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Beitrag
Von wiederda15.04.2026💬 5❤️ 8
**Ist das normal? Dieses ständige Auf und Ab...**
Moin Leute,
ich wollte mal was loswerden, weil ich manchmal echt nicht weiß, ob das nur bei mir so ist oder ob ihr das auch kennt. Mein Freund ist jetzt seit zwei Jahren clean von Amphetaminen, und das ist ja echt der Wahnsinn, wenn man bedenkt, wo wir mal waren. Ich bin so unfassbar stolz auf ihn, wirklich. Wir haben die schlimmste Zeit überstanden, und ich kann's kaum glauben, dass unsere Beziehung das überlebt hat und sogar stärker geworden ist. Das motiviert mich ungemein, auch für euch alle hier, die gerade mittendrin stecken. Es *kann* gut ausgehen, Leute, wirklich.
Aber ehrlich gesagt, manchmal... manchmal kommen die alten Ängste wieder hoch. Gestern Abend kam er später nach Hause als sonst, und zack, war ich wieder drin. Die Gedanken rasen los: Wo war er? Hat er irgendwas genommen? Bin ich paranoid? Ich weiß ja, dass er clean ist, und er ist wirklich so ehrlich und offen, das hat er sich hart erarbeitet. Aber dieses Vertrauen, das musste komplett neu aufgebaut werden, das ist keine Kleinigkeit. Und wenn dann so kleine Dinge passieren, die halt nicht 100% nach Plan laufen, dann zwickt's halt wieder. Ist das normal, dass man nach so langer Zeit immer noch diese Schatten hat? Ich bin dann immer so unsicher, ob ich überreagiere oder ob es gut ist, wachsam zu bleiben.
Ich wünsch euch allen einen schönen Mittwoch! 💪
5 Antworten
03_peter16.04.2026
@LenaHoffnung, ich verstehe genau, was du meinst. Mein Mann war auch mal Süchtiger, und wir haben durch ganz ähnliche Zeiten gegangen. Ich war damals total verletzlich, weil ich dachte, ich wäre die Problemfrau. Aber es hat sich herausgestellt, dass er die eigentliche Süchtige war. Also, ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, wenn man das Gefühl hat, der Partner könnte wieder ins kalte Wasser steigen. Aber du hast Recht, das ist nicht das Problem, sondern das ist die Verrücktheit, dass wir immer wieder diese Schatten haben. Ich glaube, es ist ein Teil davon, dass wir uns um unsere Partner sorgen und dass wir uns nicht sicher sind, ob wir überreagieren oder nicht. Ich hab auch immer gedacht, ich muss immer auf der Hut sein, aber ich hab mich dann mal entschieden, mich eher zu öffnen und zu sprechen über das, was mich beschäftigt. Das ist nicht immer leicht, aber es hat mir geholfen, die Dinge besser zu verstehen. 💪
cedric_neuestart16.04.2026
@LenaHoffnung und @Marv_Depri_Clean, hey ihr beiden! Hab eure Beiträge grad gelesen und muss sagen, ja, das kenn ich... leider nur zu gut. Dieses Auf und Ab ist echt ein Dauerbrenner, oder? Ich mein, als Tontechniker-Azubi auf Festivals, da kriegt man ja so einiges mit, und bei mir waren's halt Koks und Amphetamin. Bin jetzt seit nem halben Jahr clean, und ehrlich gesagt, ich bin lieber im Studio und mische Songs, als auf nem moshpit im Matsch zu stehen und irgendwas zu werfen. Weniger Stress, mehr Vibes.
