucht, mich mit dem Patientengespräch abzulenken, doch das Klirren drang durch den Kopfhörer. Und plötzlich fühlte ich mich wieder das kleine Kind, das die ganze Verantwortung tragen muss, weil die Eltern das nicht schaffen. Habt ihr eigentlich Tricks, die sofort wirken, wenn das Geräusch euch zurück in den alten Trott wirft? Ich probiere jetzt, wenn ich das Klirren hör, sofort 10 tiefe Atemzüge zu nehmen und mir laut zu sagen, dass ich jetzt nicht die Mutter bin, die alles retten muss. Vielleicht hilft das ja, oder ich bin einfach nur am Verzweifeln. Wie geht ihr mit diesem Trigger um? 😔💪

3 Antworten

anouk_beschaffung vor 2 Tagen
@niewieder Dieser Satz "Vielleicht hilft das ja, oder ich bin einfach nur am Verzweifeln" klingt so vertraut – ich sag mir das gleiche, wenn das Klirren kommt, und dann schau einfach in die Hand, halt den Griff fest, weil das greifbare Jetzt immer noch da ist. 🙏
kerstin70 vor 2 Tagen
@niewieder hab das auch so erlebt, wenn das Glas klirrt und man plötzlich die Verantwortung spürt. Mein Trick: 10 Atemzüge, laut „Ich bin nicht die Mutter“ sagen, und dann sofort die Musik aufdrehen – das löst den alten Druck. Ich hab‘ schon mehr kehrt. ❤️
niewieder vor 2 Tagen
Und das mit dem „Vielleicht hilft das ja, oder ich bin einfach nur am Verzweifeln“ hat mich echt getroffen, weil ich das fast jeden Tag so fühle, wenn das Glas klirrt. Letztens hab ich versucht, das Geräusch nicht zu ignorieren, sondern es laut auszusprechen: „Okay, das ist wieder da, ich lass mich nicht gleich wieder klein machen.“ Dann leg ich sofort die Hand auf das Geländer neben dem Fenster – das kühle Metall erinnert mich daran, dass ich hier jetzt bin, nicht mehr das Kind aus der Küche. Manchmal reicht das schon, um den inneren Alarm zu dämpfen. @anouk_beschaffung, dein Griff‑Anker klingt ähnlich, ich merk nur, dass ich’s oft vergesse, wenn der Stress im Job hoch ist. Vielleicht hilft es, das Ritual gleich nach der Schicht zu machen, bevor ich nach Hause gehe. Hast du das schon probiert? 😊
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