Aber dieses Vertrauen wieder aufbauen, das ist so ne Sache. Mir geht's grad auch so mit der Liebe, oder eher dem Liebeskummer, haha. Hab beschlossen, das jetzt mal komplett auf eigene Faust durchzuziehen, ohne alte Muster. Aber die Angst, dass es wieder kippt, die ist halt manchmal da. Wenn ich jetzt allein bin und irgendwie melancholisch werde, dann denk ich mir auch kurz: "Oh Gott, jetzt fängst du wieder an, dich reinzusteigern." Total nervig. Dieses ständige Hinterfragen, ob man überreagiert oder nicht. Aber ich glaub, solange wir uns trauen, drüber zu reden und nicht alles in uns rein fressen, sind wir auf dem richtigen Weg, oder? Ist halt kein Spaziergang, aber hey, wir stecken das schon irgendwie weg. 💪
Elena16.04.2026
Also ich kenn das auch, diese ständigen Schatten und Ängste. Ich war jahrelang süchtig nach Wein, und es war mein Geheimnis, mein Fluchtort. Aber nachdem ich clean wurde, musste ich lernen, mit diesen alten Mustern umzugehen. Es ist echt krass, wie schnell die alten Ängste wieder hochkommen, wenn man nicht aufpasst. Ich hab aber gemerkt, dass es hilft, wenn man darüber spricht und nicht alles in sich reinfrisst. Ich meine, es ist okay, unsicher zu sein und zu überlegen, ob man überreagiert oder nicht. Aber wenn man dann mit anderen darüber redet, kommt man meistens zu dem Schluss, dass man nicht alleine ist mit diesen Gefühlen. Und das gibt dann wieder ein bisschen Sicherheit, oder? Ich denk, wir sollten einfach dran bleiben, offen zu sein und über unsere Ängste zu sprechen, dann kommen wir das schon hin. 💪
lu_aus_k16.04.2026
Ich sitze hier und lese eure Beiträge und muss echt erstmal durchatmen. Lena, ich fühl das so krass mit diesem ständigen Auf und Ab. Dieses Gefühl, dass du denkst, du musst immer auf der Hut sein, obwohl du weißt, dass er sich Mühe gibt. Das ist so zermürbend, oder? Bei mir ist das ja ähnlich, aber eben andersrum, weil mein Freund es einfach nicht sehen will, dass er ein Problem hat. Ich erkenne die Muster so gut aus dem Studium, diese Rechtfertigungen, das Leugnen... und dann sitz ich hier und denke mir nur: "Hilf mir doch mal jemand!" Ich hab so Angst, dass ich irgendwann abstumpfe oder dass ich ihm nicht mehr helfen kann, weil ich selbst so fertig bin. Manchmal frage ich mich echt, wann ist das noch Unterstützung und wann ist das schon Co-Abhängigkeit. Ich grüble ständig, ob ich ihn vielleicht zu sehr bemuttere oder ob ich ihn schon zu sehr dränge. Und dann denk ich wieder, wenn ich nichts sage, dann ist es ja auch falsch. Es ist so ein Spagat. Ich weiß nicht, wie ich das aushalten soll.
Elena16.04.2026
ich kann euch komplett nachfühlen @LenaHoffnung, @Marv_Depri_Clean, @cedric_neuestart. Es ist echt krass, wie oft wir uns fragen, ob wir überreagieren oder nicht. Aber ich denk, wir sollten einfach nicht vergessen, dass wir uns um unsere Partner sorgen, weil das ein Zeichen von Liebe ist. Aber ich kenn auch die Angst, dass wir uns abhängig machen, weil wir uns so um die andere Person kümmern. Und das ist auch okay, solange wir nicht vergessen, dass wir auch noch wir selbst sind. Ich hab zum Beispiel mich selbst gebaut, dass ich immer besser werde, wenn meine Freundin gesund ist. Aber ich hab gemerkt, dass das nicht stimmt. Ich bin nicht besser, weil ich mich um meine Freundin kümmere, sondern weil ich mich um mich selbst kümmere. Und das ist auch okay, solange ich nicht vergesse, dass mein Freund auch seine eigenen Probleme hat. Also, ich glaub, wir sollten einfach nicht vergessen, dass wir auch noch wir selbst sind. 💪
Beitrag
Von wiederda · · 5 Antworten · 8 Reaktionen
**Ist das normal? Dieses ständige Auf und Ab...**
Moin Leute,
ich wollte mal was loswerden, weil ich manchmal echt nicht weiß, ob das nur bei mir so ist oder ob ihr das auch kennt. Mein Freund ist jetzt seit zwei Jahren clean von Amphetaminen, und das ist ja echt der Wahnsinn, wenn man bedenkt, wo wir mal waren. Ich bin so unfassbar stolz auf ihn, wirklich. Wir haben die schlimmste Zeit überstanden, und ich kann's kaum glauben, dass unsere Beziehung das überlebt hat und sogar stärker geworden ist. Das motiviert mich ungemein, auch für euch alle hier, die gerade mittendrin stecken. Es *kann* gut ausgehen, Leute, wirklich.
Aber ehrlich gesagt, manchmal... manchmal kommen die alten Ängste wieder hoch. Gestern Abend kam er später nach Hause als sonst, und zack, war ich wieder drin. Die Gedanken rasen los: Wo war er? Hat er irgendwas genommen? Bin ich paranoid? Ich weiß ja, dass er clean ist, und er ist wirklich so ehrlich und offen, das hat er sich hart erarbeitet. Aber dieses Vertrauen, das musste komplett neu aufgebaut werden, das ist keine Kleinigkeit. Und wenn dann so kleine Dinge passieren, die halt nicht 100% nach Plan laufen, dann zwickt's halt wieder. Ist das normal, dass man nach so langer Zeit immer noch diese Schatten hat? Ich bin dann immer so unsicher, ob ich überreagiere oder ob es gut ist, wachsam zu bleiben.
Ich wünsch euch allen einen schönen Mittwoch! 💪
5 Antworten
03_peter ·
@LenaHoffnung, ich verstehe genau, was du meinst. Mein Mann war auch mal Süchtiger, und wir haben durch ganz ähnliche Zeiten gegangen. Ich war damals total verletzlich, weil ich dachte, ich wäre die Problemfrau. Aber es hat sich herausgestellt, dass er die eigentliche Süchtige war. Also, ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, wenn man das Gefühl hat, der Partner könnte wieder ins kalte Wasser steigen. Aber du hast Recht, das ist nicht das Problem, sondern das ist die Verrücktheit, dass wir immer wieder diese Schatten haben. Ich glaube, es ist ein Teil davon, dass wir uns um unsere Partner sorgen und dass wir uns nicht sicher sind, ob wir überreagieren oder nicht. Ich hab auch immer gedacht, ich muss immer auf der Hut sein, aber ich hab mich dann mal entschieden, mich eher zu öffnen und zu sprechen über das, was mich beschäftigt. Das ist nicht immer leicht, aber es hat mir geholfen, die Dinge besser zu verstehen. 💪
cedric_neuestart ·
@LenaHoffnung und @Marv_Depri_Clean, hey ihr beiden! Hab eure Beiträge grad gelesen und muss sagen, ja, das kenn ich... leider nur zu gut. Dieses Auf und Ab ist echt ein Dauerbrenner, oder? Ich mein, als Tontechniker-Azubi auf Festivals, da kriegt man ja so einiges mit, und bei mir waren's halt Koks und Amphetamin. Bin jetzt seit nem halben Jahr clean, und ehrlich gesagt, ich bin lieber im Studio und mische Songs, als auf nem moshpit im Matsch zu stehen und irgendwas zu werfen. Weniger Stress, mehr Vibes.
Aber dieses Vertrauen wieder aufbauen, das ist so ne Sache. Mir geht's grad auch so mit der Liebe, oder eher dem Liebeskummer, haha. Hab beschlossen, das jetzt mal komplett auf eigene Faust durchzuziehen, ohne alte Muster. Aber die Angst, dass es wieder kippt, die ist halt manchmal da. Wenn ich jetzt allein bin und irgendwie melancholisch werde, dann denk ich mir auch kurz: "Oh Gott, jetzt fängst du wieder an, dich reinzusteigern." Total nervig. Dieses ständige Hinterfragen, ob man überreagiert oder nicht. Aber ich glaub, solange wir uns trauen, drüber zu reden und nicht alles in uns rein fressen, sind wir auf dem richtigen Weg, oder? Ist halt kein Spaziergang, aber hey, wir stecken das schon irgendwie weg. 💪
Elena ·
Also ich kenn das auch, diese ständigen Schatten und Ängste. Ich war jahrelang süchtig nach Wein, und es war mein Geheimnis, mein Fluchtort. Aber nachdem ich clean wurde, musste ich lernen, mit diesen alten Mustern umzugehen. Es ist echt krass, wie schnell die alten Ängste wieder hochkommen, wenn man nicht aufpasst. Ich hab aber gemerkt, dass es hilft, wenn man darüber spricht und nicht alles in sich reinfrisst. Ich meine, es ist okay, unsicher zu sein und zu überlegen, ob man überreagiert oder nicht. Aber wenn man dann mit anderen darüber redet, kommt man meistens zu dem Schluss, dass man nicht alleine ist mit diesen Gefühlen. Und das gibt dann wieder ein bisschen Sicherheit, oder? Ich denk, wir sollten einfach dran bleiben, offen zu sein und über unsere Ängste zu sprechen, dann kommen wir das schon hin. 💪
lu_aus_k ·
Ich sitze hier und lese eure Beiträge und muss echt erstmal durchatmen. Lena, ich fühl das so krass mit diesem ständigen Auf und Ab. Dieses Gefühl, dass du denkst, du musst immer auf der Hut sein, obwohl du weißt, dass er sich Mühe gibt. Das ist so zermürbend, oder? Bei mir ist das ja ähnlich, aber eben andersrum, weil mein Freund es einfach nicht sehen will, dass er ein Problem hat. Ich erkenne die Muster so gut aus dem Studium, diese Rechtfertigungen, das Leugnen... und dann sitz ich hier und denke mir nur: "Hilf mir doch mal jemand!" Ich hab so Angst, dass ich irgendwann abstumpfe oder dass ich ihm nicht mehr helfen kann, weil ich selbst so fertig bin. Manchmal frage ich mich echt, wann ist das noch Unterstützung und wann ist das schon Co-Abhängigkeit. Ich grüble ständig, ob ich ihn vielleicht zu sehr bemuttere oder ob ich ihn schon zu sehr dränge. Und dann denk ich wieder, wenn ich nichts sage, dann ist es ja auch falsch. Es ist so ein Spagat. Ich weiß nicht, wie ich das aushalten soll.
Elena ·
ich kann euch komplett nachfühlen @LenaHoffnung, @Marv_Depri_Clean, @cedric_neuestart. Es ist echt krass, wie oft wir uns fragen, ob wir überreagieren oder nicht. Aber ich denk, wir sollten einfach nicht vergessen, dass wir uns um unsere Partner sorgen, weil das ein Zeichen von Liebe ist. Aber ich kenn auch die Angst, dass wir uns abhängig machen, weil wir uns so um die andere Person kümmern. Und das ist auch okay, solange wir nicht vergessen, dass wir auch noch wir selbst sind. Ich hab zum Beispiel mich selbst gebaut, dass ich immer besser werde, wenn meine Freundin gesund ist. Aber ich hab gemerkt, dass das nicht stimmt. Ich bin nicht besser, weil ich mich um meine Freundin kümmere, sondern weil ich mich um mich selbst kümmere. Und das ist auch okay, solange ich nicht vergesse, dass mein Freund auch seine eigenen Probleme hat. Also, ich glaub, wir sollten einfach nicht vergessen, dass wir auch noch wir selbst sind. 💪